Apple verschärft Full Disk Access in Macos wegen KI-Agenten
Apple plant strengere Kontrollen für Full Disk Access. Grund sind laut Apple wachsende Risiken durch KI-Agenten. 3. Oktober 2026 um 11:50 Uhr / Nils Matthiesen Apple sichert Full Disk Access gegen KI-Ag...
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Apple plant strengere Kontrollen für Full Disk Access. Grund sind laut Apple wachsende Risiken durch KI-Agenten.
3. Oktober 2026 um 11:50 Uhr / Nils Matthiesen
Apple will die Berechtigung Full Disk Access in Macos besser absichern. Das teilte der Konzern in einer Mitteilung an Entwickler(öffnet im neuen Fenster) mit. Demnach sollen Nutzer diesen Zugriff künftig nur noch durch eine ausdrückliche eigene Handlung erteilen können. Apple will so sicherstellen, dass Nutzer die Risiken klar verstehen, bevor sie einen solchen Zugriff gewähren.
Einen Zeitplan nennt Apple indes nicht. Ebenso bleibt offen, wie die zusätzlichen Kontrollen aussehen. Apple warnt allerdings, dass einige Entwickler Full Disk Access so einsetzen, dass Nutzer gefährdet sein könnten. Dabei lägen etwa Dateien, Mails, Nachrichten und sogar der Browserverlauf offen, ohne dass Nutzer dies vollständig verstünden. Bei Kommunikations-Apps könne das zudem die Privatsphäre der Gesprächspartner gefährden.
Full Disk Access umgeht laut Apple weitgehend die Schutzmechanismen, die private Daten sonst absichern. Das dient dazu, dass Backup-Apps auf dem Mac richtig funktionieren. Mit zunehmend fähigen und autonomen KI-Agenten wachse das Risiko jedoch erheblich, so Apple.
Kritik an Metas KI-Agent Muse
Apple nennt in seiner Mitteilung weder Meta noch einzelne Apps. Zuletzt geriet jedoch Metas KI-Agent Muse in die Kritik. Jason Aten, Technikkolumnist des US-Magazins Inc., schreibt in einer Kolumne vom 19. September(öffnet im neuen Fenster), die Mac-App von Muse habe seine Nachrichten ausgelesen. Nach eigener Erinnerung hatte er den Zugriff auf Nachrichten, Kalender und weitere persönliche Daten zuvor bewusst abgelehnt.
Anlass war laut Aten eine Push-Nachricht: Nach einem Gespräch mit seinem Podcast-Kollegen über neue iPhones schlug Muse ihm eine Kolumne vor und erwähnte eine Nachricht seines Redakteurs. Auf Nachfrage erklärte der Agent, nur den Text eingehender Benachrichtigungen zu sehen.
Aten fand nach eigenen Angaben jedoch heraus, dass Muse Nachrichten aus der lokalen Messages-Datenbank seines Macs synchronisiert und hochlädt. Der Abgleich reichte bis Zeile 187.462 der Datenbank. Wie vielen Nachrichten das entspricht, weiß er nicht. Full Disk Access ist für die App laut Aten nicht aktiviert, in den Macos-Datenschutzeinstellungen taucht sie dafür nicht einmal auf.
Antwort auf Threads
Aten fragte zweimal bei Meta nach und erhielt zunächst keine Antwort. Auf Threads reagierte allerdings David Singleton, der laut Decrypt(öffnet im neuen Fenster) die Meta Superintelligence Labs leitet, auf Atens Beitrag. Aten interpretiert die Antwort so, dass er die nötigen Einstellungen selbst aktiviert haben müsse. Meta betont laut Aten, Nutzer entschieden selbst, welche Apps sie anbinden und wie viel Zugriff der Agent erhält.
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