Rheinkirmes Düsseldorf 2026: Friedlich, aber nicht ganz störungsfrei – so war das erste Kirmes-Wochenende

Gut gefüllte Festzelte, Polizeieinsätze, stillstehende Fahrgeschäfte, eine Fähre, die nicht fährt, und Verkehrs-Verwirrung: Die bisherige Bilanz des ersten Wochenendes der Rheinkirmes.

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Rheinkirmes Düsseldorf 2026: Friedlich, aber nicht ganz störungsfrei – so war das erste Kirmes-Wochenende
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Rheinkirmes Düsseldorf 2026 Friedlich, aber nicht ganz störungsfrei – so war das erste Kirmes-Wochenende

19.07.2026 · 13:18 Uhr

Mit hunderttausenden Besuchern pro Tag ist die Rheinkirmes eins der größten Volksfeste Deutschlands.

Mit hunderttausenden Besuchern pro Tag ist die Rheinkirmes eins der größten Volksfeste Deutschlands.

Foto: Georg Salzburg(salz)/Georg Salzburg

Düsseldorf · Gut gefüllte Festzelte, Polizeieinsätze, stillstehende Fahrgeschäfte, eine Fähre, die nicht fährt, und Verkehrs-Verwirrung: Die bisherige Bilanz des ersten Wochenendes der Rheinkirmes.

Die Schausteller hatten am Freitagnachmittag noch gar nicht alle die Preisschilder an ihren Karussells und Buden befestigt, da strömten schon zahlreiche Besucher auf das Festgelände. Die Eröffnung der diesjährigen Rheinkirmes schienen viele kaum erwarten zu können. Zumindest gefühlt waren zu früher Stunde deutlich mehr Kirmesfans auf dem Festgelände als im Vorjahr.

Fahrgeschäft Invader mit Technik-Problemen auf der Rheinkirmes

Viele der Frühstarter wurden offensichtlich besonders von einem Fahrgeschäft angelockt: dem zuvor als Weltneuheit beworbenen Karussell Invader. Vor 14 Uhr standen dort vornehmlich junge Menschen schon Schlange, doch eine Runde fahren konnten sie zunächst nicht. „Technische Probleme“, so hieß es von einem Rheinkirmes-Sprecher, führten dazu, dass die 16 schwingenden Gondeln des Fahrgeschäfts zunächst frei herumstanden. Pech für die Besucher, hatten doch schon vor Beginn des Volksfests die Betreiber des Karussells Oracle – eine weitere Weltneuheit – absagen müssen. Lange mussten sie sich aber nicht gedulden, schon am frühen Abend machte der Invader dann die ersten Gäste glücklich.

Trotz dieses kleinen Stotterns zum Start: Die Mischung von kinder- und familienfreundlichen Attraktionen auf der einen sowie rasante Fahrgeschäften auf der anderen Seite funktioniert auch in diesem Jahr. Die St.-Sebastianus-Schützen betonen gerne, dass die Rheinkirmes auch ein Familienfest sei – besonders am Samstagnachmittag war das auch deutlich zu sehen. Auffallend viele Kinder zogen ihre Eltern an den Händen von Bude zu Bude, von Karussell zu Karussell.

Party-Zelte der Rheinkirmes - hier wurde es voll

Eher für die älter gewordenen Kinder sind die Partyzelte auf dem Festgelände gedacht. Und die wurden am freitäglichen Auftaktabend direkt ausgiebig getestet. Die Zelte der Hausbrauereien sahen allesamt sehr gut gefüllt aus, in der Alpenwelt tanzten zwischenzeitlich mehr Gäste zu Live-Musik auf den Bänken, als dass sie zum Sitzen genutzt wurden. Und auch das Weinzelt hat sich in seinem zweiten Jahr an seinem neuen Standort offensichtlich problemlos etabliert. Die riesige Außenfläche war am Abend rappelvoll, die dort gespielte Musik mit ihren eher treibenden House-Beats findet man sonst auch eher wenig auf der Kirmes.

