Prepper-Lager in den Bergen entdeckt: Wer es anlegte, bleibt ungeklärt

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Prepper-Lager in den Bergen entdeckt: Wer es anlegte, bleibt ungeklärt

Stand: 30.09.2026, 20:00 Uhr

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Einige der schweren Fässer wurden auf Mulis geschnallt und so aus dem steilen Gelände abtransportiert.

Mit der Hilfe von Mulis wurden die schweren Fässer aus dem steilen Gelände abtransportiert. © Bundeswehr

Es war ein rätselhafter Fund. Fässer voll mit Lebensmitteln und Medikamenten hatte wohl ein Prepper im Karwendel deponiert. Wer das Lager anlegte, wird nicht mehr geklärt werden.

Lenggries – Es war ein Fall, der Aufsehen erregte: Ein Jäger hatte im Karwendel neun große blaue Fässer entdeckt. Diese waren gut versteckt und offensichtlich bereits vor geraumer Zeit zurückgelassen worden. Offenbar hatte ein Prepper – also jemand, der sich gezielt auf eine Katastrophe vorbereitet – in dem schwer zugänglichen und sehr steilen Gelände ein Lager angelegt. In den Fässern befanden sich Medikamente, Batterien, ein Schlafsack, Hundefutter, ein Zelt, ein Feldbett und jede Menge Lebensmittel – die teilweise bereits 2014 abgelaufen waren. Entdeckt worden war das Lager bereits im Sommer 2025.

Bundeswehr und Mulis übernehmen das Bergen der Fässer

Doch die Bergung gestaltete sich schwierig. Das Versteck war mit einem Fahrzeug nicht erreichbar. Für einen Abtransport zu Fuß waren die Fässer zu schwer. Dem Landratsamt zur Hilfe kam schließlich in diesem Sommer die Bundeswehr. Das Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen in Bad Reichenhall schickte eine Einheit ins Karwendel. Bei Leistungsmärschen wie diesem trainiert die Bundeswehr für den Kampf in extremem Gelände. 40 Soldatinnen und Soldaten waren beteiligt – sowie 25 Tiere, in erster Linie Maultiere, aber auch drei Haflinger und ein Esel. Sie halfen beim Abtransport der Fässer. Einen Teil des Prepper-Lagers trugen die Soldaten auf dem Rücken über eine Strecke von etwa vier Kilometern ins Tal. Teilweise mussten sie Seilzüge einsetzen, um die Fässer über die steilen Abhänge zu schaffen.

Drei Hinweise gehen ein, sind aber zu vage

Weil es natürlich verboten ist, Müll oder anderes im Naturschutzgebiet abzulagern, bat die Naturschutzbehörde am Landratsamt um Hinweise auf den Verursacher. Viel Hoffnung, dass sich der Fall tatsächlich aufklären lässt, hatte man nicht, da die Fässer offensichtlich bereits vor Jahren dort abgelagert worden waren. Tatsächlich seien auf den Aufruf drei Hinweise eingegangen, sagt Marlis Peischer, Pressesprecherin am Landratsamt. „Mangels Konkretheit konnten sie nicht weiter nachverfolgt werden beziehungsweise war der Aufwand so hoch, dass er nicht im Verhältnis zum erwarteten Erfolg stand.“ Damit wird der Fall zu den Akten gelegt.