„Er beruhigt uns mit seiner Ruhe“: Papst Leo XIV. im Krankenhaus: Lungenoperation möglicherweise noch heute

StartseiteWeltStand: 13.10.2026, 13:42 UhrKommentareUns auf Google folgenPapst Leo XIV. wird heute ins Gemelli-Krankenhaus eingeliefert – eine Lungenoperation steht bevor. Alle Audienzen bis 20. Oktober sind ab...

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„Er beruhigt uns mit seiner Ruhe“: Papst Leo XIV. im Krankenhaus: Lungenoperation möglicherweise noch heute

Stand: 13.10.2026, 13:42 Uhr

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Papst Leo XIV. wird heute ins Gemelli-Krankenhaus eingeliefert – eine Lungenoperation steht bevor. Alle Audienzen bis 20. Oktober sind abgesagt.

Die stationäre Aufnahme im Gemelli-Krankenhaus erfolgt „am späten Vormittag“, wie der Heilige Stuhl präzisierte, danach die Operation, möglicherweise noch heute: Die Behandlung von Leo XIV. verläuft nach dem von den Ärzten vorgeschlagenen Zeitplan, dem der Papst uneingeschränkt zugestimmt hat. Am Sonntag hatte er nach dem Angelusgebet auf dem Petersplatz bekannt gegeben, dass bei ihm ein Knoten in der Lunge „in einem sehr frühen Stadium und klar lokalisiert“ festgestellt worden sei.

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Dieser Artikel von Ester Palma entstand in Kooperation mit Corriere della Sera.

Unterdessen hat die Präfektur des Päpstlichen Hauses alle bis zum 20. Oktober vorgesehenen päpstlichen Audienzen abgesagt – also für die Woche, die für die Genesung nach der Operation vorgesehen ist. Offenbar will Leo seine Ruhepause nicht verlängern, sondern seine Verpflichtungen so bald wie möglich wieder aufnehmen. Noch gestern wollte er ihnen nachkommen: Er hielt sämtliche für den Vormittag geplanten Audienzen ab.

Papst Leo XIV.

Papst Leo muss sich einer Lungen-OP unterziehen – vielleicht heute noch. © Gregorio Borgia/dpa

Nicht teilgenommen hat er dagegen an der Sitzung des internationalen Familiengipfels in der Audienzhalle Paul VI., zehn Jahre nach dem Apostolischen Schreiben „Amoris Laetitia“. Diese Zusammenkunft lag Leo sehr am Herzen, denn die behandelten Themen sind ihm besonders wichtig: die Begleitung von Familien, die christliche Ehe und ihre Schwierigkeiten in der heutigen Welt, nichteheliche Lebensgemeinschaften und die Teilnahme Geschiedener an den Sakramenten sowie die Unterstützung junger Menschen. „Angesichts der Situation hatten wir damit gerechnet“, sagte der Bischof von Brescia, Pierantonio Tremolada, beim Verlassen der Halle. „Aber es tröstet uns, dass der Papst seine Erkrankung mit Gelassenheit bekannt gegeben hat.“

Vertretung bei der Messe und Ungewissheit über den Angelus am Sonntag

„Ob wir besorgt sind? Ja, aber mit seiner Ruhe beruhigt er uns“, ergänzte der Erzbischof von Madrid, José Cobo Cano. Der Papst hat darum gebeten, das Abschlussdokument der Beratungen nicht zu veröffentlichen: Er möchte es nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus persönlich durchsehen. Zugleich hat er bereits bestimmt, dass der gerade zum Dekan ernannte Kardinal Luis Antonio Tagle morgen früh an seiner Stelle die Messe auf dem Petersplatz zum Abschluss des Gipfels feiern wird. Für den Angelus am kommenden Sonntag steht dagegen noch nichts fest.

Leo könnte dann noch im Krankenhaus sein und sich möglicherweise an einem Fenster der päpstlichen Suite im Gemelli zeigen oder bereits in den Vatikan zurückgekehrt sein. Alles hängt jedoch vom Verlauf nach der Operation ab. Ebenfalls gestern Vormittag empfing Leo im Apostolischen Palast den Circolo San Pietro, die römische Vereinigung, die sich seit 1869 um die Armen der Hauptstadt kümmert und seit 1912 für die Diözese den „Peterspfennig“ sammelt: die Spende der Gläubigen an den Papst zur Unterstützung seiner Mission und seiner karitativen Werke.

Leo dankte ihnen: „Ihr tragt dazu bei, das schöne Antlitz der Kirche zu gestalten, die unter den Armen Zeugnis vom Evangelium ablegt. Und der Peterspfennig ist das Zeichen eurer Treue und Verbundenheit mit dem Heiligen Vater.“ Seine Gesundheit und seinen Krankenhausaufenthalt erwähnte er jedoch nicht. Unterdessen betet die Diözese Rom für ihn: Heute um 18 Uhr wird Vikar Reina das Rosenkranzgebet in der Kapelle Johannes Paul II. im Gemelli leiten, „um die Nähe und Zuneigung der Kirche von Rom zu ihrem Bischof zum Ausdruck zu bringen“.