Rauhe folgt auf Schenderlein: Kanu-Olympiasieger wird neuer Sport-Staatsminister
KI-Stimme. InfoDer zweimalige Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport im Bundeskanzleramt. Kanzler Friedrich Merz (CDU) gab auf Instagram bekannt, dass der 44-Jährige der bisherigen ...
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Der zweimalige Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport im Bundeskanzleramt. Kanzler Friedrich Merz (CDU) gab auf Instagram bekannt, dass der 44-Jährige der bisherigen Staatsministerin Christiane Schenderlein nachfolgt.

„Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Ronald Rauhe und sind uns sicher, dass der zweifache Olympiasieger und vielfache Weltmeister sich nun mit seiner im Sport gelernten Disziplin, Dynamik und Teamfähigkeit den vielfältigen Herausforderungen stellen wird“, sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert: „Einen Olympiasieger, der über Jahrzehnte als Sportsoldat im Kanurennsport Weltspitzenleistungen mit Engagement im Verein und der Vertretung von Athletinnen und Athleten kombiniert hat, am Kabinettstisch zu wissen, gibt dem Sport und dem ehrenamtlichen Engagement in unserem Land Rückenwind.“
Rauhe erlebte als Fahnenträger den Höhepunkt seiner Karriere
Rauhe war 2021 nach seinen sechsten Olympischen Spielen zurückgetreten, zum Abschluss in Tokio holte er seine nach 2004 zweite Goldmedaille. Als Fahnenträger bei den Spielen in Japan erlebte er den Höhepunkt seiner Karriere. Bei Olympia und Weltmeisterschaften gewann Rauhe 31 Medaillen, 16-mal wurde er Weltmeister.
Nach seiner aktiven Karriere war Rauhe als TV-Experte sowie Vortragsredner tätig und brachte sich in der Entwicklung von Rennkanus ein. Sportpolitisch ist Rauhe seit 2023 in der Athletenkommission des Europäischen Olympischen Komitees tätig, derzeit wird er als Vizepräsident des Gremiums geführt.
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Schenderlein wechselt ins Gesundheitsressort
Merz musste den Posten neu besetzen, da die bisherige Staatsministerin Schenderlein, die das neu geschaffene Amt ab 2025 für 14 Monate ausgeübt hatte, bei der Kabinettsumbildung ins Gesundheitsressort gewechselt ist. Anders als Schenderlein, die vor Amtsantritt kaum Berührungspunkte mit dem Bereich Sport gehabt hatte, sollte ihr Nachfolger oder ihre Nachfolgerin stärker im künftigen Arbeitsthema verwurzelt sein.
Zunächst war Nadine Keßler als Wunschkandidatin Nummer eins gehandelt worden. Die frühere Weltfußballerin, derzeit UEFA-Direktorin für den Frauenfußball, sagte aber Medienberichten zufolge ab. Danach habe Merz eine neue Liste mit Kandidatinnen und Kandidaten prüfen lassen, auf dieser sollen sich diverse prominente Personen aus dem olympischen Sport befunden haben. Unter anderem fiel der Name der fünfmaligen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein, die zuletzt auch ihre Bereitschaft zur Mitarbeit signalisiert hatte, obwohl sie erst seit dem 1. August als hauptamtliche Bundestrainerin tätig ist.
dpa