Schock beim Wäschemachen: Giftige Spinne beißt Frau in den Finger – „dreimal so schlimm wie ein Wespenstich“

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Schock beim Wäschemachen: Giftige Spinne beißt Frau in den Finger – „dreimal so schlimm wie ein Wespenstich“

Stand: 15.09.2026, 13:36 Uhr

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Beim Zusammenlegen ihrer frischen Wäsche erlebt eine Frau einen schmerzhaften Schock: Eine faustgroße Nosferatu-Spinne beißt ihr in den Finger.

Basel – Beim Zusammenlegen ihrer frischen Wäsche hat eine 48-jährige Frau im Schweizer Riehen bei Basel einen schmerzhaften Schock erlebt: Eine rund fünf Zentimeter große Nosferatu-Spinne hatte sich zwischen den Textilien versteckt und unvermittelt in ihren Finger gebissen. Der Biss schmerzte nach Angaben der Betroffenen deutlich mehr als alles, was sie bisher erlebt hatte.

Eine Nosferatu-Spinne.

Eine Nosferatu-Spinne hat eine Frau in der Schweiz beim Wäschemachen gebissen. (Symbolbild) © Hendrik Schmidt/dpa

Wie das Schweizer Portal 20min.ch berichtet, zog die Baslerin Nataliya einen direkten Vergleich: „Der Biss war dreimal stärker als der Stich einer Wespe.“ Da sie am selben Tag auch von einer Wespe gestochen worden war, konnte sie die Schmerzen unmittelbar gegenüberstellen. Während der Wespenstich rasch abklang, schwoll der Finger nach dem Biss der Nosferatu-Spinne im Laufe des Tages zunehmend an. Um die Einstichstelle herum bildete sich ein auffälliger weißer Kreis, an dem zwei Einstichpunkte klar zu erkennen waren.

Nosferatu-Spinne beißt Frau: Begegnungen nehmen im Spätsommer und Herbst zu

Dass derartige Begegnungen gerade jetzt zunehmen, ist kein Zufall. Nach Angaben von Biologen sind die Tiere in den Spätsommer- und Herbstmonaten vermehrt auf Partnersuche und wandern auf der Suche nach geeigneten Unterschlüpfen und Paarungspartnern häufiger in Gebäude und Wohnungen ein.

Die Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana) stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika. Sie profitiert von warmen, trockenen Sommern und milden Wintern. In den vergangenen Jahren wurde sie bereits in zahlreichen Schweizer Kantonen gesichtet – meist in oder direkt an Häusern, da sie die Wärme im Siedlungsraum bevorzugt.

Nosferatu-Spinne breitet sich auch in Deutschland aus: Experten klären über Giftwirkung auf

Auch in Deutschland ist die Art längst kein Einzelfall mehr. Seit ihrem Erstnachweis im Jahr 2005 in Freiburg hat sich die Nosferatu-Spinne kontinuierlich nach Norden ausgebreitet. In Hessen und den benachbarten Regionen werden Funde zunehmend zur Normalität. So bestätigten Experten unter anderem im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis, dass sich der wärmeliebende Achtbeiner fest im heimischen Siedlungsraum etabliert hat.

Trotz ihres bedrohlich wirkenden Aussehens und der charakteristischen Zeichnung auf dem Vorderkörper, die an den Stummfilmvampir Nosferatu erinnert, geben Fachleute Entwarnung. Zwar gehört die Art zu den wenigen Spinnen in Mitteleuropa, deren Giftklauen die menschliche Haut durchdringen können, für gesunde Menschen stellt das Gift jedoch keine ernsthafte Gefahr dar. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und die Arachnologische Gesellschaft stufen die Giftwirkung im Regelfall als vergleichbar mit einem leichten Bienen- oder Wespenstich ein.

Länger anhaltende gesundheitliche Beeinträchtigungen sind nach Expertenangaben kaum zu befürchten und klingen üblicherweise nach wenigen Tagen wieder ab. Wer von einer Nosferatu-Spinne gebissen wird, sollte die betroffene Stelle kühlen und bei Bedarf mit einer juckreiz- und schmerzlindernden Salbe behandeln. Sollten ungewöhnlich starke Schwellungen, allergische Reaktionen oder pochende Schmerzen auftreten, empfiehlt sich vorsorglich ein Arztbesuch. (Quellen: 20min.ch, Naturschutzbund Deutschland) (ph)