Radfahrer nutzen Margarete-Vollmar-Straße illegal – jetzt soll sie freigegeben werden

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Radfahrer nutzen Margarete-Vollmar-Straße illegal – jetzt soll sie freigegeben werden

Stand: 04.09.2026, 22:05 Uhr

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Margarete‑Vollmar‑Straße Freiham München

Die Margarete‑Vollmar‑Straße soll offiziell für Radler freigegeben werden, fordern die Viertelpolitiker. © Andreas Daschner

In Freiham ist ein Abschnitt offiziell nur für Fußgänger erlaubt. Der Bezirksausschuss will die neue Beschilderung noch vor dem Schuljahr 2026/27 anbringen lassen.

München – In Freiham soll sich für Radfahrer bald einiges tun. Der Bezirksausschuss (BA) Aubing‑Lochhausen‑Langwied hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig einen fraktionsübergreifenden Antrag beschlossen, der die Verwaltung auffordert, mehrere Änderungen im Radwegenetz zeitnah umzusetzen.

„Einfach machen, was längst sinnvoll wäre“

Besonders im Fokus steht die Margarete‑Vollmar‑Straße, die offiziell nur für Fußgänger freigegeben ist – ein Schild, das im Alltag kaum jemand beachtet. Radfahrer nutzen den Abschnitt längst, weil es keine sinnvolle Alternative gibt. Genau das soll nun auch offiziell erlaubt werden. „Im Bebauungsplan ist die Freigabe ohnehin vorgesehen, also machen wir jetzt einfach das, was längst sinnvoll wäre“, sagte Karin Binsteiner (Grüne). Der BA drängt auf schnelle Umsetzung: Die neue Beschilderung soll noch vor Beginn des neuen Schuljahres 2026/27 hängen.

Außerdem fordert der BA für den geplanten städtebaulichen Wettbewerb im Viertel eine durchgängige Zwei‑Wege‑Radverbindung zwischen dem Bildungscampus und der Amalie‑Nacken‑Straße. Die Strecke ist für viele Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen eine zentrale Route – und für die Kundschaft des Einkaufszentrums am Mahatma‑Gandhi‑Platz ebenso. Momentan ist die Verbindung lückenhaft, teils unübersichtlich und alles andere als sicher. Eine zusätzliche, sichere Radroute parallel zur Helmut‑Schmidt‑Allee sei „von herausragender Bedeutung“, so die Viertelpolitiker.

Blinendleitsystem soll verbessert werden

Auch das Blindenleitsystem soll überarbeitet werden. Die Übergänge zur Hildegard‑Hammbrücher‑Straße und zur Amalie‑Nacken‑Straße passen laut BA nicht zu den tatsächlichen Wegebeziehungen vor Ort. Für Menschen mit Sehbehinderung sei das ein unnötiges Risiko – und müsse im Zuge der Neuplanung dringend korrigiert werden.