Palme vor Restaurant sorgt für Eklat auf dem Wochenmarkt

In Drensteinfurt hat eine Palme wochenlang für Streit zwischen einem Marktbeschicker und den Betreibern des „Valenio“ gesorgt. Der Markthändler hatte die Pflanze mehrfach unsanft weggeschoben.

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Palme vor Restaurant sorgt für Eklat auf dem Wochenmarkt

Stand: 29.08.2026, 08:30 Uhr

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In Drensteinfurt hat eine Palme wochenlang für Streit zwischen einem Marktbeschicker und den Betreibern des „Valenio" gesorgt. Der Markthändler hatte die Pflanze mehrfach unsanft weggeschoben.

Drensteinfurt – In den vergangenen Wochen kam es auf dem Wochenmarkt zwischen einem Marktbeschicker und den Betreibern des Restaurants „Valenio“ zu Unstimmigkeiten. Jetzt konnte mit Unterstützung der Stadt eine Lösung gefunden werden. Laura Scholz, zuständige Sachgebietsleiterin bei der Stadt, möchte den Konflikt gerne dauerhaft lösen. Schließlich seien sowohl der Wochenmarkt als auch die Außengastronomie am Marktplatz wichtige Bestandteile, die die Innenstadt bereicherten.

Südländisches Flair oder zu wenig Platz für Marktbeschicker. Zwischen Vinzenz Kuhl mit seinem Fischwagen und den Betreibern des Restaurants „Valenio“ kam es zu Unstimmigkeiten.

Südländisches Flair oder zu wenig Platz für Marktbeschicker. Zwischen Vinzenz Kuhl mit seinem Fischwagen und den Betreibern des Restaurants „Valenio“ kam es zu Unstimmigkeiten. © Mechthild Wiesrecker

„Wir haben alle Standbetreiber noch einmal schriftlich über die Platzregeln auf dem Wochenmarkt informiert“, erklärt Scholz. Das „Valenio“ habe das Recht, die genehmigte Außengastronomie zu nutzen und sich bis zum Brunnen auszubreiten.

Platzangebot für Marktbeschicker ausreichend

Das Platzangebot sei für alle Marktbeschicker ausreichend. Wenn Markthändler mehr Platz beanspruchen, wie im Falle von Kuhl, der einen halben Meter vom Biergarten benutzen möchte, müssten sich die Parteien selbst einigen. Wenn dann Verabredungen getroffen werden, sollten sich alle daran halten. Das Problem des Fischwagens, der beim Verschieben in Richtung Straße mit einem Teil auf die Fahrbahn ragen könnte, wenn Kuhl den halben Meter nicht in Anspruch nimmt, sei aus ihrer Sicht lösbar, wenn der Fischwagen etwas schräg stehe.

Die große Palme hat scheinbar das Fass zum Rollen gebracht. Für die zahlreichen Gäste der Außengastronomie sorgt sie für südländisches Flair und bildet zugleich eine Abgrenzung zum Autoverkehr auf dem Marktplatz. Für Vinzenz Kuhl ist sie dagegen ein Ärgernis, da sich das große Exemplar selbst mit zwei Personen kaum verschieben lässt.

Mal miteinander reden hätte geholfen

Eigentlich hätte der Konflikt, wäre ruhig darüber gesprochen worden, gar nicht erst eskalieren müssen. Elena Rolsing zeigt sich kompromissbereit: „Wir können die große Palme natürlich verschieben, wenn wir genau wissen, wo sie nicht stört.“

Die Restaurantbetreiberin, die gemeinsam mit ihrem Mann das „Valenio“ führt, beklagt vor allem den Umgang mit der Palme. Diese sei von Kuhl unsanft und ohne Rücksicht auf die Pflanze von ihrem Platz wegtransportiert und direkt vor dem Eingang des Restaurants abgestellt worden – und das nicht nur einmal. Einmal habe er dafür sogar Mitarbeiter des Bauhofs kommen lassen. „Ich konnte kaum in meine Tür rein“, sagt Rolsing.

Besonders geärgert habe sie, dass Kuhl sie nicht angesprochen habe, um gemeinsam eine Lösung zu finden. „Wir stellen unsere Tische, Stühle und auch die Palmen innerhalb der von der Stadt vorgegebenen Grenzen. Außerdem bezahlen wir für die Nutzung der Außengastronomie Miete“, erklärt Rolsing.

Sie selbst habe das Gespräch mit Vinzenz Kuhl gesucht, sei jedoch mit den Worten „Mit Ihnen spreche ich nicht, sondern nur mit Ihrem Mann“ abgewiesen worden. Darauf angesprochen, bestätigt Kuhl die Aussage: „Ja, das habe ich gesagt, aber erst, als sie die Absprache, die ich mit ihrem Mann getroffen hatte, abgestritten hat.“

Am vergangenen Donnerstag machte sich Laura Scholz beim Aufbau des Wochenmarktes noch einmal vor Ort ein Bild von der Situation.

Jetzt ist alles geregelt

„Es ist jetzt alles geregelt. Vinzenz Kuhl und Elena Rolsing sind sich einig geworden.“ Die große Palme habe nun einen Platz, an dem sie beim Aufbau des Wochenmarktes nicht mehr störe. Elena Rolsing habe ihr bereits mitgeteilt, dass sie mit der Lösung einverstanden sei.

„Wenn es zukünftig so eingehalten wird, sind wir damit zufrieden“, sagt auch Vinzenz Kuhl. Einen Tisch, Stühle oder eine kleinere Palme wegzuräumen, sei für ihn ohnehin kein Problem.

Bleibt zu hoffen, dass der Konflikt damit dauerhaft gelöst ist und auf dem Wochenmarkt wieder Harmonie einkehrt. Schließlich sollen die Drensteinfurter auch künftig unbeschwert ihren wöchentlichen Einkauf erledigen und das Angebot des „Valenio“ genießen können.