Photovoltaik: Kommerzielle Perowskit-Solarzellen bestehen Langzeittest - Golem.de

Eine neuartige Beschichtung lässt die Solarmodule die globale Norm für Langlebigkeit bestehen. Sie übertreffen zudem siliziumbasierte Zellen. Perowskitzellen können als dünne Folien hergestellt werden, hi...

  • 2 min read
Photovoltaik: Kommerzielle Perowskit-Solarzellen bestehen Langzeittest - Golem.de

Eine neuartige Beschichtung lässt die Solarmodule die globale Norm für Langlebigkeit bestehen. Sie übertreffen zudem siliziumbasierte Zellen.

Perowskitzellen können als dünne Folien hergestellt werden, hier bei Saule Technologies in Polen. (Bild: AFP via Getty Images/Janek Skarzynski)

Perowskitzellen können als dünne Folien hergestellt werden, hier bei Saule Technologies in Polen. Bild: AFP via Getty Images/Janek Skarzynski
Inhalt
  1. Photovoltaik: Kommerzielle Perowskit-Solarzellen bestehen Langzeittest
  2. Neuer Ansatz des Forschungsteams

Ein Forschungsteam der Universität von Nanjing(öffnet im neuen Fenster), China, hat gemeinsam mit Renshine Solar, einem Hersteller von Perowskit-Solarzellen, eine Beschichtung für jene Zellen entwickelt. Diese soll sich für eine kommerzielle Fertigung eignen.

Anschließend wurde ein so gefertigtes Modul nach den üblichen Zertifizierungsstandards getestet. Dabei wird geprüft, ob das Modul über 25 Jahre hinweg leistungsfähig bleibt. Simuliert werden dabei Belastungen, die außerhalb des Labors etwa 20 Jahren Nutzungszeit in tropischem Klima entsprechen sollen.

Die Messungen der Effizienz der Perowskit-Zelle ergaben 24 Prozent Wirkungsgrad. Hochgerechnet auf die typische Modulgröße von 0,7 Quadratmetern soll das noch immer einem Wirkungsgrad von 22 Prozent entsprechen, also auf dem Niveau der typischen Solarzellen auf Siliziumbasis.

Blei als Lösung und Problem

Perowskit-Solarzellen gelten als nächster großer Entwicklungsschritt im Bereich der Photovoltaik. Das Mineral Perowskit kommt relativ häufig in der Erdkruste vor und hat den großen Vorteil, dass es einen anderen Teil des Lichtspektrums verarbeitet als die derzeit genutzten Solarmodule.

Demnach wäre eine Kombination der beiden Techniken besonders interessant, weil der kombinierte Wirkungsgrad im besten Fall bei deutlich über 30 Prozent liegen kann. Würde man zukünftig auf einer Fläche die aktuellen Module austauschen, könnte anschließend mit einer um 50 Prozent höheren Stromproduktion gerechnet werden.

Allerdings gelten Perowskit-Zellen als besonders anfällig gegenüber Nässe und Temperaturschwankungen. Eine lange Lebensdauer wurde bisher nur bei starken Einschränkungen des Wirkungsgrads erreicht.