Planegger Seniorenbeirat: Neuer Versuch 2027
Der Seniorenbeirat in Planegg hat sich im Juni aufgelöst, weil nur vier Kandidaten für sieben Sitze kandidierten. Die Gemeinde plant nun einen neuen Wahlversuch im ersten Quartal 2027.
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Stand: 11.08.2026, 17:49 Uhr
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Das Planegger Rathaus hat den Seniorenbeirat noch nicht abgeschrieben. Im Gegenteil: Anfang 2027 soll ein neuer Versuch unternommen werden, genug Kandidatinnen und Kandidaten für das siebenköpfige Gremium zu finden.
Planegg – Der erste Planegger Seniorenbeirat vertrat drei Jahre lang die Interessen der Altersgruppe 60 plus in der Gemeinde. „Es wurde viel geschafft in kurzer Zeit“, sagt Bürgermeister Felix Kempf. Für die Mitte Juli anberaumte Wahl fanden sich jedoch nicht genug Kandidaten. Deswegen löste sich das Gremium im Juni auf (wir berichteten). Kempf bedankte sich nun bei der Vorsitzenden Beate Peters-Dürrrschmidt für das Engagement. Er sagt: „Wir wollen sehen, dass es vielleicht in nicht allzu langer Zeit wieder einen Seniorenbeirat gibt.“ Ein nächster Versuch zur Wahl des Gremiums, das als Impulsgeber für Politik und Altersgenossen dient, soll im ersten Quartal 2027 unternommen werden.
„Es hat sich gezeigt, dass der Wahltermin im vergangenen Juli viel zu kurzfristig war“, so Peters-Dürrschmidt. Die Hoffnung, dass Gemeinderäte, deren Mandat nach der Kommunalwahl Ende April auslief, sich einbringen würden, habe sich nicht erfüllt. So blieben nur vier Kandidaten für sieben Sitze, von denen Beate Peters-Dürrschmidt, Brigitte Krahmer und Christa Bursch bereits dem alten Gremium angehörten. Zu viert, so Peters-Dürrschmidt, sei die Arbeit nicht zu bewältigen. Die Verantwortung müsse auf mehr Schultern verteilt werden. Alle vier würden das Bemühen, doch noch einen Seniorenbeirat zu bekommen, begrüßen. Peters-Dürrschmidt ist optimistisch: „Das wird gut laufen.“ Der Austausch mit der Sozial- und Seniorenreferentin Karin Detsch sei „sehr befruchtend“.
Die Gemeindeverwaltung hat ihre Lehre aus der Zurückhaltung der älteren Bürger gezogen. „Eine Seniorenbeiratswahl ist kein Selbstläufer“, sagt Kiki Xander, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus. Der Vorlauf soll nun größer sein.
Bis es so weit ist und die mehr als 3400 Planeggerinnen und Planegger ab 60 Jahre aufgerufen werden, zu kandidieren, laufen die vom Seniorenbeirat eingeführten Veranstaltungen weiter. Die Spielnachmittage, die in Kooperation mit der Volkshochschule immer am letzten Freitag im Monat in der Würmtal-Insel stattfinden, leitet unverändert Peters-Dürrschmidt. Der nächste Termin ist der 28. August, 14.30 bis 16.30 Uhr (Pasinger Straße 13). Um die Spaziergänge für Hochbetagte abwechselnd in Planegg und Martinsried kümmert sich der bisherige Kooperationspartner Naturfreunde Würmtal.
Für den Herbst sind zwei Veranstaltungen geplant: Am Donnerstag, 8. Oktober, gibt es bei und mit der Schrauberhütte Planegg die Möglichkeit, sein Fahrradlicht kontrollieren und gegebenenfalls reparieren zu lassen (10 bis 13 Uhr, Feodor-Lynen-Straße). Am Dienstag, 24. November, 18 Uhr, informiert im Konzertsaal der Musikschule an der Würm Prof. Berend Feddersen, Experte auf dem Gebiet der Palliativmedizin, zu Patientenverfügungen sowie Betreuungs- und Vorsorgevollmachten (Pasinger Straße 16). Sein liebevoll illustriertes Buch „Der alte Mann und der Hase“ behandelt das Thema sensibel, klug und dennoch mit erstaunlicher Leichtigkeit.
Ein Erfolg war der Newsletter, den der Seniorenbeirat einführte. Rund 100 Abonnenten hatte er zum Schluss. Diese Woche erhielten sie zum vorerst letzten Mal Informationen per E-Mail. Aus Gründen des Datenschutzes müsse er ruhen, bis es wieder einen Seniorenbeirat gebe, sagt Peters-Dürrschmidt. Als Ansprechpartnerin für Fragen und Anregungen wird die Sozial- und Seniorenreferentin Karin Detsch genannt, zu erreichen per E-Mail an [email protected].