Nicht einmal als Zeichentrickfigur: Shatners Rückkehr als Kirk in Strange New Worlds gescheitert
William Shatner hätte beinahe noch einmal James T. Kirk in einer offiziellen Star-Trek-Produktion gespielt. Berichte gab es in dieser Richtung schon öfter. Nun wurde bekannt, dass es die Idee gab, die berühmte ...
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William Shatner hätte beinahe noch einmal James T. Kirk in einer offiziellen Star-Trek-Produktion gespielt. Berichte gab es in dieser Richtung schon öfter. Nun wurde bekannt, dass es die Idee gab, die berühmte TOS-Episode „Griff in die Geschichte“ („The City on the Edge of Forever“) fortzusetzen. Der inzwischen 95-jährige Schauspieler hätte dabei erneut einen jungen James T. Kirk verkörpert.
Das verriet Co-Showrunner Henry Alonso Myers heute gegenüber Trekmovie. Demnach bemühte sich das Produktionsteam in jeder Staffel um eine Rückkehr Shatners. Besonders weit seien die Gespräche im vergangenen Jahr gediehen. Der Schauspieler hatte damals bereits selbst eine mögliche Rückkehr angedeutet.
Shatner sollte wieder der junge Kirk sein
Doch wie kann man sich die Rückkehr eines Hochbetagten vorstellen? Hätte man Shatner digital verjüngt, damit er noch einmal in seine Paraderolle hätte schlüpfen können? Oder wäre 765874: Unification, der achtminütige Kurzfilm des Roddenberry Archive aus dem Jahr 2024, den Produzenten Vorbild gewesen? Damals verwandelte man Sam Witwer, unter anderem bekannt als Stimme von Darth Maul in Star Wars: The Clone Wars, mithilfe digitaler Effekte in William Shatner.
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Weder noch. Stattdessen plante man eine Zeichentrickepisode im Stil von Star Trek: The Animated Series aus den 1970er-Jahren. Inhaltlich sollte sie an den TOS-Klassiker „Griff in die Geschichte“ von 1967 anknüpfen.
Darin reist der unter Drogeneinfluss stehende McCoy durch den Wächter der Ewigkeit ins New York der 1930er-Jahre - und verändert die Geschichte nachhaltig. Kirk und Spock folgen ihm. Unglücklicherweise verliebt sich Kirk in die von Joan Collins gespielte Edith Keeler. Um die ursprüngliche Zeitlinie wiederherzustellen, muss Kirk verhindern, dass McCoy sie vor einem Verkehrsunfall rettet.
Die geplante Episode sollte diese Geschichte fortsetzen, statt sie lediglich neu zu erzählen. Wie genau die Handlung ausgesehen hätte und ob auch Joan Collins zurückkehren sollte, bleibt offen.
Shatner und Produzenten einigten sich nicht
Letztlich scheiterte das Vorhaben, weil sich die Beteiligten trotz längerer Gespräche nicht auf eine gemeinsame kreative Vorstellung einigen konnten. Für Star Trek: Enterprise, wo vor zwei Jahrzehnten ebenfalls schon Gespräche mit Shatner stattgefunden hatten, sind hingegen noch finanzielle Gründe überliefert.
Ganz neu ist die Idee einer Fortsetzung der klassischen Episode übrigens nicht. Produzent Akiva Goldsman hatte schon im Mai enthüllt, dass über mehrere Staffeln hinweg versucht wurde, William Shatner zurückzuholen. Dabei war von einer alternativen Version Kirks die Rede, die nach den Ereignissen von „Griff in die Geschichte“ bei Edith Keeler im New York der 1930er-Jahre geblieben wäre. Theoretisch hätte Shatner hier einen über 90 Jahre alten Kirk in den 1990er-Jahren spielen können.
Es bleibt jedoch offen, ob Goldsmans Ausführungen und die nun von Myers enthüllte Zeichentrickepisode dasselbe Konzept beschreiben oder unterschiedliche Ansätze. Von einer Zeichentrickserie war damals nicht die Rede.
Morgen läuft das tatsächliche Staffelfinale
Mit dem ursprünglich geplanten Finale der vierten Staffel, von dem einmal die Rede war, hatte die Shatner-Episode übrigens nichts zu tun, wie Myers klarstellt. Auch ein zwischenzeitlich angedachtes Cross-over mit „Doctor Who“ war ein eigenständiges Projekt.
Pikes Uhura mit der Frisur von Kirks Uhura?
Stattdessen erscheint am morgigen Donnerstag, dem 24. September, das tatsächliche Staffelfinale „Tomorrow’s Enterprise“ bei Paramount+. Spoiler: Die Zeitreiseepisode zeigt unter anderem Paul Wesley als Captain James T. Kirk und führt die Enterprise ein weiteres Stück näher an die Ära der Originalserie heran. Im Zentrum stehen dabei offenbar die junge Uhura aus „Strange New Worlds“ und ihr älteres Ich aus der Ära von Captain Kirk.
Anschließend stehen nur noch die bereits abgedrehten Episoden der fünften Staffel aus. Sie umfasst lediglich sechs Folgen und wird für 2027 erwartet. Paramount hatte ursprünglich erwogen, Strange New Worlds nach der vierten Staffel einzustellen. Letztlich konnten die Produzenten jedoch noch sechs Abschlussfolgen aushandeln.
Die aktuelle Serienära endet
Die zweite und zugleich letzte Staffel von „Starfleet Academy“ ist ebenfalls bereits abgedreht, aber noch nicht veröffentlicht. Eine Rückkehr von William Shatner dürfte damit ebenso vom Tisch sein wie die aktuelle Kurtzman-Ära. Es steht nun eine längere Pause im Raum – und der 95 Jahre alte Shatner wird nicht jünger.
Interessanterweise sollen aber schon Gespräche mit Autoren über kommende Projekte stattfinden. Alex Kurtzman und seine Produktionsfirma dürften dabei nicht mehr zum Zuge kommen, da ihr Vertrag im laufenden Jahr laut bisherigen Informationen endet. Auch ein neuer Star-Trek-Kinofilm befindet sich in Entwicklung.
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Quelle: Trekmovie