„Wunderschöne junge Frau“: Trump reduziert Basketballerin Cunningham auf Aussehen – und rudert sofort zurück
tzPolitik„MAGA-Barbie“ im Fokus: Trump bezeichnet 30-Jährige als schönste Spielerin – und rudert sofort zurückStand: 13.10.2026, 19:37 UhrKommentareUns auf Google folgenTrump kommentiert das Aussehen einer Bask...
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„MAGA-Barbie“ im Fokus: Trump bezeichnet 30-Jährige als schönste Spielerin – und rudert sofort zurück
Stand: 13.10.2026, 19:37 Uhr
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Trump kommentiert das Aussehen einer Basketballerin – und rudert sofort zurück. Warum seine Worte mehr als nur ein Versprecher sind.
Youngstown – US-Präsident Donald Trump hat bei einer Wahlkampfveranstaltung das Aussehen der 30-jährigen Basketballspielerin Sophie Cunningham kommentiert. Die Spielerin der Indiana Fever, auch bekannt als „MAGA‑Barbie“, sei „wunderschön“, sagte der 80-jährige Trump bei einer Kundgebung in Ohio. Dann ruderte er jedoch gleich wieder zurück.

„Wir mögen Sophie Cunningham. Es gibt viele Männer, die sie gerne sehen wollen. Sie ist wunderschön“, meint Trump. Dann hieß es plötzlich: „Das darf man heute zwar nicht mehr sagen, aber als Politiker – bitte, bitte, lassen Sie mich das zurücknehmen.“ Laut Trump bedeute es in der Regel immer, wenn ein Politiker sage, eine Frau sei schön, „das Ende seiner politischen Karriere.“
„Wunderschöne junge Frau“: Warum Trumps Aussagen über Cunningham problematisch sind
Für Trump, der bei den Zwischenwahlen um die Republikaner-Mehrheit im US-Kongress bangt, wäre das fatal. Niedrige Beliebtheitswerte kurz vor den Wahlen machen ihm zu schaffen. Dennoch bekräftigte Trump seine Aussage im Anschluss erneut: „Aber Sophie ist eine wunderschöne junge Frau“, fügte er hinzu. „Sie hätten wahrscheinlich nichts dagegen, sie im Team zu haben – nicht, um Ihnen Punkte zu verschaffen, sondern um die Zuschauerzahlen anzukurbeln. Die Zuschauerzahlen wären großartig.“
Die Leistungen der Sportlerin auf dem Spielfeld fallen bei Trumps Aussagen in den Hintergrund. Stattdessen fokussiert er auf die vermeintliche Anziehungskraft für männliche Zuschauer. In der Medienwissenschaft spricht man hier von dem sogenannten „Male Gaze“ (männlichen Blick): Frauen werden von eigenständig handelnden Personen zu einem Konsumobjekt reduziert.
Wer ist die „MAGA-Barbie“ Sophie Cunningham?
Sophie Elizabeth Cunningham (*1996) ist eine US-amerikanische Basketballspielerin in der nordamerikanischen Profiliga WNBA. Vor ihrer WNBA-Karriere spielte sie College-Basketball für das Frauenteam Missouri Tigers. Seit 2025 spielt sie als Ersatzspielerin für das Team Indiana Fever, zuvor war sie bei Phoenix Mercury. Im September 2026 stand sie wegen ihrer Leistung in der engeren Auswahl für die Auszeichnung als „6th Player of the Year“ (beste Ersatzspielerin der Liga).
Cunningham mischt sich in Debatte über Trans-Athletinnen ein – Vance lobt Mut
Dabei ist Cunningham längst über den Basketball hinaus eine bekannte Figur innerhalb von Kulturkämpfen in den USA. Den Spitznamen „MAGA-Barbie“ erhielt Cunningham wohl bereits während ihrer Spielzeit in Missouri. Laut dem Magazin Complex seien Gründe für den Spitznamen gewesen, dass sie konservativen Aktivisten wie Candace Owens folgte und mit konservativen Accounts interagierte.
Der US-Vizepräsident JD Vance hatte Cunningham laut The Daily Beast zuvor „mutig“ genannt, weil sie sich für den Ausschluss von trans Frauen aus dem Frauensport ausgesprochen hatte. Mit dieser Position wolle Cunningham junge Mädchen beschützen, „die nicht gegen biologische Männer antreten müssen“, hatte die Spielerin im Interview mit der Nachrichtenseite ESPN erklärt.
Blick „von oben nach unten“: Trump macht auch Republikaner-Kollegen zum Objekt
Bei seiner Kundgebung am Montag (12. Oktober) äußerte sich Trump auch zum Körper des Republikaners Jon Husted. Der US-Präsident habe laut eigenen Angaben kürzlich erfahren, dass Husted ehemals Football-Spieler gewesen ist. „Bei Männern mache ich das nicht so oft, aber ich fing an, seinen Körper zu begutachten, weil ich nicht wusste, dass er ein großartiger Sportler war“, zitiert die Nachrichtenseite The Daily Beast Trump.
Er habe den Blick „von oben nach unten schweifen“ lassen, dabei auch auf „seinen Arsch“ geschaut. Auch die Hände habe Trump sich angeschaut. „Er hat so etwas wie Krallen“, meint der US‑Präsident. „Da wurde mir klar: Du bist ein großartiger Sportler.“ (Quellen: The Daily Beast, ESPN, Complex) (lismah)