Nach Fiasko vor WM: Holt große Nation ersten ausländischen Nationaltrainer nach über 70 Jahren?
StartseiteSportFußballNach Desaster noch vor der WM: Große Nation verhandelt tagelang mit PepStand: 21.07.2026, 06:51 UhrKommentareUns auf Google folgenEin vierfacher Weltmeister taumelt seit geraumer Zeit am s...
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Nach Desaster noch vor der WM: Große Nation verhandelt tagelang mit Pep
Stand: 21.07.2026, 06:51 Uhr
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Ein vierfacher Weltmeister taumelt seit geraumer Zeit am sportlichen Abgrund. Es reichte nicht einmal für die XXL-WM. Nun soll es wohl Pep Guardiola richten.
Barcelona – Pep Guardiola ist seit Juli offiziell ohne Beschäftigung. Sein Vertrag bei Manchester City lief am 30. Juni aus — nach zehn gemeinsamen Jahren, in denen der Klub 20 Titel gesammelt hatte. Guardiola hatte ihn freiwillig nicht verlängert und angekündigt, „eine kleine Pause zu machen“. Doch schon wenige Wochen nach seinem Abschied aus England bahnt sich offenbar der nächste große Posten an.

Laut einem Bericht von Sky Sport Italia hat sich Paolo Maldini, Technischer Direktor des italienischen Fußballverbands, gemeinsam mit Verbandsberater Leonardo fast drei Tage lang mit Guardiola in Barcelona getroffen. Italiens Funktionäre sollen sich dabei höchst intensiv darum bemüht haben, Guardiola von einem Engagement als Nationaltrainer zu überzeugen. Eine Tendenz, ob der Katalane zusagen will, ließ der Bericht offen.
Guardiola als erster ausländischer Italien-Trainer nach mehr als 70 Jahren?
Der Hintergrund für die intensive Suche: Italien hatte die WM-Qualifikation zum dritten Mal in Folge verpasst. Nach der schmerzhaften Pleite gegen Bosnien-Herzegowina in den Playoffs erklärten Verbandspräsident Gabriele Gravina, Sportdirektor Gianluigi Buffon und Chefcoach Gennaro Gattuso ihre Rücktritte. Der neue Verbandspräsident Giovanni Malago gewann anschließend Maldini als Technischen Direktor — mit dem klaren Auftrag, einen neuen Trainer zu finden.
Als Alternativen zu Guardiola gelten Roberto Mancini, der die Squadra Azzurra von 2018 bis 2023 betreute und 2021 zum Europameistertitel führte, sowie Andrea Pirlo, der beim letzten WM-Titel 2006 in Deutschland noch als Spieler auf dem Feld stand. Verbandschef Malago ließ bei Sky Sport Italia durchblicken, dass auf seiner Liste für den künftigen Trainer nicht nur die Namen Pirlo und Mancini stehen.
Guardiola selbst hatte in einem Interview angekündigt, zunächst eine Pause einlegen zu wollen — dabei aber ein Hintertürchen offengelassen: „Danach werden wir sehen: Wenn ich es vermisse und jemand mich will, komme ich zurück. Andernfalls mache ich weiter.“ Genau diese Offenheit dürfte die Funktionäre des viermaligen Weltmeisters ermutigt haben, den aufwendigen Werbeversuch in Barcelona zu starten.
Sollte Guardiola tatsächlich zusagen, wäre er der erste ausländische Trainer in der Geschichte Italiens seit dem Ungarn Lajos Czeizler, der die Azzurri von November 1953 bis Juni 1954 betreute. Guardiola zählt mit drei Champions-League-Triumphen und zahlreichen Meistertiteln — darunter drei in Serie mit dem FC Bayern — zu den erfolgreichsten Vereinstrainern aller Zeiten. Eine Nationalmannschaft hat er bisher noch nie trainiert. (rele)