Manchmal schläft er hier sogar – Handwerker hat sich besondere Werkstatt gebaut
StartseiteWeltStand: 27.09.2026, 07:31 UhrKommentareUns auf Google folgenÜber 300 Stunden Arbeit hat Jan Rösler in die Werkzeugwand gesteckt. © DP-PicturesJan Rösler aus Hohenpeißenberg hat mit viel Liebe zum D...
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Stand: 27.09.2026, 07:31 Uhr
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Jan Rösler aus Hohenpeißenberg hat mit viel Liebe zum Detail seine Werkstatt gebaut und eingerichtet. Seine Freunde sagen, sie fühle sich eher wie ein Wohnzimmer an.
Hohenpeißenberg – Das Handwerken hat Jan Rösler quasi im Blut. „Ich hab‘ immer schon gebastelt und gewerkelt – schon mit meinem Papa“, erzählt der Hohenpeißenberger. Deswegen war es nur konsequent, dass er nach der Schule eine Schreinerlehre machte. Inzwischen arbeitet er nicht mehr in diesem Beruf, doch hobbymäßig ist er seiner ursprünglichen Profession treu geblieben: Als er sich mit seiner Familie in Hohenpeißenberg niederließ, war klar, dass sich zu dem Haus an der Füssener Straße noch eine Werkstatt gesellen muss, in der er seinem Hobby nachgehen kann.

Eigentlich bot das Grundstück ideale Voraussetzungen, denn es stand bereits ein kleines Häuschen darauf, das als Werkstatt genutzt wurde. Diese weiter zu nutzen, kam für Rösler nicht in Frage: „In der alten Werkstatt hätte ich nicht richtig arbeiten können“, sagt er. Zudem hatte er konkrete Vorstellungen davon, wie sein Reich aussehen sollte: „Ich wollte etwas anderes.“ Er habe nur die Grundmauern stehen lassen und den Rest abgerissen. Dann begann Jan Rösler damit, sich ein Refugium zu schaffen, das von außen ein eher unscheinbares Häuschen ist, innen aber an eine Filmkulisse oder ein Museum erinnert.
Erinnert an Filmkulisse
Weil er Backstein-Optik so schön findet, sei klar gewesen, dass die Wände seiner Werkstatt Backstein-Wände sein müssen. Und bei Jan Rösler muss alles seinen Platz haben. Deswegen hat er sich unter anderem eine Werkzeugwand gebaut, die eher Kunstwerk, als Aufbewahrungsplatz ist, bei der wirklich alles passt. Er hat Mahagoniholz verwendet, alles ist magnetisch, sodass die Werkzeuge ohne eigene Befestigung halten. Hier sind Hobel, Feilen, Winkel und weitere Holzbearbeitungs-Werkzeuge in Reih und Glied angeordnet.
Insgesamt, so schätzt Rösler, hat er über 300 Stunden Arbeit in diese Werkzeugwand gesteckt. „Ich lege Wert aufs Detail“, sagt der Hohenpeißenberger. Dass dem so ist, wird auch an anderen Stellen in seiner Werkstatt deutlich: Zum Beispiel beim Blick in die großen Schubladen, in denen Rösler Schrauben, Dübel, Nägel, Unterlagsscheiben und allen möglichen anderen Kleinkram aufbewahrt. Auch hier herrscht Ordnung. Alles ist nach Größe und Art geordnet.
Alles nach Art und Größe geordnet
Dabei kommt es dem Hohenpeißenberger nicht nur auf die Funktionalität an: Er habe ein „bissl amerikanisches Flair“ in seine Werkstatt bringen wollen und: „Ich möchte eine gute Atmosphäre haben“, sagt er. Die besondere Stimmung im Raum haben auch die Freunde und die Familie wahrgenommen. „Sie meinten, das ist eher wie ein Wohnzimmer hier“, sagt Rösler, der sich selbst auch gerne dort aufhält. „Es macht mir Spaß. Ich bin manchmal bis 2.30 Uhr hier in der Werkstatt.“ Für die Fälle, in denen es ganz spät wird, hat sich Jan Rösler einen Schlafplatz dort geschaffen. Das kleine Häuschen ist eben viel mehr, als bloß eine Werkstatt.