Gab es zum Rheinkirmes-Auftakt Polizeieinsätze?

Ein Polizeisprecher zeigte sich am Sonntagvormittag zufrieden mit dem Auftakt der größten Kirmes am Rhein: Es habe am Freitag- und Samstagabend insgesamt drei oder vier Einsätze gegeben, weil am Rande der Kirmes körperliche Auseinandersetzungen nach Streitigkeiten stattgefunden hätten. Im Ergebnis seien einige Personen leicht verletzt worden. „Das ist aber im Vergleich mit der hohen Besucherzahl wirklich sehr wenig.“

Verkehrskonzept zur Rheinkirmes - so funktioniert es

Die Stadt hatte sich vor dem Großereignis vorgenommen, die Anwohner besser zu schützen. So wurden ganze Viertel im Umfeld abgeriegelt und sind nur Anwohner mit dem Auto zu befahren. Am Freitag sorgte das zunächst aber offenbar für Verwirrungen. An der Dominikanerstraße wurde abgepollert, die Einfahrt war nur von einer Seite möglich. Anwohner berichten von riesigen Umwegen, um zu ihren Wohnungen zu kommen. Zudem sollen anliegende Geschäfte Schwierigkeiten gehabt haben, weil Lieferanten nicht durchkamen.

Was jedoch – zumindest augenscheinlich am Samstagnachmittag – gut zu funktionieren schien: den Fremdverkehr in den Vierteln auf ein Minimum zu beschränken, wenn nicht auszuschließen. In den Straßen zwischen Luegallee und Düsseldorfer Straße war es bemerkenswert ruhig, Ordner kontrollierten manche Straßeneingänge, vor anderen wurden Poller installiert.

Ansonsten gab es die erwartbaren Themen: volle Bahnen, genervte Uber- und Taxifahrer, die sich clever ihre Wege suchen müssen, sofern sie nicht unten am Gelände parken dürfen. Doch für eine Veranstaltung, bei der rund 400.000 Menschen am Tag erwartet werden, ist das nicht sonderlich überraschend und erträglich.

Niedrigwasser - wann fährt die Fähre zur Rheinkirmes?

Viele Blicke richten sich natürlich weiterhin auf die Rückkehr der Kirmesfähre – die am Freitag vorerst verschoben werden musste, weil der Rheinpegel zu niedrig war. Es wurde ein Bagger geordert, der eine Fahrrinne ausheben sollte. Am Samstagabend war weiterhin unklar, wann und wie es weitergehen kann. Am Sonntagmorgen meldete Weinzelt-Gastronom Sebastian Kreimeyer, der die Fähre mitbetreibt, dass die Baggerarbeiten beendet seien. Die leere Fähre könne inzwischen problemlos am Ufer anlegen, sagte er. „Aber der Fährmann hat Angst, dass das nicht mehr klappt, wenn sie mit Menschen voll beladen ist.“ Man wolle am späten Sonntagnachmittag noch einmal einen Versuch machen.

In einem Facebookpost von Sonntag, 00.28 Uhr, der Rheinfähre Meerbusch-Düsseldorf hatte es noch geheißen: „Auch Sonntag werden wir testen, aber sicher nicht den Betrieb aufnehmen. Wir fahren dort immer wieder durch viel Kies, was den Propellern [nicht] guttut.“ Das Unternehmen dankte den Mitarbeitern, „die seit Freitag in den Startlöchern stehen und leider immer wieder nach Hause geschickt wurden“. Ebenso danke man „dem Team vom Weinzelt, das unter anderem den Bagger organisiert hat“.

Weinzelt-Chef Kreimeyer sagte gegenüber der Rheinischen Post am Sonntagvormittag: „Auf jeden Fall sind wir optimistisch, dass die Fähre am Montag fahren kann. Dann erwarten wir ein Steigen der Pegelstände – zusammen mit den Baggerarbeiten sollte das ausreichen.“ Und auch der Facebook-Post schloss mit den Worten: „Ich hoffe, wir sehen uns am Montag an Bord.“

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