„Rave the Planet“: Tausende tanzen durch den Tiergarten
Wichtige UpdatesHier kommt es zu Verkehrsbehinderungen1500 Polizisten bei "Rave the Planet" im EinsatzRaven bei Hitze - Polizei will Wasserwerfer zur Abkühlung einsetzenJulian WürzerWeiträumige AbsperrungDie Be...
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Wichtige Updates
Hier kommt es zu Verkehrsbehinderungen
1500 Polizisten bei "Rave the Planet" im Einsatz
Raven bei Hitze - Polizei will Wasserwerfer zur Abkühlung einsetzen
Julian Würzer
Weiträumige Absperrung
Die Berliner Polizei hat offenbar auf den CSD-Anschlag reagiert und die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Das Veranstaltungsgelände rund um die Techno-Parade „Rave the Planet“ ist an diesem Samstag weiträumig abgesperrt. Von der Friedrichstraße aus sperrt die Polizei bereits ab dem Mauerweg die Zufahrt in Richtung Brandenburger Tor. Weiträumige Absperrungen gibt es auch schon südlich des Großen Tiergartens ab dem Schöneberger Ufer. Auch rund um die Lennéstraße, dort, wo Abdoul B. vor wenigen Wochen in den Tiergarten eingefahren ist, können an diesem Samstag keine Fahrzeuge fahren.
Alexander Uhl

Alexander Uhl

Dr. Motte spricht zum Auftakt - "Macht doch endlich mal Lärm" - Schweigeminute
Zu Anfang spricht Dr. Motte zu den Teilnehmern. "Macht doch endlich mal Lärm", fordert er sie auf. Jeder sei heute bei der Demo herzlich willkommen, so Motte weiter. Am Anfang der Loveparade habe eine Vision gestanden, die auch heute über alles stehe. Dass irgendwann überall Love Parades stattfinden können, wo alle Menschen tanzen könnten und vielleicht dann erkennen würden, dass wir alle eine Familie sind "auf diesem wunderschönen Planeten". Und daraus könne ja vielleicht Weltfrieden entstehen. Damit diese Vision Wirklichkeit werden könnte, müsse jeder sich am Tag ein bisschen Zeit nehmen und an Liebe denken. "Lass uns das tun, an Liebe denken." Anschließend rief er im Gedenken an die Betroffenen vom CSD und deren Angehörige zu einer Schweigeminute auf.
Anschließend sprechen Vertreter von CSD und Karneval der Kulturen und riefen zur Gemeinsamkeit auf.
Alexander Uhl

Alexander Uhl

Alexander Uhl

Jessica Pillatzki
Hier kommt es zu Verkehrsbehinderungen
Wegen des Techno-Spektakels ist die Straße des 17. Juni zwischen Großem Stern und Brandenburger Tor gesperrt. Auch im angrenzenden Bereich ist mit größeren Verkehrsbehinderungen zu rechnen.
Der U- und S-Bahnhof Brandenburger Tor ist nach derzeitigem Stand geöffnet. Eine kurzfristige Sperrung sei je nach Entwicklung aber möglich, sagte ein Bahnsprecher.
Jessica Pillatzki
300.000 Teilnehmer angemeldet
Die Veranstalter haben wie im Vorjahr 300.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet. Das entspreche nach einem Gutachten dem Richtwert für die maximale Auslastung der Strecke, so Ellen Dosch-Roeingh. "Wir können keine validen Angaben dazu machen, wie viele wirklich kommen." Im vergangenen Jahr nahmen laut Veranstalter rund 200.000 Menschen teil, die Berliner Polizei ging von gut 100.000 aus.
Tobias Köberlein
1500 Polizisten bei "Rave the Planet" im Einsatz
Rund 1500 Polizistinnen und Polizisten werden das als Demonstration angemeldete Techno-Spektakel begleiten, wie eine Sprecherin mitteilte. Die Berliner Polizei wird von Kollegen aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt unterstützt. Es sollen ein Polizeihubschrauber sowie Drohnen eingesetzt werden.
Zudem gibt es laut Polizei ein "umfangreiches Sperrkonzept" für die Veranstaltung inmitten des Tiergartens. Dabei seien abgestufte Schutzzonen vorgesehen: Die Versammlungsfläche selbst auf der Straße des 17. Juni; eine erweiterte Schutzzone, wo insbesondere Rettungsfahrzeuge ungehindert durchkommen müssen, sowie der angrenzende Bereich.
Verschiedene Formen von Absperrungen sollen den Bereich absichern. Unter anderem sollen kritische Punkte durch Fahrzeuge der Polizei abgesperrt werden, teils werden schwere mobile Poller aufgestellt, wie das bereits im Tiergarten an einigen Stellen nach dem CSD-Anschlag der Fall war. Auch außerhalb des Tiergartens seien Maßnahmen geplant, hieß es von der Polizei.
Tobias Köberlein
Raven bei Hitze - Polizei will Wasserwerfer zur Abkühlung einsetzen
Laut Deutschem Wetterdienst sind am Samstag bei dem Techno-Spektakel bis zu 37 Grad möglich. Die Polizei will mindestens einen Wasserwerfer einsetzen, um mit Sprühnebel für Abkühlung zu sorgen. Laut Veranstalter gibt es drei Stellen entlang der Route, wo die Besucher aus mehreren Hähnen kostenloses Trinkwasser bekommen können. Im Großen Tiergarten soll es Plätze zum Ausruhen und Abkühlen geben. Auf der Parade besteht ein Glasverbot. Raver sind gebeten, eine bruchsichere, wiederbefüllbare Flasche mitzubringen.
Neben der Berliner Feuerwehr ist ein Sanitätsdienst des Veranstalters im Einsatz, es soll fünf Unfallhilfestellen geben. Im vergangenen Jahr mussten viele Menschen behandelt werden – meist ging es nach Angaben eines Feuerwehrsprechers "um klassische Veranstaltungssymptome", also alkohol- oder drogenbedingte Probleme. Die Veranstalter riefen die Besucher im Vorfeld auf, auf sich zu achten: "Wir können den Leuten nichts vorschreiben und nur an den Verstand appellieren", so Dosch-Roeingh.
Louisa Thönig

„Rave the Planet“ beginnt mit Schweigeminute für CSD-Opfer
Vor Beginn der fünften Ausgabe von „Rave the Planet“ soll es eine Schweigeminute für die Opfer des CSD-Anschlags geben. Danach wird Ellen Dosch-Roeingh, Projektleiterin der Parade, zusammen mit Julia Miosga vom Berliner CSD e. V. und Anna-Maria Seifert vom Karneval der Kulturen die Eröffnungsrede halten. „Das war ein Angriff auf queeres Leben, aber auch ein Angriff auf uns“, sagte Ellen Dosch-Roeingh, Mitbegründerin und Gesellschafterin der gemeinnützigen Organisation Rave The Planet der Deutschen Presse-Agentur.