Paketpost-Areal: Hochhaus-Gegner bringen nächste Klage ins Gespräch
tzMünchenStadtNeuhausen-NymphenburgStand: 05.08.2026, 18:00 UhrKommentareUns auf Google folgenSo soll das Paketpost-Areal mit den Türmen einmal aussehen. © Herzog & de MeuronDie Initiative „Hochhausstop" wi...
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Stand: 05.08.2026, 18:00 Uhr
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Die Initiative „Hochhausstop" will eine Klage gegen das Paketpost-Areal mit den zwei 155-Meter-Türmen unterstützen. Der Investor gibt sich gelassen.
München – Der Streit um das Paketpost-Areal geht weiter: Am 30. Juni ist zwar der Bebauungsplan für das Projekt mit den zwei 155 Meter hohen Türmen in Kraft getreten – doch die Gegner geben nicht auf. Die Initiative „Hochhausstop“ will eine Normenkontrollklage vor dem Verwaltungsgerichtshof unterstützen, um das Projekt der Büschl-Gruppe noch zu verhindern. Mit der Klage solle die „Notbremse gezogen werden“, sagte der Vorsitzende der Initiative, Landtagsabgeordneter Robert Brannekämper (CSU).

Die Initiatoren seien bereits mit betroffenen Nachbargrundstückseigentümern und Verbänden im Gespräch, die berechtigt seien, gegen das Projekt an der Friedenheimer Brücke zu klagen. Die Initiative selbst kann keine Klage einreichen. Sie wolle mögliche Kläger jedoch finanziell und beratend unterstützen, teilten die Initiatoren mit. Eine Normenkontrollklage kann erhoben werden, wenn ein Bebauungsplan die Rechte anderer Grundstückseigentümer verletzt. In diesem Fall muss das Gericht die Rechtmäßigkeit des B-Plans prüfen.
Das kritisieren die Gegner
Die Gegner des Paketpost-Projekts sehen Mängel etwa beim Verkehr, Lärm- oder Grundwasserschutz. Sie beziehen sich dabei auf Gutachten, die von den Hochhausgegnern beauftragt wurden. Auch beim Denkmalschutz des nahegelegenen Schlosses Nymphenburg sehen die Gegner Beeinträchtigungen: Das Erscheinungsbild des Denkmals werde „durch die Türme massiv gestört“, sagte Ex-Stadtrat Wolfgang Czisch (SPD) von der Initiative.
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Das städtische Planungsreferat widerspricht: Im Bebauungsplanverfahren seien alle öffentlichen und privaten Belange ordnungsgemäß abgewogen und alle planungsrechtlichen Anforderungen erfüllt worden, so das Referat. Man sehe sich deshalb gut auf eine mögliche Normenkontrollklage vorbereitet. Auch die Büschl-Gruppe gibt sich gelassen: Die Planung soll weitergehen. Da eine solche Klage keine aufschiebende Wirkung hat, kann der Bau vor Abschluss des Verfahrens beginnen. Tiefbauarbeiten könnten laut der Gruppe 2029 starten, der Projektabschluss ist für 2033 geplant.
Die Hochhausgegner hatten zuvor versucht, das Projekt mit einem Bürgerbegehren zu stoppen. Das Verwaltungsgericht erklärte es Anfang des Jahres jedoch für unzulässig.