Mitten im Ergebnistief: TSV Wetschen auch gegen den SV Ramlingen-Ehlershausen ohne Sieg – 1:3
StartseiteSportLokalsportKreis DiepholzStand: 03.10.2026, 21:20 UhrKommentareUns auf Google folgenEnttäuscht: Cemet Ac und sein TSV Wetschen warten weiter auf den vierten Saisonsieg. © R. PeterFünf Spiele ohne ...
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Stand: 03.10.2026, 21:20 Uhr
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Fünf Spiele ohne Sieg. Der TSV Wetschen erlebt harte Wochen in der Fußball-Landesliga. Auch am Samstag gab es keinen „Dreier“. Der Spielbericht.
Wetschen – Die sieben Fans des SV Ramlingen-Ehlershausen stimmten gerade die „Humba“ an, der ihre Mannschaft vorbildlich folgte. Zwei bengalische Fackeln waren da im Gästebereich schon abgebrannt. Was man eben so macht nach einem 3:1 (1:0)-Auswärtssieg. Dabei zusehen musste der TSV Wetschen, der nur zu gern selbst in der Rolle der Feierbiester gewesen wäre. Doch am Samstagnachmittag blieb der Fußball-Landesligist einmal mehr ohne „Dreier“ – zum fünften Mal in Folge. Der Oberliga-Absteiger wartet sehnlichst auf sein nächstes Erfolgserlebnis.
„Es ist eine Phase, die völlig ungewohnt ist für den Verein, weil es die letzten Jahre eigentlich immer nur in eine Richtung ging“, sagte TSV-Coach Andre Klanke nach dem Spiel. „Jetzt ist es zum ersten Mal seit Jahren so, dass wir diese Negativerlebnisse haben und uns von Spiel zu Spiel extrem viel erarbeiten müssen.“ Klanke betonte auch: „Gemeinsam kommen wir da wieder raus.“
Gegen den Tabellenvierten bestätigten sich die Zahlen. Mit nur acht Gegentoren stellte Ramlingen-Ehlershausen vor dem Anpfiff die beste Defensive der Liga. Und die Gäste machten ihrem Ruf alle Ehre. Sie standen kompakt und verteidigten konzentriert. So entwickelte sich ein highlightarmes Spiel. Nach einem frühen Abschluss des RSE, der abgefälscht links vorbeisauste (2.), sorgte erst ein Treffer von Moritz Raskopp (18.) wieder für Gefahr. Doch das Tor des Wetschers zählte aufgrund eines vorherigen Foulspiels nicht.
Wenig später war es dann ein Standard, der dem TSV um die Ohren flog. Bei einer flachen Eckballvariante löste sich Maximilian König von seinem Gegenspieler und traf völlig blank aus neun Metern zentraler Position in den Winkel – 1:0 (21.). „Das war der Dosenöffner für Ramlingen“, konstatierte Klanke. „Ich fand, dass wir extrem schwer ins Spiel kamen, lange gebraucht haben, um wirklich Zugriff zu bekommen. Und dann ist es wie in den letzten Spielen, dass wir das Tor durch einen Standard bekommen, wo wir einfach nicht da sind.“

Spieler des Spiels
Maximilian König: Der Innenverteidiger ist ein Gesicht der sattelfesten Ramlinger Abwehr und traf darüber hinaus zum 1:0 für die Gäste.
Auch nach dem Seitenwechsel fand Wetschen nur schwer Lösungen. „Alle Jungs, die wir im Kader haben, sind herausragende Fußballer. Wir schaffen es momentan aber nicht, das als Mannschaft komplett auf den Platz zu bringen“, bemerkte Klanke.
Ramlingen war dagegen gnadenlos effektiv. Nach einem Ballverlust im Wetscher Spielaufbau war Utku Kani frei durch und behielt vor dem Tor die Ruhe – 2:0 (66.). Die Heimelf rannte anschließend an. Zwingend wurde es aber nur einmal: Als Moritz Raskopp von Nicolas Marten per Steckpass freigespielt wurde und frei vor dem Tor auftauchte, machte sich RSE-Schlussmann Colin Strähler erfolgreich breit (81.).
Zuvor hatte auch TSV-Keeper Tim Becker sein Team im Spiel gehalten und aus kurzer Distanz gegen Kani pariert (73.). In der Schlussphase war aber auch er geschlagen. Nach einem langen Ball in Richtung Strafraum verschätzte sich Becker, Tim-Jonas Schiewe bedankte sich und traf zum 3:0 (89.). Der eingewechselte Tamino Köhler sorgte mit seinem Kopfballtor nach einer Ecke immerhin noch für Ergebniskosmetik (90.+3).
„Die Stimmung ist nach wie vor gut“, sagte Coach Andre Klanke trotz der neuerlichen Enttäuschung und fügte hinzu: „Man merkt aber gerade, dass die Situation etwas macht mit der Mannschaft. Wir müssen uns da gemeinsam rausarbeiten.“
Stenogramm
TSV Wetschen - SV Ramlingen-Ehlershausen 1:3 (0:1) - Wetschen: Becker - Heyer (83. Fiedler), Kozin, Thiry, Lohaus (76. Gören) - Fehse, Greifenberg (69. Marten) - F. Raskopp, Ac, Behrami (65. Köhler) - M. Raskopp. Tore: 0:1 (21.) König, 0:2 (66.) Kani, 0:3 (89.) Schiewe, 1:3 (90.+3) Köhler. Schiedsrichter: Till Schierbaum (SV Friesen Lembruch).