Mondfinsternis: Fast-Blutmond über dem Saarland – dieses Himmelsspektakel gibt es am 28. August

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Mondfinsternis: Fast-Blutmond über dem Saarland – dieses Himmelsspektakel gibt es am 28. August

Mondfinsternis Fast-Blutmond über dem Saarland – dieses Himmelsspektakel gibt es am 28. August

Update · Am 28. August leuchtet der Mond im Saarland kupferrot, während rund 95 Prozent im Erdschatten liegen. Das Maximum ist um 6.11 Uhr – Beobachter müssen früh aufstehen.

24.08.2026 , 08:12 Uhr

 Bei einer Mondfinsternis schiebt sich der Mond nach und nach in den Erdschatten.

Bei einer Mondfinsternis schiebt sich der Mond nach und nach in den Erdschatten.

Foto: dpa/Boris Roessler

In der Nacht zum 28. August 2026 ist eine der tiefsten partiellen Mondfinsternisse des Jahrzehnts zu sehen – auch im Saarland. Ab 4:33 Uhr verfinstert sich der Mond zu fast 95 Prozent und leuchtet kupferrot. Wer das Spektakel nicht verpassen will, braucht einen freien Blick Richtung Westen.

Mondfinsternis im Saarland: Das passiert in der Nacht zum 28. August

Der Vollmond wandert in der Nacht zum 28. August tief in den Kernschatten der Erde. Die Mondfinsternis vom 28. August 2026 gehört zu den tiefsten partiellen Mondfinsternissen dieses Jahrzehnts. Mit einem Bedeckungsgrad von rund 94 bis 96 Prozent bleibt nur ein schmaler heller Rand des Mondes unbedeckt.

Die Mondfinsternis entsteht durch eine besondere Konstellation: Erde, Mond und Sonne stehen nahezu in einer Linie. Das Sonnenlicht, das an der Erdatmosphäre gebrochen wird, taucht den Mond in ein warmes Kupfer-Rot – ähnlich wie ein Sonnenuntergang, nur auf dem Mond.

Zeitplan: Ab wann ist die Mondfinsternis im Saarland sichtbar?

Im Saarland läuft das kosmische Schauspiel nach folgendem Zeitplan ab:

  • Ab 4.33 Uhr ist die Verdunkelung mit bloßem Auge klar erkennbar.
  • Gegen 6.11 Uhr erreicht die Finsternis ihr Maximum – der Mond steht dann tief über dem Westhorizont.
  • Der Monduntergang fällt je nach Standort zwischen 6.12 und 6.47 Uhr – wer das Maximum erleben will, muss früh aufstehen.
  • Ein Fernglas verstärkt die orange-roten Farbtöne deutlich.

Die besten Beobachtungsplätze im Saarland

Entscheidend ist eine freie Sicht Richtung Westen. Die Mondfinsternis ist im Saarland nur mit unverstelltem Westblick vollständig zu verfolgen – Häuser, Bäume oder Hügel können die Sicht schnell versperren.

Gute Beobachtungsplätze sind:

  • Erhöhte Lagen wie der Litermont bei Nalbach oder der Dollberg im Hochwald
  • Offene Felder und Wiesen am Rand von Ortschaften mit freiem Westblick
  • Ufer der Saar im Stadtgebiet Saarbrücken mit Blick flussaufwärts

Tipp: Den Beobachtungsplatz unbedingt vorab bei Tageslicht auskundschaften. Im Dunkeln kostet die Suche wertvolle Minuten.

Schutzbrille, Fernglas, Teleskop – was brauche ich wirklich?

Eine Schutzbrille ist bei einer Mondfinsternis nicht erforderlich. Anders als bei einer Sonnenfinsternis ist eine Mondfinsternis völlig gefahrlos mit dem bloßen Auge zu beobachten. Der Mond strahlt kein eigenes Licht aus, sondern reflektiert lediglich das Sonnenlicht – eine Schutzbrille würde die Sicht sogar verschlechtern.

Wer mehr Details der Mondoberfläche erkennen möchte, greift zu einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop. Damit werden die orange-roten Farbtöne des verfinsterten Mondbereichs besonders eindrucksvoll sichtbar.

Warum leuchtet der Mond bei einer Mondfinsternis rot?

Eine Mondfinsternis entsteht, wenn Erde, Sonne und Mond nahezu exakt in einer Linie stehen – in dieser Reihenfolge. Der Erdschatten fällt dann auf den Mond. Das geschieht nur bei Vollmond, jedoch nicht bei jedem: Die Mondbahn ist leicht gegenüber der Erdbahn geneigt, sodass der Mond meistens knapp am Erdschatten vorbeizieht.

Die typischen Orange- und Rottöne entstehen, weil das Sonnenlicht an der Erdatmosphäre gebrochen wird: Blaues Licht wird herausgefiltert, rotes Licht trifft auf die Mondoberfläche. Es ist quasi das gebündelte Licht aller Sonnenuntergänge und -aufgänge der Erde gleichzeitig – auf den Mond geworfen.

Astronomisches Ausnahmejahr 2026: Der August als Highlight

Die Mondfinsternis ist nicht das einzige Himmelsereignis dieses außergewöhnlichen Augusts. Nur gut zwei Wochen zuvor, am 12. August 2026, war eine totale Sonnenfinsternis zu beobachten. Rund um den 12. August erreichten auch die Perseiden ihren Höhepunkt – einer der aktivsten Sternschnuppenschauer des Jahres. Der August 2026 bietet Sternfreunden damit gleich drei außergewöhnliche Himmelsereignisse innerhalb weniger Wochen.

Mondfinsternis verpassen? Das sind die Alternativen

Das Wetter ist und bleibt der größte Unsicherheitsfaktor. Wer Pech hat, schaut in eine geschlossene Wolkendecke. Einen Online-Livestream der Mondfinsternis bietet timeanddate.de an – so lässt sich das Spektakel auch vom Sofa aus verfolgen.

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Das war der Supermond über dem Saarland

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Foto: Ruppenthal

Wer die Mondfinsternis verpasst, muss sich gedulden: Die nächste gut sichtbare partielle Mondfinsternis über Mitteleuropa ist erst deutlich später zu erleben. Eine totale Mondfinsternis steht sogar erst am 31. Dezember 2028 auf dem Programm.

Mondfinsternis fotografieren: Die besten Motive im Saarland

Für Fotografinnen und Fotografen bietet die Situation besondere Reize. Da die Mondfinsternis am 28. August kurz vor Monduntergang ihr Maximum erreicht, steht der Mond tief über dem Horizont und der Himmel im Osten wird bereits hell. Das ermöglicht eindrucksvolle Aufnahmen mit markanten Silhouetten aus dem Saarland: Saarbrücker Skyline, Industriekulisse oder ländliche Kirchturmspitzen liefern gemeinsam mit dem rot-orange leuchtenden Mond eine einzigartige Kulisse.

Wer früh aufsteht und einen guten Platz kennt, hat hier die Chance auf ein unvergessliches Foto.

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