Musik und Gemeinschaft sind wichtig: Heaven@Eleven startet wieder
Der alternative Gottesdienst der Kirchengemeinde St. Veit findet ab Sonntag wieder statt. Statt Orgel spielen Gitarre und Keyboard – und es gibt eine strikte Regel für die Liedauswahl.
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Stand: 15.08.2026, 14:13 Uhr
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Der alternative Gottesdienst der Kirchengemeinde St. Veit findet ab Sonntag, 16. August, wieder statt. Statt Orgel spielen Gitarre und Keyboard – und es gibt eine strikte Regel für die Liedauswahl.
Barnstorf – Nach der Sommerpause startet der Heaven@Eleven der Kirchengemeinde St. Veit am morgigen Sonntag wieder mit frischem Wind. Was hinter dem besonderen Gottesdienstangebot steckt, welche Rolle Gemeinschaft spielt und was den Heaven@Eleven ausmacht, darüber sprach die Mediengruppe Kreiszeitung mit Günther und Heidrun Dießelberg.
Seit rund 20 Jahren gibt es das Angebot, das einst von einer Gruppe von rund 20 Menschen gegründet wurde. Über viele Jahre prägten Eva Maria Meyer und Wolfgang Meyer den Heaven@Eleven. „Wir sind vor 16 Jahren dazugekommen“, erzählt Günther Dießelberg. Der 65-Jährige und seine Frau Heidrun sind seit fast 48 Jahren verheiratet und seit vielen Jahren Teil der Gemeinschaft. Im Januar 2025 übernahm Günther die Leitung, seine Frau gestaltet das Angebot tatkräftig mit. „Wolfgang und Evi wollten nach den vielen Jahren etwas Neues starten“, berichtet er.
Inzwischen haben Meyer und Meyer das „Welcome Family Frühstück“ gegründet. Einmal im Monat gibt es im „Café to Go“ ein gemeinsames Frühstück mit Andacht und Singen. Auch für Dieselbergs ist die Gemeinschaft ein wichtiger Bestandteil des Heaven@Eleven. Elf Gottesdienste finden im Jahr statt, zwei davon mit Abendmahl. Zwischen 30 und 60 Menschen nehmen regelmäßig teil. „Das ist bunt gemischt, von Konfirmanden über Familien bis hin zu älteren Senioren“, erzählt Heidrun Dießelberg. Während der Predigt wird außerdem ein Kindergottesdienst angeboten.
Günther Dießelberg bringt für seine Aufgabe auch entsprechende Erfahrung mit. 2017 absolvierte er die Lektorenausbildung der Hannoverschen Landeskirche, 2021 folgte die Prädikantenausbildung. „Das ist das freie Predigen und das Austeilen des Abendmahls“, erklärt er. Die Ausbildung erstreckte sich über 13 Wochenenden und fand in der Nähe von Leer statt.
Was den Heaven@Eleven besonders ausmacht, ist für Dießelberg die musikalische Gestaltung. „Statt einer Orgel spielen bei uns Gitarre und Keyboard eine größere Rolle.“ Auch bei der Liedauswahl gibt es einen Unterschied: „Wir spielen keine Lieder, die älter als 20 Jahre sind.“ Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, den klassischen Gottesdienst zu ersetzen. „Unser Angebot soll zusätzlich sein und nicht in Konkurrenz zum normalen Gottesdienst stehen“, betont Dießelberg.
Vielmehr wolle man unterschiedliche Zugänge zum Glauben ermöglichen. „Wie erfahre ich Jesus? Jeder kann Jesus anders erfahren“, sagt Dießelberg. Die Kirche biete einen heiligen Raum, doch nicht jeder Mensch finde dort auf dieselbe Weise seinen Zugang. „Es gibt viele Wege, zum Glauben zu finden.“
Für Heidrun Dießelberg steht dabei die Gemeinschaft im Mittelpunkt. „Man kann einfach vorbeikommen“, sagt sie. „Das ist ein schöner Platz, und jeder ist herzlich willkommen.“ Genau diese Offenheit wolle man auch nach der Sommerpause weiterleben.
Nach der Sommerpause im Juli soll der Heaven@Eleven nun wieder regelmäßig stattfinden. Der Gottesdienst findet grundsätzlich jeden dritten Sonntag im Monat um 11 Uhr im Gemeindezentrum statt. Änderungen sind im Gemeindebrief nachzulesen.