Rad-Sicherheit: Markt Garmisch-Partenkirchen baut Kreisverkehr mitten im Ort – Drei Monate Vollsperre für Verkehr
Die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen baut einen Kreisverkehr an der Kreuzung Bahnhof-, Enzian- und Chamonixstraße. Die Baustelle kostet rund 900.000 Euro und dauert bis Mitte November.
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Stand: 01.08.2026, 08:06 Uhr
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Die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen baut einen Kreisverkehr an der Kreuzung Bahnhof-, Enzian- und Chamonixstraße. Das Projekt kostet rund 900.000 Euro und dauert voraussichtlich bis Mitte November.
Garmisch-Partenkirchen – Ab dem 7. August soll die St.-Martin-Straße in Garmisch-Partenkirchen wieder frei befahrbar sein. Damit verschwindet die Baustelle rund um die Kreuzung Alpspitzstraße, die monatelang für Einschränkungen gesorgt hatte. Damit fehlt in Bezug auf den radverkehrsfreundlichen Ausbau noch ein Teilabschnitt zwischen Klamm- und Alpspitzstraße. Der steht in diesem Jahr nicht mehr auf dem Programm. Stattdessen hat der Markt ein neues Großprojekt ins Auge gefasst. Wieder geht es in erster Linie um mehr Sicherheit für die Radfahrer: Die Gemeinde baut einen Kreisverkehr an der Kreuzung Bahnhof-, Enzian- und Chamonixstraße. Die Kosten liegen bei rund 900.000 Euro, die Bauzeit beträgt rund drei Monate. Los geht’s am 24. August.

2016 hatte der Marktgemeinderat das Radverkehrskonzept verabschiedet. Nach und nach werden die Punkte daraus abgearbeitet. Eine wichtige Komponente: sichere Achsen für die Radfahrer durch den Ort. Eine dieser Verbindungen führt von der Wettersteinstraße (Werdenfels-Gymnasium) bis zur Fürstenstraße (Kurpark/Skiclub Garmisch). Um die Lücken auf dieser Route zu schließen, geht es nun mit dem letzten fehlenden Abschnitt los. Der erstreckt sich eben vom Ende der Enzianstraße, über besagte Kreuzung bis zum Beginn der Chamonix- an der Olympiastraße. Vor zwei Jahren hatte der Ausbau begonnen. Die Enzianstraße wurde zur Fahrradstraße umgewidmet. Danach folgte der Bereich zwischen Partnach- und Bahnhofstraße, der jetzt bis auf die Markierungen abgeschlossen ist. Im Hochsommer soll die Radverbindung nun komplettiert werden.
Im Zentrum steht dabei der neue Kreisverkehr. „An der Chamonixstraße ändert sich nicht viel, dort wird nur neu markiert und beschildert“, versichert Noy Benedik, einer der Projektleiter aus dem Tiefbauamt. Und – wichtig: Künftig dürfen Radfahrer auch offiziell entgegen der Einbahnstraße dort fahren. „Bisher ist es nicht erlaubt, aber es fahren sehr viele“, merkt Bürgermeister Daniel Schimmer (FW) an. Geht der Bau des Kreisels in die Endphase, dann wird die Chamonixstraße entsprechend neu beschildert. „Wie genau, das befindet sich noch in der Abstimmung“, verrät Theresa Kahoun, die ebenfalls mit der Projektleitung befasst ist.
Für den Verkehr in Garmisch-Partenkirchen bringt die Baustelle neue Einschränkungen mit sich. Denn: „Das können wir nur unter Vollsperre machen“, betont Noy. Man habe zunächst auch an eine Variante mit Ampeln und halbseitigen Sperrungen gedacht, dabei aber zu viele negative Folgen erkannt. „Durch die Vollsperre haben wir weniger Chaos, und sonst würde sich die Bauzeit verlängern“, erklärt Noy.
Im Klartext heißt das: Voraussichtlich bis Mitte November ist der Bereich um die Kreuzung an der Bahnhofstraße für jeglichen Verkehr abgeriegelt. Die Enzian- wie auch die Bahnhofstraße von Süden (Bahnhofsberg) werden zu Sackgassen mit Wendemöglichkeit am Ende, teilweise aber nur für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Der Teilbereich der Bahnhofstraße bis zur Von-Brug-Straße wird komplett gesperrt, Anlieger kommen wie in allen anderen Bereichen aber auf ihre Grundstücke. Eine Sonderregelung gilt für die Chamonixstraße: Dort sind alle Anwesen bis hin zur VR-Bank erreichbar, der Verkehr wird aber über die Weitfelderstraße abgeleitet. „Die wird zur Einbahnstraße mit Halteverbot auf beiden Seiten“, erklärt Martin Millian, der Leiter des Ordnungsamts.
Kurzes Zeitfenster für den Tiefbau
Dass die Baumaßnahme wieder eine Belastung für den Ort wird, ist den Verantwortlichen klar. Daher ist es Bürgermeister Schimmer wichtig, frühzeitig zu informieren. „Wir sind hier schon mitten im Ort und im Geschäftsbereich.“ Auch Hotels seien betroffen. „Die müssen ihre Gäste, aber auch Lieferanten über die Klage informieren können.“ Dass die Baustelle nun recht zeitnah zum Ende der St.-Martin-Straße folgt, liegt rein an der Jahreszeit. „Es gibt für den Tiefbau ein Zeitfenster, das nicht sehr groß ist. Das geht von März normal bis Ende Oktober“, sagt der Rathauschef. Eine Überschneidung mit der St.-Martin-Straße wollte man in jedem Fall vermeiden.