Neueröffnung an der Opelstraße: Anatolien-Grill-Restaurant hat weit mehr als nur Döner

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Neueröffnung an der Opelstraße: Anatolien-Grill-Restaurant hat weit mehr als nur Döner

Stand: 29.08.2026, 08:20 Uhr

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Die Brüder Faruk und Garip Karabas.

Die Brüder Faruk (links) und Garip Karabas im neu eröffneten Restaurant. © Leonie Schäfer

Seit dem 17. August hat das Anatolien-Grill-Restaurant an der Opelstraße geöffnet. Neben Döner gibt es traditionelle Grillspezialitäten.

Dudenhofen – Wo einst im Bistro „C’est la Vie“ Gästen Bier ausgeschenkt und Fußball geschaut wurde, gaben sich in den vergangenen Jahren verschiedene Gastronomiebetriebe die Klinke in die Hand. Nun ist wieder ein Restaurant in das Eckhaus an der Opelstraße eingezogen. Seit dem 17. August hat das Anatolien-Grill-Restaurant offiziell geöffnet. Die meisten dürften allerdings durch das Kennenlernangebot am vergangenen Montag auf den Neuzugang aufmerksam geworden sein. Denn in Zeiten, in denen sich der Begriff „Dönerpreisbremse“ längst im Volksmund etabliert hat, spricht sich ein einmaliges Angebot für einen Euro schnell herum.

Faruk Karabas bereitet einen Döner zu.

Faruk Karabas bereitet einen Döner zu. © Leonie Schäfer

Nach Bistro C’est la Vie und Imbiss-Marathon: Neues Restaurant an der Opelstraße

„Die Leute standen Schlange, von morgens um 10 bis abends um 9“, sagt Inhaber Garip Karabas. Schon als Kind half er mit seinen sechs Brüdern im Restaurant seines Vaters aus. Aufgewachsen in Diyarbakır, der zweitgrößten Stadt Südostanatoliens in der Türkei, lernte er, traditionelle, regionale Gerichte zuzubereiten. Schmortöpfe wie Güveç oder Pfannengerichte wie Saç Tava mit Gemüse und Lammfleisch sind typisch für die anatolische Küche, die ihren Ursprung im asiatischen Teil der Türkei hat. Wie die Spezialitäten zubereitet werden, habe er „von Papa gelernt“. Familienrezepte, die er und sein Bruder Faruk Karabas nun den Gästen ihres neuen Restaurants servieren.

Türkische oder anatolische Küche?

Die Begriffe werden oft synonym verwendet, sind aber nicht ganz dasselbe: Die türkische Küche umfasst die kulinarischen Traditionen der gesamten Türkei und vereint Einflüsse aus verschiedenen Regionen und Kulturen. Anatolische Küche bezeichnet dagegen speziell die Küche Anatoliens, also des asiatischen Teils der Türkei. Sie ist geprägt von regionalen Zutaten und Rezepten, etwa aus der Ägäis, Zentralanatolien oder Südostanatolien.

Anatolische Küche: Essen „wie zuhause“

Nach dem jahrelang geführten Imbiss „Döner & Pizza Land“ in Frankfurt, für den nun der Neffe des 53-Jährigen die Verantwortung trägt, war es endlich an der Zeit, ein Restaurant mit anatolischen Grillspezialitäten zu eröffnen. „Dafür war davor nie genug Platz“, sagt Karabas. Sein neues Reich bietet genug Platz, um Gäste drinnen und draußen zu bewirten. Dabei legen die Brüder Wert auf frische Zutaten und echtes Handwerk.

Das Fladenbrot, wahlweise mit Salat, Kalbfleisch oder Weichkäse gefüllt, sei handgemacht – und zwar „so wie von Mama“. Auch das Tomatenmark und die scharfe Paprikapaste werden selbst hergestellt. Da die anatolische Küche von kräftigen Gewürzen lebt, stammen einige Zutaten aus Karabas’ Heimat: Oregano, im Türkischen Kekik, und das sonnengetrocknete Paprikagewürz etwa kommen aus der Heimat. Ein Familienbetrieb über Ländergrenzen hinweg, sozusagen. Ebenso wichtig wie das Fleisch, sei in der anatolischen Küche das Gemüse, betont Karabas.

Umso wichtiger seien den Brüdern Frische und Qualität. Wer beim Essen nicht auf ein Glas Wein verzichten will, kann zwischen anatolischen Sorten wie Cankaya-Weißwein oder Myrina-Rotwein wählen. Auf der Karte stehen neben den anatolischen Gerichten auch Döner, Burger und Pizza. Damit sollen insbesondere Jugendliche angesprochen werden. Die Brüder wollen jedoch vor allem jene Küche auf den Teller bringen, mit der sie aufgewachsen sind.