Musical gegen Mobbing: 410 Schüler erleben ein Musical über Ausgrenzung und Mut – von der Polizei-Bigband
Musik, Schauspiel und Prävention: Die Polizei-Bigband des Saarlandes gastierte an der Robert-Bosch-Schule. Ihr Musical „Spring on Mars“ erzählt von einem Schüler, der wegen seiner Herkunft gemobbt wird – diese Idee steckt dahinter.
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Musical gegen Mobbing 410 Schüler erleben ein Musical über Ausgrenzung und Mut – von der Polizei-Bigband
Homburg · Musik, Schauspiel und Prävention: Die Polizei-Bigband des Saarlandes gastierte an der Robert-Bosch-Schule. Ihr Musical „Spring on Mars“ erzählt von einem Schüler, der wegen seiner Herkunft gemobbt wird – diese Idee steckt dahinter.
24.08.2026 , 19:00 Uhr
Die Bigband der Polizei des Saarlandes spielte in der Robert-Bosch-Schule ein Musical, in dem es um das Thema Mobbing geht.
Foto: Stephen Amann/Anne Preisinger
Schule kann manchmal ganz anders aussehen – dies zeigte sich vor einigen Tagen an der Homburger Robert-Bosch-Schule. Die Bigband der Polizei des Saarlandes war zu Gast und spielte vor rund 410 Schülerinnen und Schülern sowie dem gesamten Kollegium. Sie brachte nicht nur ihre schwungvolle Musik mit, sondern setzte auch ein Zeichen für Toleranz, Respekt und Gemeinschaftssinn.
Ein Musical über Ausgrenzung
Aufgeführt wurde ein Anti-Mobbing-Stück, speziell konzipiert für allgemeinbildende Schulen. Entwickelt wurde das Musical „Spring on Mars“ vom Musikpädagogen Ferdinand Roscher und dem Autor Marc Schwämmlein – eigens für die Bigband der Polizei, wie die Schule nun mitteilte. Bandleader Martin Sebastian Schmitt arrangierte und bearbeitete dafür Stücke aus unterschiedlichen Musikstilen wie Funk, Jazz, Swing und Latin, passend zu den im Stück vermittelten Gefühlen.
Schmitt berichtete auch über die Entstehung: Der Impuls für das Musical sei aus den Schulen des Landes gekommen. Der Polizei des Saarlandes sei es wichtig, einen Beitrag zur schulischen Prävention zu leisten und Schülerinnen und Schüler für das Thema Mobbing zu sensibilisieren, heißt es.
Wenn ein „Streich“ lebensgefährlich wird
Im Mittelpunkt des Stücks steht der Klon Bo, der auf dem Mars in einer Marskolonie lebt. Wegen seiner Herkunft wird er in der Schule ausgegrenzt und gemobbt. Ein vermeintlicher „Streich“ seiner Mitschüler bringt ihn in Lebensgefahr und ins Krankenhaus. Dort fasst Bo einen schweren Entschluss: Er will nicht mehr in die Schule zurückkehren und seine Situation verändern.
Von Jazz bis Latin in der Turnhalle
Bereits beim Betreten der großen Turnhalle war zu spüren, dass die Schülerinnen und Schüler gespannt waren. Auch die Lehrerinnen und Lehrer zeigten sich neugierig. Die Bigband, bekannt für ihr vielseitiges Repertoire von Pop bis Jazz, startete mit einer mitreißenden und energiegeladenen Performance.
Fragebogen als Grundlage für Prävention
Begleitet wurde der Auftritt des Orchesters durch das Mobbing-Interventionsteam der Schule. Vor dem eigentlichen Musical hatten die Schülerinnen und Schüler einen Fragebogen zu ihren Erfahrungen mit Mobbing in der Schule ausgefüllt. Die Aktion sollte das Thema stärker als in den vergangenen beiden Schuljahren in den Mittelpunkt rücken und zugleich eine Grundlage für weitere Präventionsarbeit schaffen.
Musik macht Folgen von Mobbing sichtbar
Die Zuschauer zeigten sich sichtlich beeindruckt von dem Musikstück, das Musik, Schauspiel und Erzählung miteinander verbindet. Das Musical soll verdeutlichen, welche gravierenden Folgen Mobbing haben kann – und dass Betroffene sich Hilfe suchen können, um sich dagegen zu wehren.
Schule will Erkenntnisse weiter nutzen
Es soll nicht bei dieser einen Aktion bleiben: Das Mobbing-Interventionsteam will die Erkenntnisse aus dem Fragebogen in weitere Projekte einfließen lassen. Auch die Richtlinien zum Umgang mit Mobbing sollen im Rahmen des schuleigenen Schutzkonzepts für Kinder und Jugendliche weiterentwickelt werden. Ziel sei es, langfristig zu einem respektvollen und wertschätzenden Schulklima beizutragen, teilte die Schule mit. (pn)