Auktion zu Mobilfunkfrequenzen: Kritik von Swisscom, Sunrise und Salt

Milliarden-Auktion Swisscom, Sunrise und Salt gegen den Bund Der Bund vergibt einen grossen Teil der Mobilfunkfrequenzen neu. Für den Bund ist es ein lukrati...

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Auktion zu Mobilfunkfrequenzen: Kritik von Swisscom, Sunrise und Salt

Milliarden-Auktion Swisscom, Sunrise und Salt gegen den Bund

Der Bund vergibt einen grossen Teil der Mobilfunkfrequenzen neu. Für den Bund ist es ein lukratives Geschäft. Es geht um rund eine Milliarde Franken. Bei den Telekomunternehmen kommt das nicht gut an, nicht nur wegen den hohen Preisen.

01.09.2026, 20:40

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Unterwegs telefonieren, Zeitung lesen oder eine Serie streamen: Das funktioniert nur mit den Mobilfunkfrequenzen, die das Smartphone mit der nächsten Antenne verbinden. Ein grosser Teil, genauer gesagt 60 Prozent, dieser Mobilfunkfrequenzen werden demnächst neu vergeben.

Zwei Personen klettern einen hohen Funkmast auf einem Gebäude hinauf, mit Hügeln und einer Stadt im Hintergrund.
Legende:

Unterwegs telefonieren, chatten oder gamen: Das funktioniert nur mit den Mobilfunkfrequenzen, die Daten zwischen dem Smartphone und der nächsten Antenne transportieren.

SRF

Aus Sicht der Eidgenössischen Kommunikationskommission ComCom ist das nötig. Sie hat den Medien in Bern heute die Details der neuen Vergabe vorgestellt. Eine neue Auktion ermögliche einem möglichen weiteren Anbieter in den Schweizer Markt zu kommen, erklärt ComCom-Präsident Martin Bürki.

Kritik aus der Branche

Der Telekombranche wäre allerdings lieber gewesen, wenn alles beim Alten bleiben würde. Der Swisscom-Mediensprecher Armin Schädeli verweist auf die hervorragende Mobilfunkversorgung in der Schweiz. Diese habe auch mit der bisherigen Verteilung der Frequenzen zu tun. «Wir haben uns deshalb eine Verlängerung der Konzessionen gewünscht, auch weil der Ausgang einer Auktion weniger gut vorhersehbar ist», so Schädeli.

Was sich für die Kundinnen und Kunden ändert

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Für die Kundinnen und Kunden der Netzbetreiber dürften die Folgen der Neuvergabe der Mobilfunkfrequenzen überschaubar bleiben. Es ist nicht damit zu rechnen, dass ein neuer Anbieter in den Markt eintritt. Zu hoch wären die Investitionen in den Kauf der Mobilfunkfrequenzen und den Aufbau eines neuen Netzes. Auch bei den Preisen dürfte es deswegen kaum Veränderungen geben.

Ein weiterer Kritikpunkt der Telekombranche betrifft die Startpreise der Auktion. Diese sind teilweise deutlich höher als beim letzten Mal vor 15 Jahren. Laut Sunrise-Mediensprecher Rolf Ziebold treibe das die Preise der Frequenzen künstlich in die Höhe. «Das ist letztendlich Geld, das die Anbieter nicht in ihre Netze, in Innovationen und Produkte investieren können. Und damit ist es eine verpasste Chance, die Auktion zugunsten der Bevölkerung und Wirtschaft so durchzuführen, dass sie den maximalen Nutzen hätte.» Insgesamt nimmt der Bund mit der Auktion wahrscheinlich rund eine Milliarde Franken ein.

Angepasste Preise wegen begehrten Mobilfunkfrequenzen

Der Präsident der Eidgenössischen Kommunikationskommission rechtfertigt sich. Möglichst viel Geld reinzuholen, sei definitiv nicht das Ziel, so Bürki. Man habe die Preise aber angepasst, weil bestimmte Mobilfunkfrequenzen sehr begehrt seien.

Welcher Anbieter welche Frequenzen erhält, entscheidet der Bund nächstes Jahr. Für die Kundinnen und Kunden dürften die Folgen überschaubar bleiben. In den letzten Jahren gab es nach Auktionen von Mobilfunkfrequenzen auf alle Fälle keine Abopreis-Erhöhungen.

Tagesschau, 1.9.2026, 19:30 Uhr