Patrick Rott kandidiert nicht erneut als Bürgermeister der Gemeinde Blender
Der CDU-Politiker Patrick Rott legt das Gemeindebürgermeisteramt in Blender nieder und konzentriert sich künftig auf Samtgemeinderat und Kreistag. Im Rennen um seine Nachfolge hat bereits ein SPD-Mann Ambitionen angemeldet.
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Stand: 18.09.2026, 18:59 Uhr
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Der CDU-Politiker Patrick Rott legt das Gemeindebürgermeisteramt in Blender nieder und konzentriert sich künftig auf Samtgemeinderat und Kreistag. Im Rennen um seine Nachfolge hat bereits ein SPD-Mann Ambitionen angemeldet.
Blender/Samtgemeinde – Der in der Samtgemeindebürgermeisterwahl knapp unterlegene Kandidat der CDU, Patrick Rott, hat die zurückliegende Woche genutzt, um sich Gedanken um seine politische Zukunft zu machen. Am Sonntagabend hatte Rott auf Nachfrage offen gelassen, wie es für ihn weitergeht. In einer persönlichen Mitteilung, verschickt am Freitagmittag, geht der derzeitige Bürgermeister der Gemeinde Blender und Vorsitzende des Samtgemeinderates nun detailliert auf seine Pläne ein.
Enttäuschung über knappe Niederlage
Eingangs schreibt er: „Das Ergebnis des Duells um das Amt des Samtgemeindebürgermeisters ist natürlich enttäuschend, denn ich bin angetreten, um zu gewinnen. Dafür habe ich ein ganzes Jahr mit Herzblut, Zeit und persönlichem Einsatz gearbeitet. Gleichzeitig zeigt das Gesamtergebnis der Kommunalwahl sehr deutlich, welches Vertrauen mir persönlich und der CDU entgegengebracht wurde. Dafür bin ich ausgesprochen dankbar.“
Ich wünsche ihm für die bevorstehenden Aufgaben viel Kraft, eine glückliche Hand und Erfolg.
Seinem Mitbewerber André Bornemann von der SPD, der knapp mit nur 150 Stimmen Vorsprung gewonnen hatte, „gratuliere ich zu seinem Wahlerfolg“, so Rott. „Ich wünsche ihm für die bevorstehenden Aufgaben viel Kraft, eine glückliche Hand und Erfolg. Das Amt bringt viele Herausforderungen und eine große Verantwortung mit sich. Ich wünsche ihm, dass er diese Aufgaben im Sinne unserer Samtgemeinde erfolgreich bewältigen kann.“
In allen Mitgliedskommunen, im Samtgemeinderat sowie im Kreistag ist die CDU die stärkste Kraft, stellt Rott fest. „Das ist ein starkes Ergebnis“ und zeige, dass die Arbeit vieler engagierter Menschen wahrgenommen und honoriert werde.
„Große Dankbarkeit“ für persönliches Ergebnis
Auch sein persönliches Ergebnis erfülle ihn mit großer Dankbarkeit: „Mit mehr als 1.400 Stimmen wurde ich direkt in den Kreistag gewählt. Für den Samtgemeinderat habe ich mit rund 2.100 Stimmen das stärkste persönliche Ergebnis erzielt – mit einem massiven Vorsprung von fast 800 Stimmen.“ Das sei „ein starkes Zeichen des Vertrauens“ und für ihn „Auftrag, mich mit ganzer Kraft für unsere Heimat einzusetzen.“
Für die kommende Wahlperiode werde ich nicht erneut als Bürgermeister der Gemeinde Blender zur Verfügung stehen.
Deshalb habe er entschieden, seinen politischen Schwerpunkt künftig auf Samtgemeinderat und Kreistag zu legen. Und das bedeutet gleichzeitig: „Für die kommende Wahlperiode werde ich nicht erneut als Bürgermeister der Gemeinde Blender zur Verfügung stehen.“
Dieses Amt war für mich weit mehr als eine Funktion.
Diese Entscheidung falle ihm nicht leicht. „Ich habe das Bürgermeisteramt nicht nur mit großer Leidenschaft, sondern auch mit sehr viel Einsatz, Engagement, Zeit und persönlichem Aufwand ausgeübt. Ich habe mich mit voller Überzeugung für unsere Gemeinde eingesetzt, Entscheidungen getroffen, Projekte vorangebracht und versucht, für die Menschen in Blender etwas zu bewegen. Dieses Amt war für mich weit mehr als eine Funktion – es war eine Aufgabe, die ich ernst genommen und mit viel Herzblut ausgefüllt habe.“
CDU-Politiker nimmt einfaches Ratsmandat in Blender wahr
„Jetzt ist für mich der richtige Zeitpunkt gekommen, den Staffelstab weiterzugeben und anderen Bewerbern die Möglichkeit zu geben, Verantwortung für unsere Gemeinde zu übernehmen“, schreibt der scheidende Bürgermeister weiter und betont: „Das ist kein Rückzug aus der Kommunalpolitik und schon gar kein Abschied von Blender. Im Gegenteil.“ Sein dortiges Ratsmandat werde er „selbstverständlich weiterhin wahrnehmen. Die Wählerinnen und Wähler haben mir auch hierfür einen sehr deutlichen Auftrag gegeben.“ Den nehme er an.
Gleichzeitig freue er sich auf neue Aufgaben im Samtgemeinderat und Kreistag. „Das starke persönliche Ergebnis gibt mir Rückenwind und zeigt mir, dass viele Menschen darauf vertrauen, dass ich mich auch über Blender hinaus für unsere Region einsetze. Ich habe in den vergangenen Jahren viel gegeben – und ich werde auch künftig viel geben. Es gibt in Blender, in der Samtgemeinde und im Landkreis viel zu bewegen. Darauf freue ich mich.“
Gewählter SPD-Ratsherr in Stellung für Nachfolge
Wer Patrick Rott im Amt als Blender Bürgermeister nachfolgt und ob die örtliche CDU einen anderen Kandidaten oder eine Kandidatin aufstellen wird, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Es zeichnet sich jedoch ab, dass es in diesem Fall zumindest einen Gegenkandidaten geben wird, wenn dieser nicht sogar der einzige Bewerber bleibt: Der neu in den Rat gewählte SPD-Mann Dirk Fornahl aus Einste hat bei der Gemeindewahl – noch vor Patrick Rott – die meisten Stimmen erhalten und bereits auf Nachfrage dieser Zeitung seine Ambitionen auf das Amt bestätigt: „Dafür benötige ich natürlich Mehrheiten“, so Fornahl. Die hätte er, sofern die Grüne Liste den SPD-Kandidaten unterstützen würde. „Trotz der CDU als stärkster Fraktion habe ich schon das Ziel, in Blender die nächsten Schritte zu gehen, was die regionale Entwicklung angeht“, erklärt Dirk Fornahl.