Ab heute: Keine Züge zwischen Hannover und Berlin – auch NRW betroffen
wa.deNRWMehr als ein Jahr lang: Wichtige Bahnstrecke von NRW aus gesperrt, langer UmwegStand: 02.10.2026, 08:16 UhrKommentareUns auf Google folgenGroße Belastung für Pendler und Reisende: Die Bahnstrecke zwisch...
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Mehr als ein Jahr lang: Wichtige Bahnstrecke von NRW aus gesperrt, langer Umweg
Stand: 02.10.2026, 08:16 Uhr
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Große Belastung für Pendler und Reisende: Die Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin ist mehr als ein Jahr lang gesperrt. Das hat auch Auswirkungen auf NRW.
Berlin – Zwischen Hannover und Berlin fahren ab Freitag, 2. Oktober, keine Züge mehr. Korridorsanierung nennt die Bahn die Bauarbeiten auf der mit 221 Kilometern zweitlängsten Strecke zwischen Lehrte bei Hannover und der Hauptstadt. Mehr als 400 Züge des Nah- und Fernverkehrs fahren hier täglich. Auch Reisende aus NRW sind von der Sperrung betroffen.

Die verschiedenen Phasen der Bauarbeiten dauern insgesamt bis Dezember 2027 an, wie es in der Projektbeschreibung der Deutschen Bahn heißt. 260 Kilometer Gleise würden erneuert sowie 13 Kilometer Lärmschutzwände und 25 Bahnhöfe saniert. Auch wenn zwischendurch ein Teil der Strecke eingleisig befahrbar sei, werden Fernverkehrszüge für die komplette Zeit umgeleitet, heißt es.
Streckensperrung zwischen Hannover und Berlin: Auch Bahnfahrende aus NRW betroffen
Alternativverbindungen und Ersatzbusse sollen Reisende und Pendler im Nahverkehr an ihr Ziel bringen. Für Fernreisende aus NRW nach Berlin oder in die andere Richtung bedeutet die Bauphase eine große Belastung. Die Fernzüge fahren laut Bahn abwechselnd über Braunschweig und Magdeburg. „Die Fahrzeit zwischen Hannover und Berlin verlängert sich um 60 bis 80 Minuten“, teilt die Bahn mit. Das betrifft auch Reisende aus NRW, für die die Strecke regulär über Hannover führt.
Vier Zugpaare am Tag nutzen die Strecke für den Weg zwischen Berlin und Amsterdam. Diese werden in der Bauzeit über Hamburg umgeleitet. Das führe zu einer 70 Minuten längeren Fahrtzeit. Aus Berlin kommend in Richtung Hannover können die Züge zwischen Dezember 2026 und Oktober 2027 über die reguläre Strecke via Wolfsburg fahren, teilt die Bahn mit. In die andere Richtung bleibt es jedoch bei der Umleitung.
Ausweichstrecke selbst noch nicht saniert
Nahverkehrszüge würden wo möglich durch alternative Bahnverbindungen ersetzt. Wo dies nicht möglich sei, würde auf Ersatzverkehr mit Bussen zurückgegriffen. „Eigentlich sollten die Fernzüge ab dem Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres über die parallel zur Sanierungsstrecke verlaufenden Lehrter Stammbahn fahren“, schreibt die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Weil die Elektrifizierung dieser Strecke aber „deutlich länger als geplant“ dauere, werden die Arbeiten hier erst im Dezember 2027 abgeschlossen sein.
Reisende und Pendler in NRW mussten in 2026 schon einige Streckensperrungen und Bauarbeiten in Kauf nehmen.