Mehr als zwölf Jahre: Diese drei Sünden klauen demenzfreie Lebenszeit

KI-Stimme. InfoWer im mittleren Lebensalter auf gesunde Gefäße achtet, kann viele Jahre länger ohne Demenz leben. Das zeigt die Auswertung einer US-amerikanischen Langzeitstudie, wie die Deutsche Gesellschaft f...

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Mehr als zwölf Jahre: Diese drei Sünden klauen demenzfreie Lebenszeit

KI-Stimme. Info

Wer im mittleren Lebensalter auf gesunde Gefäße achtet, kann viele Jahre länger ohne Demenz leben. Das zeigt die Auswertung einer US-amerikanischen Langzeitstudie, wie die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) mitteilt. Menschen ohne die drei Risikofaktoren Bluthochdruck, Diabetes und Rauchen bleiben demnach im Schnitt rund 12,6 Jahre länger demenzfrei als Menschen, bei denen alle drei Faktoren gleichzeitig vorliegen.

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Für die kürzlich in der Fachzeitschrift „Neurologie“ veröffentlichte Studie werteten Forscherinnen und Forscher Daten von 12.400 Frauen und Männern aus, die zu Beginn der Untersuchung etwa 55 Jahre alt und noch nicht an Demenz erkrankt waren. Über einen Beobachtungszeitraum von im Schnitt 26,3 Jahren entwickelten 3008 Teilnehmende eine Demenz. Die Wissenschaftler prüften, wie sich Bluthochdruck, Diabetes und Rauchen einzeln und in Kombination auf das Demenzrisiko auswirken.

Neue US-Studie: Risikofaktoren verkürzen demenzfreie Lebensjahre deutlich

Die Ergebnisse sind eindeutig: Wer frei von allen drei Risikofaktoren war, konnte zwischen dem 55. und 95. Lebensjahr im Mittel mit 30,1 demenzfreien Jahren rechnen. Lag ein Risikofaktor vor, sank dieser Wert auf 26,3 Jahre, bei zwei Faktoren auf 21,0 Jahre und bei allen drei Faktoren zusammen auf nur noch 17,5 Jahre.

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Die Untersuchung bestätigt zudem frühere Erkenntnisse: Die Grundlage für ein gesundes Gehirn im Alter wird bereits lange vor den ersten Gedächtnisproblemen gelegt. Schon 2025 hatte dieselbe Forschungsgruppe gezeigt, dass ein erheblicher Teil aller Demenzerkrankungen auf beeinflussbare Gefäßrisikofaktoren zurückgeht. Die neue Studie liefert dazu eine anschauliche Ergänzung: Sie beziffert nicht nur das Erkrankungsrisiko, sondern zeigt konkret, wie viele gesunde Lebensjahre auf dem Spiel stehen.

Frühe Prävention verlängert die gesunde Lebenszeit trotz Demenzrisiko

Die Studienautoren betonen jedoch: Vorbeugung senkt nicht zwangsläufig das grundsätzliche Erkrankungsrisiko, sondern verschafft vor allem mehr gesunde Lebensjahre. Menschen mit besonders guten Gefäßwerten leben im Schnitt länger und erreichen dadurch häufiger ein sehr hohes Alter – wodurch ihr statistisches Lebenszeitrisiko für Demenz sogar steigen kann. Entscheidend sei daher nicht allein, ob eine Demenz auftritt, sondern wann – und wie viele Jahre zuvor ein Leben ohne kognitive Einschränkungen möglich ist.

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„Angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung einer frühzeitigen Prävention“, so Prof. Dr. Peter Berlit, Generalsekretär der DGN. Er unterstreicht die Bedeutung der konkreten Zahl der möglichen demenzfreien Jahre. Zudem rät Berlit zum Verzicht aufs Rauchen und dazu, den „Wohlstandskrankheiten“ Diabetes und Bluthochdruck durch einen gesunden Lebensstil vorzubeugen – mit ausreichend Bewegung sowie einer frischen, pflanzenbetonten Ernährung mit wenig Zucker und möglichst wenig stark verarbeiteten Lebensmitteln.