Linken-Politikerin Eralp war Mitglied im linksextremen Verein „Rote Hilfe“

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Linken-Politikerin Eralp war Mitglied im linksextremen Verein „Rote Hilfe“

Stand: 29.09.2026, 21:14 Uhr

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Elif Eralp will Berlins Bürgermeisterin werden. Nun kommt raus: Die Linke-Spitzenkandidatin war Mitglied im linksextremen Verein „Rote Hilfe“.

Berlin – Die Linke-Spitzenkandidatin der Berlin-Wahl, Elif Eralp, war bis 2025 Mitglied im linksextremen Verein „Rote Hilfe“, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) berichtet. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigte der Landesverband der Partei den Bericht.

Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Partei Die Linke für die Abgeordnetenhauswahl 2026 in Berlin, spricht während eines Interviews mit der Deutschen Presse-Agentur. (zu dpa: „Berlins Sport bei Machtwechsel vor neuen Fragen“)

Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Partei Die Linke in Berlin, war einem Bericht der F.A.Z. zufolge Mitglied im linksextremen Verein „Rote Hilfe“. © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Im aktuellen Verfassungsschutzbericht ist der Verein als „größte und eine der wichtigsten Gruppierungen im deutschen Linksextremismus“ aufgeführt. Das primäre Betätigungsfeld der Organisation sei die Unterstützung linksextremistischer Straftäter. Die „Rote Hilfe“ „bietet ihnen politischen und sozialen Rückhalt und leistet juristische sowie finanzielle Unterstützung mit dem Ziel, das strafrechtliche Abschreckungspotenzial zu mindern“, heißt es in dem Bericht.

Linksextremistische Organisation „Rote Hilfe“: Elif Eralp sei passives Mitglied gewesen

Nicht alle Mitglieder des Vereins verfolgten jedoch selbst verfassungsfeindliche Zielsetzungen. Die Gegnerschaft der Organisation und ihrer Entscheidungsträger zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung sei allerdings ein Grund für die Beobachtung durch die Verfassungsschützer. 

Die Mitgliedschaft Eralps gehe aus zwei Auflagen (2022 und 2023) des Handbuchs des Berliner Abgeordnetenhauses hervor, wie die F.A.Z. weiter berichtet. Erst in der jüngsten Auflage vom Oktober 2025, sei Eralps Mitgliedschaft bei der „Roten Hilfe“ nicht mehr erwähnt.

Gegenüber der Zeitung erklärte die Landesgeschäftsstelle der Linken, Erlap sei während ihres Jurastudiums in den Verein eingetreten, weil „sie unterstützen wollte, dass Menschen einen juristischen Beistand haben, die sich für linke und soziale Themen engagieren, auch wenn sie selbst nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügen“. Sie sei über Jahre passives Mitglied gewesen, auch habe sie über ihre Mitgliedschaft auf der Homepage des Abgeordnetenhauses „immer transparent“ informiert. Tatsächlich listete die Linken-Politikerin den Verein im November 2024 auch noch unter dem Reiter „Mitglied“ auf der Website des Abgeordnetenhauses auf.

Die „Rote Hilfe“ als „linke Schutz- und Solidaritätsorganisation“

Die „Rote Hilfe“ versteht sich laut ihrer Satzung als „linke Schutz- und Solidaritätsorganisation“ für alle, die aufgrund ihrer politischen Betätigung verfolgt würden, wie der Verfassungsschutz in seinem Bericht aus dem Jahr 2025 erwähnt. „Sie unterstützt von Strafermittlungen Betroffene materiell und politisch. Ausschlaggebend ist allein die politisch linke Motivation der Tat.“ 

Eralp hat nach dem Wahlsieg der Linken erklärt, Regierende Bürgermeisterin in Berlin werden zu wollen. Bei der Wahl zum Landesparlament am 20. September war die Partei mit 25,7 Prozent mit Abstand stärkste Kraft geworden. (Quellen: dpa/Verfassungsschutzbericht/Frankfurter Allgemeine Zeitung/Wayback Machine) (sischr)