El Niño bricht alle Rekorde – und der eigentliche Höhepunkt kommt erst noch: Das droht Deutschland (

StartseiteDeutschlandRekord-El-Niño außer Kontrolle: Was jetzt im Winter auf Deutschland zukommtStand: 13.10.2026, 13:50 UhrKommentareUns auf Google folgenIm Pazifik tobt der stärkste El Niño, den es je gab. Un...

  • 3 min read
El Niño bricht alle Rekorde – und der eigentliche Höhepunkt kommt erst noch: Das droht Deutschland (

Rekord-El-Niño außer Kontrolle: Was jetzt im Winter auf Deutschland zukommt

Stand: 13.10.2026, 13:50 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Im Pazifik tobt der stärkste El Niño, den es je gab. Und das Monster hat seinen Gipfel noch nicht erreicht. Was das für unseren Winter in Deutschland bedeutet, ist brisant. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

München – So etwas hat die Wetterwelt noch nicht erlebt. Im tropischen Pazifik liegt das Wasser inzwischen mehr als drei Grad über dem Normalwert, der alte Rekord aus dem Jahr 2015 ist gefallen. Und das schon im September! Eigentlich erreicht ein El Niño seinen Höhepunkt erst zwischen November und Januar. Seit 1900 hat sich kein einziges Ereignis so schnell aufgebaut wie dieses. Vor Peru und Ecuador wurden zeitweise fast fünf Grad mehr gemessen als üblich, und auch der Luftdruck über dem Pazifik spielte im Sommer so verrückt wie seit 150 Jahren nicht mehr. Die Wettermodelle rechnen mit einer weiteren Verstärkung bis in den Dezember hinein, einzelne Läufe sehen sogar rund vier Grad Abweichung. Das wäre kein knapper Rekord mehr, das wäre ein Erdrutsch.

wetter.net – das Wetter auf den Punkt gebracht!

Dieser Artikel entstand in einer Content-Partnerschaft mit wetter.net. wetter.net bietet Ihnen alles Wissenswerte rund um Wetter und Klima. Auf unseren Seiten finden Sie weltweite Stadt- und Ortsprognosen für die nächsten 14 Tage und das für die ersten 7 Tage in 1-stündiger und für die nachfolgenden Tage in 3-stündiger zeitlicher Auflösung. Wettervorhersagen, Niederschlagsradar, Messwerte, Wetterwarnungen, Deutschlandwetter und Wetter-News informieren über die aktuelle Entwicklung sowie die kommenden Stunden und Tage.

Dürre, Feuer und Fluten rund um den Globus

Die Folgen sind längst zu sehen. In Südostasien brennen die Wälder, über Borneo hängen dicke Rauchschwaden. Australien muss sich auf Hitze und Trockenheit einstellen, in Teilen Südamerikas wächst dagegen die Angst vor schweren Überschwemmungen. Im Atlantik bremst El Niño traditionell die Hurrikane, im Pazifik heizt das warme Wasser die Wirbelstürme dagegen richtig an. Ein Wetterphänomen, das den halben Planeten auf den Kopf stellt.

Die Wassertemperaturen im Pazifik.

„Der Pazifik kocht“ – das Meerwasser ist so warm wie noch nie zuvor in der Geschichte. © METEORED/www.daswetter.com

Was heißt das für unseren Winter?

Europa liegt zwar weit weg, ganz ungeschoren kommen wir aber nicht davon. Nach starken El-Niño-Ereignissen startete der Winter bei uns oft mild, nass und stürmisch. Für Januar und Februar steigt dagegen die Chance auf Kälteeinbrüche aus Nord und Ost, eine Garantie gibt es dafür aber nicht. Viel sicherer ist ein anderer Punkt: Die gewaltige Wärme, die der Pazifik gerade speichert, kommt zeitversetzt in der Atmosphäre an. 2027 könnte deshalb weltweit ein neues Rekordjahr werden. Und auch für den nächsten Sommer in Deutschland sind das keine guten Nachrichten.