"Potenzial für mehr": Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger souverän im EM-Finale

Leichtathletik "Potenzial für mehr": Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger souverän im EM-Finale Ein Wurf auf 65,06 Meter reichte für Platz vier in der Qualifikation. Über 400-m-Hürden zog Strohmayer-Dangl ...

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"Potenzial für mehr": Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger souverän im EM-Finale

Leichtathletik

"Potenzial für mehr": Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger souverän im EM-Finale

Ein Wurf auf 65,06 Meter reichte für Platz vier in der Qualifikation. Über 400-m-Hürden zog Strohmayer-Dangl ins Halbfinale ein, Pressler und Dlauhy verpassten das Finale

Ein Leichtathletik-Diskuswerfer in Aktion während der Europameisterschaften 2026 in Birmingham. Der Athlet trägt ein Trikot mit der Aufschrift
Ein Wurf, ein Treffer. Lukas Weißhaidinger hat sich locker fürs EM-Finale im Diskuswurf qualifiziert. Es steigt am Dionnerstagabend.

Lukas Weißhaidinger hat den Grundstein für eine mögliche Medaille bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham gelegt. Der Oberösterreicher warf den Diskus in der Qualifikation bei seinem einzigen Versuch auf 65,06 Meter und qualifizierte sich als Vierter klar für das Finale am Donnerstagabend, das Will Dibo als. 27 (55,31 m) klar verpasste. Den Halbfinaleinzug schaffte 400-m-Hürdenläufer Niklas Strohmayer-Dangl, für seine Disziplinkolleginnen Lena Pressler und Anja Dlauhy war im Semifinale Endstation.

Bei einem Versuch beließ es Weißhaidinger, besser als er waren am Dienstag im Alexander Stadium nur Weltrekordler Mykolas Alekna (LTU/67,74 m), Kristjan Ceh (SLO/67,52) und Henrik Janssen (GER/65,42). Die Rückenprobleme machen sich nach wie vor bemerkbar, aber das Werfen gehe sehr gut, versicherte er. "Mir ist der Finaleinzug so viel wert. Ich bin da sehr bescheiden heute. Ich bin extrem happy, dass ich das geschafft habe, es war heuer schwierig", sagte der Vizeeuropameister von vor zwei Jahren in Rom. Er habe gesehen, dass der Rücken halte, das gebe Selbstvertrauen für das Finale. "Ich freue mich darauf und habe Potenzial für mehr."

Highlight aus österreichischer Sicht in den Laufbewerben waren die 49,39 Sek. von Strohmayer-Dangl, dies war seine zweitbeste Zeit nach dem von ihm heuer gelaufenen ÖLV-Rekord von 49,18. Er wurde Sechster der Nicht-Vorqualifizierten, diese zwölf kommen am Mittwoch im 24er-Halbfinale dazu. "Das im Vorlauf, bei doch windigen, böigen Bedingungen, da bin ich sehr zufrieden. Das Niveau ist sehr hoch", sagte der 24-Jährige. Dass zwölf gesetzt sind und er einen zusätzlichen Lauf hat, findet er "eine unfaire Regel". Er habe schon einen vollen Lauf in den Beinen, werde aber versuchen, den Rekord zu attackieren.

Pressler kam zu Sturz

Pressler und Dlauhy hatten ihren Vorlauf vom Vortag gut weggesteckt, im Semifinale waren dann auch die zwölf Vorqualifizierten mit dabei. Aber beide ÖLV-Läuferinnen machten Fehler. Pressler war auf dem Weg zu einem möglichen neuen österreichischen Rekord an der achten Hürde hängengeblieben, stürzte und zog sich zahlreiche Abschürfungen am ganzen Körper zu. "Die Enttäuschung ist groß. Es wäre sich eine neue Bestleistung ausgegangen, das ist so ärgerlich. Aber das kann man nicht ändern", meinte Pressler, deren Bestleistung bei 54,55 Sek. liegt.

"Bei der siebenten Hürde habe ich noch einmal richtig Energie und Schwung bekommen, und dann bin ich mit dem Nachzugsbein hängengeblieben." Sie stand auf und lief das Rennen zu Ende. "Ich bin gut in Form, vielleicht habe ich noch eine Chance, dass ich noch Bestleistung laufen kann. Noch ist nichts geplant."

Bei Dlauhy, mit 54,52 Sek. österreichische Rekordhalterin, schaltete sich zu einem ungünstigen Zeitpunkt der Kopf zu stark ein. Sie landete mit 55,22 Sek. auf dem 14. Endrang. "Ich bin einfach volle Attacke losgelaufen. Die ersten paar Hürden haben sich wirklich gut angefühlt und ich war überrascht, wie ich mit denen auf den Bahnen neben mir noch mithalten konnte. Ich glaube, ich habe ab Hürde vier zu viel zum Nachdenken angefangen, das hätte ich nicht dürfen", erklärte die 23-Jährige. Es sei ein sauberer Lauf gewesen, den Gegenwind auf der Zielgeraden spürte sie deutlich. "Platz 14 bei meiner ersten Europameisterschaft ist aber richtig cool."

Sprinter Markus Fuchs schied in den 100-m-Vorläufen der Nicht-Vorqualifizierten als 23. unter 24 angetretenen Teilnehmern mit 10,76 Sekunden aus, Leo Köhldorfer als 23. über 400 m Hürden in 51,02 Sekunden. Einen schlechten Tag erwischte Caroline Bredlinger, in 2:03,41 Minuten wurde sie Vorlauf-29. über 800 Meter. (APA, red. 11.8.2026)

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