Midterms in den USA: Alle aktuellen und wichtigen Umfragen zu den Kongresswahlen
StartseitePolitikStand: 23.09.2026, 14:25 UhrKommentareUns auf Google folgenFür Donald Trump werden die Midterms im November zum Stimmungstest. Wird er zur lahmen Ente? Hier finden Sie alle relevanten Umfragen....
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Stand: 23.09.2026, 14:25 Uhr
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Für Donald Trump werden die Midterms im November zum Stimmungstest. Wird er zur lahmen Ente? Hier finden Sie alle relevanten Umfragen.
Washington, DC – Donald Trump steht gar nicht auf dem Wahlzettel. Dennoch entscheiden die Midterms am 3. November auch über die politische Zukunft des US‑Präsidenten. Das hängt von den Ergebnissen im US-Repräsentantenhaus und im US-Senat ab. Sollten die Demokraten nach den Zwischenwahlen zumindest in einer Kammer des Parlaments die Mehrheit übernehmen, würde Trump für den Rest seiner Amtszeit zur lahmen Ente werden. Hier finden Sie alle wichtigen Umfragen im Überblick.

Bei den Midterms wird etwas mehr als ein Drittel der Sitze im US-Senat neu vergeben sowie das gesamte US-Repräsentantenhaus neu gewählt. Üblich ist, dass die Partei des Präsidenten bei den Zwischenwahlen Sitze verliert. Entscheidend für die Republikaner ist aber, ob sie auch ihre Mehrheiten im US-Kongress einbüßen.
Umfragen vor den Midterms 2026: Wer gewinnt das US-Repräsentantenhaus?
Im US-Repräsentantenhaus stehen alle 435 Bezirke zur Wahl. Bemerkenswert ist, dass zahlreiche Abgeordnete in diesem Jahr nicht mehr antreten werden. Das trifft auch auf die frühere Sprecherin Nancy Pelosi zu, die seit 1987 für die Demokraten im US-Repräsentantenhaus sitzt. Die 86-Jährige tritt nach den Midterms ihren Ruhestand an. Und wenn man den Umfragen glauben darf, könnte es zu ihrem Abschied noch ein Geschenk geben. Das zeigen auch die Werte der Umfragen, die die Datenseite „270towin“ in ihrem „Consensus Forecast“ zu folgendem Ergebnis zusammenfasst:
- Demokraten: 214 Sitze
- Republikaner: 201 Sitze
Das heißt: In 20 Bundesstaaten ist das Rennen demnach noch weitgehend offen. Doch in fast allen Fällen sind die Demokraten mehr oder weniger deutlich favorisiert. Aufgrund dieser Umfragetrends gibt die Seite „Race to the WH“ folgende Gewinnwahrscheinlichkeiten für das US-Repräsentantenhaus an:
- Demokraten: 83,6 % (prognostizierte Sitze: 232)
- Republikaner: 16,4 % (prognostizierte Sitze: 203)
Umfragen vor den Midterms 2026: Wer gewinnt den US-Senat?
Die Ausgangslage im US-Senat ist für Demokraten deutlich schwieriger. Aktuell verfügen die Republikaner dort über eine Mehrheit von 53 zu 47 Sitzen. Insgesamt stehen bei den Midterms 35 der 100 Sitze zur Wahl. Die Demokraten müssen also vier Sitze hinzugewinnen, um die Mehrheit im US-Senat zu erlangen. Auch hier treten überdurchschnittlich viele Senatorinnen und Senatoren nicht mehr an, darunter auch der früher besonders einflussreiche Republikaner Mitch McConnell. In den Umfragen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Parteien ab. Der „Consensus Forecast“ von „270towin“ sieht hier so aus:
- Demokraten: 47 Sitze
- Republikaner: 47 Sitze
In sechs Bundesstaaten sind die Rennen nach den Umfragen also noch offen. Dennoch sei auch hier noch auf die Prognose von „Race to the WH“ verwiesen. Die Wahrscheinlichkeit, bei den Midterms die Mehrheit im US-Senat zu gewinnen, sieht hier ebenfalls die Demokraten im Vorteil:
- Demokraten: 68,9 % (prognostizierte Sitze: 52)
- Republikaner: 31,1 % (prognostizierte Sitze: 48)
Midterms-Umfragen zum US-Senat: Wackelt die republikanische Hochburg Texas?
Wie sehr die Dinge für die Republikaner ins Rutschen geraten, zeigt im besonderen Maße der Bundesstaat Texas. Was früher Hochburg der Republikaner war, scheint nun zu einem Schlüsselrennen um die Kontrolle im US-Senat zu werden. Dort gilt der 37-jährige James Talarico als neuer Hoffnungsträger der Demokraten. Sein Gegner bei den Midterms ist der skandalumwitterte Trump‑Verbündete Ken Paxton. Sollte Talarico das Rennen machen, wäre es ein historischer Erfolg: Einen demokratischen Senator aus Texas gab es seit über drei Jahrzehnten nicht. In den Umfragen liegt Talarico tatsächlich knapp vorn, wie den Zahlen des Datenjournalisten G. Elliot Morris auf seiner Seite „Fiftyplusone“ zu entnhemen ist:
| James Talarico (D) | 47,9 % |
| Ken Paxton (R) | 44,4 % |
Midterms-Umfragen zum US-Senat: Maine könnte über Sieg und Niederlage werden
Auch Maine könnte zum Zünglein an der Waage werden. Dort ging es im Vorfeld der Zwischenwahlen bei den Demokraten drunter und drüber: Graham Platner lag in den Umfragen gut im Rennen, zog seine Kandidatur aber nach Vergewaltigungsvorwürfen zurück. An seine Stelle rückte Troy Jackson. Der frühere Präsident des Senats von Maine tritt nun gegen die republikanische Amtsinhaberin Susan Collins an. Im Gegensatz zu dem Quereinsteiger Platner ist Jackson seit Jahrzehnten in Maine politisch aktiv. In den Umfragen liegt Jackson laut „Fiftyplusone“ knapp vorn:
| Troy Jackson (D) | 48,0 % |
| Susan Collins (R) | 44,8 % |
Midterms-Umfragen zum US-Senat: Zahlen zu allen Schlüsselstaaten
Auch andere Rennen könnten für den Ausgang der Wahlen entscheidend werden. So gelten außer Texas und Maine auch Alaska, Iowa, Michigan, Minnesota, New Hampshire und Ohio als umkämpft. Die Durchschnittswerte der entsprechenden Umfragen können der unten stehenden Tabelle entnommen werden. Laut den Daten von „Fiftyplusone“ liegen die Demokraten auch hier überall vorn. Angesichts der Fehlertoleranz ist aber nicht gesagt, dass sie tatsächlich gewinnen werden:
| Alaska | Peltola (D) +3 |
| Iowa | Turek (D) +1 |
| Michigan | El-Sayed (D) +3 |
| Minnesota | Flanagan (D) +3 |
| New Hampshire | Pappas (D) +2 |
| Ohio | Brown (D) +6 |
Gelingt es den Demokraten, die Mehrheit auch nur in einer der Kammern zu erobern, können sie Gesetzesvorhaben der Trump-Regierung blockieren und sie mit Ermittlungen in Ausschüssen unter die Lupe nehmen. Außer den Kongresswahlen werden Anfang November zudem Gouverneurs- und weitere Wahlen auf Ebene der Bundesstaaten abgehalten. (Quellen: Fiftyplusone, Race to the WH, 270towin, dpa) (cs)