Nach deutschem WM-Aus: Magath-Kritik an DFB: „Klopp macht jetzt, was er will“
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Nach deutschem WM-Aus Magath-Kritik an DFB: „Klopp macht jetzt, was er will“
München · Nach dem deutschen WM-Debakel freuen sich alle auf den designierten Bundestrainer Jürgen Klopp. Zwei prominente Experten sagen aber: Dieser Schritt allein reicht längst nicht aus.
19.07.2026 , 13:29 Uhr
In der Kritik: DFB-Präsident Bernd Neuendorf (hier mit Sportdirektor Rudi Völler). (Archivbild)
Foto: Federico Gambarini/dpa
Die früheren Nationalspieler Felix Magath und Stefan Effenberg haben nach dem frühen WM-Aus massive Kritik an der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes geübt. Der einstige Bayern-Kapitän Effenberg forderte in der Sport1-Sendung „Doppelpass“ sogar die Ablösung des DFB-Präsidenten Bernd Neuendorf.
„Die ducken sich weg. Weil ganz Fußball-Deutschland redet über Klopp. Das haben sie clever gemacht“, sagte 57-Jährige. „Aber im Endeffekt steht Neuendorf genauso in der Verantwortung. Und da müsste eigentlich auch bei den nächsten Wahlen die Konsequenz gezogen werden.“
Magath über Nagelsmann: „Krasse Fehlentscheidung“
Äußert Bedenken: Felix Magath. (Archivbild)
Foto: Sven Hoppe/dpa
Der frühere Meistertrainer Magath nennt zwar explizit keine Namen aus der DFB-Führung. Auch hält er Jürgen Klopp für die richtige Wahl als neuen Bundestrainer. Aber Klopp sei als designierter Nachfolger von Julian Nagelsmann „eine rein politische Entscheidung“, meinte der 72-Jährige. „Alle sind begeistert. Alle sagen: Jürgen Klopp muss es machen. Aber wie kann ich mich in eine so alternativlose Situation begeben wie der DFB?“, kritisierte Magath. „Klopp macht jetzt, was er will.“
Für den ehemaligen Trainer von Bayern München war die Verpflichtung von Nagelsmann im Jahr 2023 „eine krasse Fehlentscheidung. Ich kann ihm keinen Vorwurf machen. Aber er war einfach völlig überfordert“, sagte Magath. „Deshalb ist in den drei Jahren, in denen er Bundestrainer war, nie etwas vor sich gegangen. Wir haben uns 2024 die Europameisterschaft schöngeredet. Die war ja auch nix. Toni Kroos hat ihn gerettet damals. Nicht er und seine fachlichen Fähigkeiten.“ Und deshalb müsse für „diese Fehlentscheidung irgendjemand die Verantwortung übernehmen“.
© dpa-infocom, dpa:260719-930-407736/1
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