Rätselhafte Einbrüche: Finnland vermutet "ausländische Kräfte"

Steckt Russland dahinter? Rätselhafte Einbrüche bei finnischen AbgeordnetenAktualisiert am 02.10.2026 - 02:41 UhrLesedauer: 2 Min.Die finnische Polizei ermittelt in einer Serie von Einbrüchen bei Abgeordneten. ...

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Rätselhafte Einbrüche: Finnland vermutet "ausländische Kräfte"

Steckt Russland dahinter?

Rätselhafte Einbrüche bei finnischen Abgeordneten


Aktualisiert am 02.10.2026 - 02:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Die finnische Polizei ermittelt in einer Serie von Einbrüchen bei Abgeordneten. Ministerpräsident Petteri Orpo äußert einen Verdacht.

In Finnland ist in mehrere Häuser und Wohnungen von Parlamentsabgeordneten eingebrochen worden. Die Taten geben Rätsel auf: Es wurde nichts gestohlen, allerdings hinterließen die mutmaßlichen Täter deutliche Hinweise auf die Tat, berichtet der britische "Guardian".

Die finnische Polizei hat mit Ermittlungen begonnen und hochrangige Politiker des Landes haben sich zu Wort gemeldet. Ministerpräsident Petteri Orpo sagte, dass ausländische Kräfte hinter den Einbrüchen stecken könnten. "Das ist möglich. Heutzutage ist so etwas immer möglich", sagte er.

Er fügte an: "Wenn jemand versucht, Finnland, unser Sicherheitsgefühl oder unsere Unterstützung beispielsweise für die Ukraine zu untergraben, hat das den gegenteiligen Effekt. Es stärkt unseren Zusammenhalt." Die Vorfälle würden sehr ernst genommen und untersucht. Was Orpo nicht direkt aussprach: Dass Russland für die Einbrüche verantwortlich sein könnte.

Die Einbrüche haben vor einem Jahr begonnen. Der Sprecher des finnischen Parlaments, Jussi Halla-aho, sprach von einer "signifikanten Anzahl" an Einbrüchen, ohne eine genaue Zahl zu nennen. Auch Halla-aho vermutet staatliche ausländische Akteure als Täter. "Es ist möglich, dass die Täter Spuren bewusst hinterließen." So sei das Licht angeschaltet gewesen und Türen standen offen, als die Bewohner nach Hause kamen. Das bedeutet: Die Einbrecher wollten zeigen, dass sie zu solchen Taten fähig sind – und Angst verbreiten. Das gehört zum psychologischen Teil der hybriden Attacken Moskaus.

In den vergangenen Jahren hat es in vielen europäischen Ländern Sabotageakte und andere Attacken der hybriden Kriegsführung gegeben, die Moskau zugerechnet werden. In Leipzig wurde im August eine Sprengstoffdrohne am Flughafen entdeckt, die Spur führt nach Moskau.

Finnland Ziel von hybriden Angriffen

Seit 2023 beschuldigt Finnland seinen Nachbarn Russland, einen hybriden Krieg zu führen. Unter anderem soll Russland Migranten zu der 1.340 Kilometer langen Grenze bringen, um sie nach Finnland einzuschleusen. Durch die instrumentalisierte Migration sollen gesellschaftliche Spannungen erzeugt, politische Debatten in der EU befeuert und Unsicherheit geschürt werden. Der Kreml hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Und der finnische Präsident Alexander Stubb sagte zu den Einbrüchen bei Parlamentariern: "Ein Angriff auf ein Mitglied des Parlaments ist ein Angriff auf die Demokratie."