Mokka: Jemenitische Regierungstruppen greifen Huthi-Milizen am Roten Meer an
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Die Huthis brachten in den vergangenen Tagen die Hafenstadt Mokka und die Küste des Jemen unter ihre Kontrolle. Regierungstruppen starten offenbar eine Gegenoffensive.
Quelle: DIE ZEIT, AFP,
jap
Aktualisiert am 12. September 2026, 13:55 Uhr
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9 KommentareTruppen der jemenitischen Regierung haben mit Unterstützung Saudi-Arabiens Kämpfer der proiranischen Huthi-Miliz in der strategisch wichtigen Stadt Mokka am Roten Meer angegriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur Saba berichtete unter Berufung auf einen Armeesprecher, dass nahe Mokka Kämpfer getötet und Fahrzeuge und Waffen zerstört worden seien. Man habe außerdem Huthi-Milizen und Fahrzeuge auf der Straße nach Dhubab weiter südlich angegriffen.
Die schiitischen Huthis hatten die Hafenstadt Mokka erst am Donnerstag eingenommen. Am Freitag erklärte ein Regierungsbeamter des Jemen, die Huthis kontrollierten nach einer einwöchigen Offensive die gesamte jemenitische Küste am Roten Meer. Die Miliz eroberte laut der jemenitischen Regierung zudem alle Inseln in der Meerenge Bab al-Mandeb und brachte die strategisch wichtige Wasserstraße am Freitag unter ihre Kontrolle.
Durch den Irankrieg wird das Rote Meer wichtiger für den Welthandel
Die Bundesregierung nannte den Vorstoß der Huthi-Kämpfer »besorgniserregend«. Die Miliz selbst erklärte, es gebe keinen Anlass zur Sorge um die Sicherheit der internationalen Schifffahrt.
Die Huthi-Miliz greift im Zuge des Irankriegs seit Juli saudi-arabische Tanker an. Die Einnahme der Inseln in der Meerenge Bab al-Mandeb – insbesondere der zentral in der Meerenge gelegenen Insel Majjun – erleichtert der Miliz diese Angriffe.
Bab al-Mandeb zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsstraßen der Welt, sie verbindet das Rote Meer mit dem Indischen Ozean. Besonders für den Export von saudi-arabischem Öl ist sie zentral. Seit der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus durch den Iran seit Beginn des Irankriegs hat Bab al-Mandeb zusätzlich an Bedeutung gewonnen.