Pferderennen lockt mehr als 500 Zuschauer an die Rennstrecke

Beim großen Pferderennen im Rahmen des Erdinger Herbstfests strömten die Besucher in die Geislinger Änger. Insgesamt 14 Rennen standen auf dem Programm – darunter erstmals seit 2023 wieder ein Vereinsfahren.

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Pferderennen lockt mehr als 500 Zuschauer an die Rennstrecke

Stand: 07.09.2026, 08:00 Uhr

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Jubel schon vor dem Zieleinlauf: Romina Geineder auf Ina Gual setzte sich deutlich durch und holte sich den Großen Preis der Stadt Erding.

Jubel schon vor dem Zieleinlauf: Romina Geineder auf Ina Gual setzte sich deutlich durch und holte sich den Großen Preis der Stadt Erding. © Benrd Heinzinger

Beim großen Pferderennen im Rahmen des Erdinger Herbstfests strömten die Besucher in die Geislinger Änger. Insgesamt 14 Rennen standen auf dem Programm – darunter erstmals seit 2023 wieder ein Vereinsfahren.

Erding – Mehr Läufe und ein riesiger Zuschauerzuspruch: Das große Pferderennen im Rahmen des Erdinger Herbstfests entwickelte sich auch in seiner 2026er Ausgabe zu einem großen Spektakel. Mehr als 500 Besucher kamen an die Rennstrecke in den Geislinger Ängern, wo nach tagelanger Arbeit wieder eine professionelle C-Bahn entstanden ist.

Fanclub: Beim Vereinsrennen durfte sich der spätere Zweite Moritz Schmidbauer die größte Anfeuerung freuen.

Fanclub: Beim Vereinsrennen durfte sich der spätere Zweite Moritz Schmidbauer über die Anfeuerung freuen. © Bernd Heinzinger

Der Vorsitzende des Rennvereins, Sepp Ehrenthaler, hatte bereits bei der Begrüßung gute Laune und lobte alle Starter. Mit ihrer Leidenschaft für Pferde seien sie die Garanten für einen tollen Tag. Als Schirmherr war erneut OB Max Gotz am Start und sprach über das Pferderennen als einen der „bunten Steine“ des Herbstfests, die das Besondere daran ausmachten.

Familie Betl als Seriensieger

Die Wettbewerbe hatten wie immer den Großen Preis der Stadt Erding als einen der Höhepunkte. Bereits in den Vorläufen des Trabrennens ging es heiß her. Im ersten siegte Theresa Geineder auf Ina Gual vor Andreas Geineder (Zamba Zamba S) und Mario Josef Ruland (Lord Bianco). Den zweiten Vorlauf hatte Alois Ortner auf Calipso komplett im Griff, er gewann vor Marion Dinzinger (Ayra) und Theresa Geineder, die dieses Mal auf Bellas Bijou die rund 1600 Meter absolvierte.

Das Finale fand schließlich als vorletztes Rennen des Nachmittags statt, und gleich zu Beginn machte sich Ortner mit Calipso auf und davon. Doch nach und nach holten seine Kontrahenten auf, und am Ende durfte Romina Greineder auf Ina Gual jubeln. Zweite wurde Theresa Greineder (Bellas Bijou) vor Marion Dinzinger (Ayra). Für Ortner blieb nur der undankbare vierte Rang.

Im Trostlauf hatte zuvor ebenfalls Romina Geineder das bessere Ende für sich, sie holte sich auf Grahish Dash den Preis der VR-Bank Erding. Als weiteren großen Höhepunkt gab’s in diesem Jahr wieder das Vereinsfahren. Erstmals seit 2023 stand es auf dem Programm. Vier Teilnehmer machten sich auf die Rennstrecke, wurden dabei von den Zuschauern lautstark, teilweise sogar unter Mithilfe von Plakaten, bejubelt.

Lange sah es so aus, als ob Moritz Schmidbauer (Kenneth Heat) gewinnen könnte. Mit einem Schlussspurt aber setzte sich Theresa Schreder (Best of Joker) ganz nach vorn und durfte jubeln. Vorsitzender Ehrenthaler überreichte ihr den großen Wanderpokal des Vereins, in den Schreders Name eingraviert wird.

Insgesamt fanden an diesem sonnigen Nachmittag an den Geislinger Ängern gleich 14 Rennen statt, und die Familie Betl 5erwies sich dabei einmal mehr als Seriensieger. Milina gelang ein Doppelerfolg. Sie setzte sich im Ponyrennen (Stockmaß bis 115 cm) auf Pico vor ihren Geschwistern Maresa (Flocke) und Milian (Sophie) durch. Auch bei den Ponys mit einer Größe zwischen 116 und 134 Zentimetern ließ Milina der Konkurrenz auf Josi keine Chance. Zweite wurde hier Marlies Betl (Paula) vor Theresa Dinzinger auf Caesar.

Den Vereinspokal überreichte Sepp Ehrenthaler an die glückliche Siegerin Theresa Schreder.

Den Vereinspokal überreichte Sepp Ehrenthaler an die glückliche Siegerin Theresa Schreder. © Bernd Heinzinger

Alois Ortner siegt im offenen Trabrennen

Bei den Ponys zwischen 135 und 148 Zentimetern Stockmaß siegte Milian Betl (Julie) vor Jessica Aich (Wilden Top Gun) und Milina Betl (Josi). Bei den Mini-Trabern holte Marlon den nächsten Erfolg für die Familie: Er besiegte auf Flocke knapp Katharina Brunner (Ramon) und Sophie Mehlsteibl (Lissy). Das Quintett perfekt machte Marlies Betl auf Paula im Rennen für schwere Rassen und Kaltblüter. Geschlagen geben mussten sich Emilia Aich (Bubbles) und Claudia Hermann (Tango).

Im Rennen aller Klassen holte sich Jessica Aich auf Wilden Top Gun den Sieg vor Linda Grimm (Amira) und Julia Aich (Sunny). Als neues Rennen neben dem Vereinswettbewerb gab es das Trabreiten für alle Rassen ohne Traber – sprich mit „normalen“ Rennpferden statt Trabexperten vor dem Sulky. Claudia Hermann schaffte die 300 Meter mit Tango am schnellsten vor Lisa Aich (Dixie) und Jessica Aich (Wilden Top Gun).

Im offenen Trabrennen gewann Alois Ortner (Best of Joker) vor Andreas Geineder (Gri Medici) und Mario Josef Ruhland (Kenneth Heat). Und schließlich gab es noch das Rennen aller Klassen, das Linda Grimm auf Bandolero vor Wanda Gansser (Noi V) und Marlon Betl (Esperado) für sich entschied.

Neben den Pokalen ging es an diesem Nachmittag auch um das Preisgeld. Der Große Preis der Stadt Erding war mit 1000 Euro prämiert, aber auch in allen anderen Rennen sorgten Sponsoren für eine schöne finanzielle Belohnung. Ihnen wollte Ehrenthaler besonders danken – ohne Geldgeber wäre ein solches Event nicht möglich. Zum Rahmenprogramm gehörte auch die Hutprämierung (Bericht folgt).