Prominente Vertreterin der Frauenrechtsbewegung: Gloria Steinem stirbt mit 92
Die bekannte US-Feministin und Journalistin Gloria Steinem ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Steinem starb am Mittwoch in ihrem Zuhause in New York, wie ihre Stiftung am Donnerstag im Onlinedienst Instagram...
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Die bekannte US-Feministin und Journalistin Gloria Steinem ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Steinem starb am Mittwoch in ihrem Zuhause in New York, wie ihre Stiftung am Donnerstag im Onlinedienst Instagram mitteilte. Sie sei umgeben gewesen „von einigen der vielen, die sie liebten“.
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Die Aktivistin und Autorin habe sich „bis zum Ende für die Gleichstellung eingesetzt“, würdigte sie ihre Stiftung. Gloria Steinem gehörte in den 70er- und 80er-Jahren zu den prominentesten Vertreterinnen der Frauenrechtsbewegung in den USA.
Steinem setzte sich seit den späten 1960er Jahren unter anderem für das Recht auf Abtreibung, politische Teilhabe und gleiche Rechte ein. Sie half bei der Gründung mehrerer feministischer Organisationen, darunter des National Women’s Political Caucus, und wurde zu einem der bekanntesten Gesichter der sogenannten zweiten Welle der Frauenbewegung.
Undercover als „Playboy Bunny“
Bekannt geworden war Steinem zunächst als Journalistin. 1963 ließ sie sich für eine Reportage verdeckt als sogenanntes Playboy Bunny in einem New Yorker Playboy Club anstellen und berichtete anschließend über die Arbeitsbedingungen der Frauen dort.
1968 half sie beim Aufbau des „New York Magazine“, für das sie anschließend als politische Kolumnistin und Autorin arbeitete. Vier Jahre später gehörte sie zu den Mitgründerinnen des feministischen Magazins „Ms.“, das Themen wie Abtreibungsrechte, Diskriminierung am Arbeitsplatz und Gewalt gegen Frauen prominent aufgriff.
Von Obama geehrt
Steinem blieb auch im hohen Alter politisch und publizistisch aktiv. Für ihren jahrzehntelangen Einsatz für Frauen- und Bürgerrechte verlieh ihr der damalige US-Präsident Barack Obama 2013 die Presidential Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten.

© dpa/Michael Reynolds
Knapp drei Wochen nach ihrem Tod soll ein neues Buch von ihr erscheinen. Die Memoiren „An Unexpected Life“ sind nach Angaben des Verlags Random House für den 22. September geplant. Darin blickt Steinem auf ihr Leben und mehr als sechs Jahrzehnte feministischen Aktivismus zurück. Das Buch werde nun posthum veröffentlicht, teilte auch ihre Stiftung mit.
Nach Angaben der Stiftung soll noch in diesem Jahr in New York eine Gedenkfeier für Steinem stattfinden. (dpa/AFP)