Cornelius Speinle: Schaffhauser Sternekoch kocht an der Reit-WM in Aachen
Bei der Reit-WM in Aachen versorgt Cornelius Speinle mit seinem Team Hunderte VIP-Gäste. Der gebürtige Schaffhauser erzählt, weshalb ein Grossanlass mindestens so anspruchsvoll sein kann wie ein Abend im Sterne...
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Bei der Reit-WM in Aachen versorgt Cornelius Speinle mit seinem Team Hunderte VIP-Gäste. Der gebürtige Schaffhauser erzählt, weshalb ein Grossanlass mindestens so anspruchsvoll sein kann wie ein Abend im Sternerestaurant.
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Auf der VIP-Tribüne der Reit-Weltmeisterschaften in Aachen werden täglich rund 700 Gäste verpflegt. Es gibt Fingerfood, kleine warme und kalte Gerichte, wie Mini-Quiche, kleine Sandwiches, gebeizten Lachs und süsse Spezialitäten. Für Cornelius Speinle ist ein solcher Anlass jedoch weit mehr als einfach nur Catering.
Kleine Portionen, grosser Aufwand: Macarons und andere Fingerfood-Kreationen werden auf der VIP-Tribüne der Reit-WM in Aachen direkt an die Gäste verteilt.
SRF/Michèle Schönbächler
Denn die grösste Herausforderung sei nicht das Kochen, sagt der gebürtige Schaffhauser. Viel schwieriger seien die Logistik, die knappen Platzverhältnisse und die Koordination des Personals.
Man dürfe das nicht mit einer Küche in einem Sternerestaurant vergleichen. Für mehrere Hundert Gäste frisch zu kochen, sei für ihn deshalb fast die gleiche Herausforderung wie ein Gericht in einem Sternerestaurant perfekt anzurichten.
Vom Schaffhauser Lehrling ins legendäre «The Fat Duck»
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zvg/Cornelius Speinle
Cornelius Speinle hat sein Handwerk in Schaffhausen gelernt und später in Basel, Singapur, England und Hamburg gearbeitet. Zu seinen Stationen gehört auch das legendäre Restaurant «The Fat Duck» in England.
Heute ist Cornelius Speinle nicht mehr nur als Sternekoch tätig. Neben Einsätzen an internationalen Grossveranstaltungen wie der Reit-WM in Aachen berät er Hotels und Gastronomiebetriebe, entwickelt Produkte für den Schweizer Markt und gibt Kochkurse. Im Zentrum stehe bei ihm die Frage, wie sich Spitzenküche und professionelle Abläufe auch ausserhalb eines Sternerestaurants umsetzen lassen, so Cornelius Speinle.
Während ihn früher vor allem Sterne und «Fine Dining», also gehobene Gastronomie, interessierten, findet Speinle, dass es für einen Spitzenkoch wichtig sei, auch einmal über den Tellerrand hinauszuschauen: Grossveranstaltungen, Fernsehauftritte und Buchprojekte würden ihn neben der Spitzengastronomie auch reizen.
Macarons, Canapés, Mini-Gugelhupf oder Quiche: Hinter dem kulinarischen Angebot auf der VIP-Tribüne steckt eine detaillierte Produktionsplanung mit vielen Einzelportionen.
SRF/Michèle Schönbächler
Die Selbstständigkeit habe aber auch Nachteile. Weil er häufig unterwegs sei, verpasse er immer wieder Geburtstage oder Familienfeste. Umso wichtiger sei die Zeit mit seiner Familie in Hamburg.
Liebhaber der italienischen Küche
Denn in Hamburg spielt die italienische Küche eine grosse Rolle. Cornelius Speinle sagt, es sei für ihn die ehrlichste Küche: Eine Lasagne, Risotto, Saltimbocca oder Piccata Milanese koche er gerne zu Hause für seine Familie, denn die italienische Küche sei viel mehr als nur Pizza und Pasta.
Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 20.08.2026, 17:30 Uhr ; schp;eics;noes