Natur-Projekt in Trier: Im August geht’s los: Warum es im Tiergartental bald ganz anders aussieht

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Natur-Projekt in Trier: Im August geht’s los: Warum es im Tiergartental bald ganz anders aussieht

Natur-Projekt in Trier Im August geht’s los: Warum es im Tiergartental bald ganz anders aussieht

Trier · Im Olewiger Tiergartental stehen große Veränderungen an – unter anderem an Bach und Wegen. Was die Stadt Trier dort Neues plant und ob dafür Sperrungen nötig sind.

21.07.2026 , 06:54 Uhr

Im Tiergartental wird sich in den kommenden Monaten einiges verändern.

Foto: Portaflug

„Auf den Spuren der wilden Tiere“ heißt eine beliebte Wandertour, die durch das Tiergartental in Trier-Olewig führt. So spannend dieser Titel klingt, so entspannt ist die Atmosphäre vor Ort. Vor allem Spaziergänger und Jogger genießen die Ruhe abseits von Verkehr und Stress. In den kommenden Monaten wird sich das beliebte Tal jedoch stark verändern.

Bach-Renaturierung und neuer Fußweg im Trierer Tiergartental

„Der Tiergartenbach wird auf rund 1,4 Kilometern renaturiert“, sagt Björn Gutheil vom Presseamt der Stadt Trier. Unter anderem werde das Bachbett aufgeweitet, Hindernisse entfernt und einzelne Brücken erneuert. Die Arbeiten beginnen laut Gutheil im August und werden voraussichtlich bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Müssen Spaziergänger und Jogger bis dahin auf andere Strecken ausweichen? Da kann der Pressesprecher Entwarnung geben: „Die Straßen und Wege im Tiergartental bleiben während der gesamten Bauzeit grundsätzlich nutzbar. Lediglich für wenige Tage am Ende der Maßnahme, wenn die Asphaltarbeiten ausgeführt werden, lassen sich kurzzeitige Sperrungen einzelner Bereiche leider nicht vermeiden. Abgesehen vom üblichen Baustellenverkehr müssen sich Spaziergänger, Läufer und andere Besucher aber auf keine nennenswerten Einschränkungen einstellen.“

Im Zuge der Arbeiten rund um den Bach sollen auch Wege im Tiergartental verbessert werden: „Im Rahmen einer Flurbereinigung werden einige Straßen und Wege erneuert beziehungsweise verbreitert. Außerdem entsteht ein neuer, direkt am Bach gelegener Fußweg.“ Der soll das Tiergartental mit Bänken und Infotafeln noch attraktiver für Fußgänger und Wanderer machen.

Stadt Trier: Tiergartental wird attraktiver als Erholungsgebiet

Wie der Volksfreund berichtete, belaufen sich die Kosten auf circa 2,5 Millionen Euro. „Die Maßnahme wird überwiegend durch Fördermittel des Bundes aus dem Programm ‚Natürlicher Klimaschutz in Kommunen‘ sowie durch das Land Rheinland-Pfalz im Rahmen des Förderprogramms ‚Aktion Blau Plus‘ finanziert“, erklärt Gutheil.

„Insgesamt erhält der Bach wieder mehr Raum, wodurch Natur, Hochwasserschutz und Aufenthaltsqualität verbessert werden“, freut er sich. „Die Maßnahmen verbessern den Zustand des Gewässers, stärken den Hochwasserschutz und machen das Tiergartental noch attraktiver als Erholungsgebiet.“

Gärtnerei Schmidgen freut sich auf Aufwertung des Tiergartentals in Trier

Neben dem Weingut von Nell ist im Tiergartental auch die Gärtnerei Schmidgen zu Hause. „Wir freuen uns darauf, dass das Tal aufgewertet wird“, sagt Johannes Schmidgen, der die Gärtnerei in der dritten Generation führt. „Durch die neuen, hoffentlich gut ausgebauten Wege wird unsere Gärtnerei in Zukunft mit Sicherheit deutlich besser zu erreichen sein. Wichtig zu sagen ist auch, dass wir genau wie das Weingut von Nell auch während der Arbeiten ganz normal geöffnet haben.“

Neben Straßen und Wegen entsteht in den kommenden Monaten noch etwas Neues im Tiergartental: Oberhalb der Gärtnerei Schmidgen wird eine Flutmulde errichtet. Die nimmt bei Starkregen Wasser auf und soll damit Überschwemmungen verhindern. Schmidgen begrüßt das sehr: „Es ist gut, zu wissen, dass wir hier bald besser gegen Hochwasser abgesichert sein werden. Allgemein denke ich, dass die geplante Maßnahme für die Trierer eine schöne Sache ist.“