Formel 1: Mercedes nach Sommerpause gewarnt

Die Formel 1 kehrt am Wochenende mit dem Großen Preis der Niederlande aus der vierwöchigen Sommerpause zurück. Die Schlagzeilen vor dem vorerst letzten Grand Prix in Zandvoort dominierte Max Verstappen mit seiner Vertragsverlängerung bei Red Bull. Mercedes mit dem WM-Führenden Kimi Antonelli zeigt sich unterdessen vor der Konkurrenz in der zweiten Saisonhälfte gewarnt.

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Formel 1: Mercedes nach Sommerpause gewarnt

Formel 1

Die Formel 1 kehrt am Wochenende mit dem Großen Preis der Niederlande aus der vierwöchigen Sommerpause zurück. Die Schlagzeilen vor dem vorerst letzten Grand Prix in Zandvoort dominierte Max Verstappen mit seiner Vertragsverlängerung bei Red Bull. Mercedes mit dem WM-Führenden Kimi Antonelli zeigt sich unterdessen vor der Konkurrenz in der zweiten Saisonhälfte gewarnt.

Online seit gestern, 23.05 Uhr

Antonelli hat 50 Punkte Vorsprung auf seinen Ferrari-Verfolger Lewis Hamilton. Allerdings hat auch sein Mercedes-Teamkollege George Russell bei 59 Zählern Rückstand noch nicht aufgegeben. In Ungarn siegte zuletzt Titelverteidiger Lando Norris im McLaren vor Verstappen. Die jüngsten fünf Grands Prix haben fünf unterschiedliche Sieger gebracht – dabei hatte zu Saisonstart noch Mercedes dominiert.

„Wir haben Punkte liegen lassen, während unsere Konkurrenten ihren Performance-Rückstand verringert haben“, warnte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. „Wir wissen, dass die zweite Jahreshälfte uns mehr abverlangen wird als die erste.“ Die Streckencharakteristik in den Dünen in der Nähe von Amsterdam könnte laut Expertenmeinung wie in Ungarn McLaren bevorzugen. „Die Strecke ist schwer zu meistern“, sagte Wolff.

Verstappens vorerst letztes Heimspiel

Seit der Rückkehr des Rennens 2021 hat in Zandvoort noch kein Mercedes-Pilot gewonnen. Nach Sonntag (Rennstart 15.00 Uhr, live in ServusTV) gibt es so schnell auch keine weitere Chance, der Grand Prix an der niederländischen Atlantikküste fällt kommende Saison wieder aus dem Kalender. Bisher gab es dort oft die große Verstappen-Show.

Max Verstappen mit Pokal, 2023
2023 jubelte Verstappen zuletzt in Zandvoort

Der Lokalmatador gewann 2021, 2022 und 2023, in den beiden vergangenen Jahren landete er jeweils hinter einem McLaren auf Rang zwei. Nach Norris 2024 gewann im Vorjahr dessen Teamkollege Oscar Piastri. „Ich habe so viele schöne Erinnerungen hier in Zandvoort, und es war ein Privileg und einer meiner vielen Höhepunkte, in den letzten Jahren vor meinem Heimpublikum fahren zu dürfen“, sagte Verstappen, der nun bis 2030 an Red Bull gebunden ist.

„Ich will es einfach mit den Fans genießen.“ An seiner Seite wird in Zandvoort Liam Lawson fahren. Der 24-jährige Neuseeländer wurde wegen einer Handgelenksverletzung bei Isack Hadjar kurzerhand vom Zweitteam zum Verstappen-Teamkollegen befördert. Bei den Racing Bulls gibt daher Ex-Stammfahrer Yuki Tsunoda ein Comeback.

Hamiltons Hoffnungen

Die WM machen andere unter sich aus. Hoffnungen macht sich etwa Hamilton – genährt von mehreren Updates am Auto, die Ferrari noch in der Pipeline hat. Der Brite scheint nach einem verkorksten ersten Jahr bei den Italienern aufzublühen: „Wir machen in dieser Saison bisher einen unglaublichen Job.“ Die Urlaubszeit genoss der 41-Jährige, dessen Abgang Mercedes mit Teenager Antonelli kompensiert hat, im Sommer mit seiner neuen Liebe Kim Kardashian.

Mit einem achten WM-Titel würde Hamilton zum alleinigen Rekordhalter aufsteigen und Michael Schumacher übertrumpfen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Zwölf Grands Prix stehen noch im aktuellen Kalender. Ob zum Saisonende in Katar und Abu Dhabi wegen des Iran-Krieges tatsächlich gefahren wird, ist weiterhin offen.

In Zandvoort ist am Samstag (12.00 Uhr) vor dem Qualifying (16.00 Uhr) auch das fünfte von sechs Sprintrennen der Saison angesetzt – eine Spezialdisziplin von Verstappen. In der WM spielt der Vierfachweltmeister mit 110 Punkten Rückstand auf Antonelli als Sechster aber wohl keine Rolle mehr.