Orioniden im Oktober: Die besten Orte in NRW, um die Sternschnuppenschauer zu sehen

Am 21. Oktober sind besonders viele Sternschnuppen des Orioniden-Stroms zu sehen. Unter idealen Bedingungen lassen sich bis zu 20 pro Stunde beobachten. Wir haben die besten Tipps und Aussichtspunkte in NRW für das Himmelsspektakel zusammengestellt.

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Orioniden im Oktober: Die besten Orte in NRW, um die Sternschnuppenschauer zu sehen

Orioniden im Oktober Die besten Orte in NRW, um die Sternschnuppenschauer zu sehen

17.10.2026 · 19:56 Uhr

 Eine Sternschnuppe des Perseiden-Meteorstroms im August.

Eine Sternschnuppe des Perseiden-Meteorstroms im August.

Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Daniel Reinhardt

Düsseldorf · Am 21. Oktober sind besonders viele Sternschnuppen des Orioniden-Stroms zu sehen. Unter idealen Bedingungen lassen sich bis zu 20 pro Stunde beobachten. Wir haben die besten Tipps und Aussichtspunkte in NRW für das Himmelsspektakel zusammengestellt.

Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich nach einer alten Tradition etwas wünschen. Im Oktober sollten sich Sternengucker am besten gleich mehrere Wünsche überlegen. Denn in diesem Monat sind etliche Meteorströme unterwegs, von denen manche für einen richtigen Sternschnuppenschauer sorgen. Der Höhepunkt der sogenannten Orioniden-Sternschnuppen ist am 21. Oktober. In dieser Nacht sowie in den Nächten zuvor und danach können bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen sein. Unsere Redaktion hat Tipps zusammengestellt, wie und an welchen Orten in Nordrhein-Westfalen der Sternschnuppenschauer am besten bewundert werden kann.

Vorweg: Sternschnuppen entstehen, wenn kleinste Teilchen, sogenannte Meteoroide, auf die dünne Luft über der Erde aufprallen, so die European Space Agency (ESA). Dann werden sie sehr schnell heiß, verbrennen und malen dabei helle Streifen in den Nachthimmel.

Die Meteoroide stammen von Asteroiden und Kometen. Üblicherweise treten Meteore zufällig verteilt auf. Manchmal sind jedoch regelrechte Sternschnuppenschauer zu sehen, heißt es vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Meteorschauer werden meist von Kometen verursacht, die sich nahe der Erdbahn-Ebene um die Sonne bewegen. Wenn sich diese Kometen der Sonne nähern, beginnt das Eis an der Kometenoberfläche zu verdampfen und reißt Staubteilchen mit sich. Die Teilchen entfernen sich vom Kometenkern und verteilen sich so, dass eine schlauchartige Teilchenwolke entsteht. Nähert sich diese der Erde, stoßen viele der Teilchen mit der Erdatmosphäre zusammen und verglühen als Sternschnuppen.

Wer Sternschnuppen beobachten möchte, sollte sich einen dunklen Ort mit freier, weiter Sicht auf den Himmel suchen. Denn besonders in Großstädten verschmutzt das künstliche Licht der Stadt den Nachthimmel. Während des Höhepunkts der Orioniden hellt der Mond den Himmel während eines großen Teils der Nacht auf. Die beste Zeit, um die Sternschnuppen zu sehen, ist deshalb zwischen Mitternacht und kurz vor der Morgendämmerung.

Besonders gut zu beobachten sind Sternschnuppen in anerkannten Sternenparks, etwa im Nationalpark Eifel. In Sternenparks lassen sich Sternschnuppen bei freier Sicht schon mit bloßem Auge beobachten. Die Parks zeichnen sich dadurch aus, dass es keine Lichtverschmutzung gibt. Weitere Informationen sind online unter www.nationalpark-eifel.de zu finden.

Zur Beobachtung eignen sich natürlich auch Berge wie der Kahle Asten bei Winterberg bestens. Im Rheinland bietet der Drachenfels bei Königswinter einen guten Blick in den Nachthimmel – und eignet sich für alle, die das Himmelsspektakel mit einer kleinen Wanderung kombinieren möchten. Der Gipfel ist zu Fuß erreichbar, der Aufstieg dauert je nach gewählter Route etwa 30 bis 60 Minuten.

Aber auch in der Stadt gibt es Möglichkeiten, den Sternschnuppenschauer zu sehen. In Düsseldorf eignen sich etwa die Urdenbacher Kämpfe an der Grenze zu Monheim, um den Sternschnuppenschauer zu sehen. Mit 316 Hektar Fläche sind die Urdenbacher Kämpfe das größte Naturschutzgebiet Düsseldorfs.

Eigentlich nichts. Außer ein wenig Zeit und Geduld, denn die Augen benötigen etwa 30 Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Ferngläser oder Teleskope sind nicht nötig, da Sternschnuppen mit bloßem Auge erkennbar sind. Hobbyastronomen empfehlen einen Liegestuhl, damit der Nacken vom Hochschauen nicht schmerzt. Auch warme Kleidung sollte natürlich nicht vergessen werden. Die Lichtverschmutzung lässt sich auf einer Karte wie lightpollutionmap.info prüfen.

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