Marktrat Au beschließt Wiederholung des Sommerfestes – beim Standort gingen die Meinungen aber auseinander

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Marktrat Au beschließt Wiederholung des Sommerfestes – beim Standort gingen die Meinungen aber auseinander

Stand: 29.09.2026, 08:00 Uhr

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Hopfenprinzessin Anna Kappelmeier (l.) sowie Claudia Neumeier als Kandidatin des Siegelbezirks Au bei der Hopfenkönig-Wahl 2026 durften die Auer Marktkapelle dirigieren.

Musikalische Unterhaltung für die zahlreichen Gäste: Hopfenprinzessin Anna Kappelmeier (l.) sowie Claudia Neumeier als Kandidatin des Siegelbezirks Au bei der Hopfenköniginnen-Wahl 2026 durften die Auer Marktkapelle beim Sommerfest dirigieren. © hel

Das Sommerfest in Au lockte 700 Gäste an und soll 2027 wiederholt werden. Das Budget könnte dafür deutlich steigen. Diskussionen gab es um den Ort.

Au/Hallertau – Das Sommerfest in Au im Juli war ein voller Erfolg: Bei bestem Wetter drängten sich rund 700 Gäste auf den Bierbänken vor der Hopfenlandhalle. Nun brachten zwei Räte bei der jüngsten Marktratssitzung den Antrag ein, das Sommerfest auch im kommenden Jahr abzuhalten, allerdings mit einem deutlich höheren Budget. Uneinig waren sich die Gremiumsmitglieder aber darüber, wo dieses Sommer- oder Marktfest eigentlich hingehört.

„Das Fest wurde innerhalb sehr kurzer Zeit sehr zackig vom Arbeitskreis Kultur mit der Unterstützung der Vereine und dem Bauhof auf die Beine gestellt – und es wurde zu einem vollen Erfolg“, resümierte Kulturreferent Martin Gantner (GfAu). Da rund 700 Gäste aus Nah und Fern das Sommerfest besuchten, brachte er zusammen mit Andreas Römer (GfAu) den Antrag ein, auch im kommenden Jahr dazu einzuladen. Allerdings, so Gantner, seien die dafür angedachten finanziellen Mittel in Höhe von 4600 Euro relativ knapp bemessen gewesen. Vor allem, weil das Fest möglicherweise 2027 größer ausfallen könnte.

„6000 bis 8000 Euro wären da eher ein Thema“, so sein Vorschlag in Richtung Bürgermeister Holger Nick (GfAu). Was Gantner auch anmerkte: Die ausgesuchte Örtlichkeit für die Feier vor der Hopfenlandhalle sei perfekt, denn sie gebe den Veranstaltern die Sicherheit, bei schlechtem Wetter in die Halle umziehen zu können. Hier allerdings hob Beatrix Sebald (FWG) ihre Hand und meinte: „Das ist alles aller Ehren wert, aber wenn die Marktgemeinde Au ein Fest durchführt, dann sollte es meiner Meinung nach auch in der Marktmitte stattfinden. So etwas gehört einfach in den Ort.“ Auch Martin Linseisen (CSU) hatte noch Fragen – und kritische Anmerkungen.

„Bei den 4600 Euro sind ja noch nicht alle Kosten drin, etwa die vom Bauhof. Da werden auch 6000 Euro nicht langen“, rechnete Linseisen vor. Er wollte zudem wissen, ob das in Zeiten von knappen Haushaltskassen überhaupt die Aufgabe einer Gemeinde sei, ein solches Fest auszurichten – oder ob das nicht auch von Vereinen geschultert werden könnte. Was er zudem als „schade“ empfand: „Da waren wenig Auer da, aber viele von auswärts.“ Gantner ging bei der Idee in punkto Vereinsbeteiligung mit, denn das langfristige Ziel sei ja sowieso, es von Vereinen, ähnlich wie das Rudelzhausener Volksfest, tragen zu lassen.

Nun war aber noch zu klären, wo das Sommerfest 2027 stattfinden soll – vor der Hopfenlandhalle oder doch vor dem Rathaus. Nick bat zur Abstimmung, bei der sich 15 Markträte für den Vorplatz der Halle entschieden und nur fünf für die Marktmitte. Bei der Frage, ob das Fest überhaupt wiederholt werden sollte, waren sich alle einig.