Riesenärger nach Festival mit Cro-Auftritt: Empörung in Hallbermoos über rücksichtslose Veranstaltung
StartseiteLokalesFreisingHallbergmoosStand: 17.09.2026, 19:00 UhrKommentareUns auf Google folgenRapstar Cro war der Stargast des YE-Festivals auf dem Hallbergmooser Volksfestplatz. Für gute Stimmung sorgte das ...
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Stand: 17.09.2026, 19:00 Uhr
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Rapstar Cro trat kürzlich bei einem Festival in Hallbergmoos auf. Jetzt wurde im Gemeinderat darüber gesprochen, dass die Veranstalter wohl Vorgaben missachtet haben.
Hallbergmoos – Das YE-Festival auf dem Hallbergmooser Volksfestplatz mit über 6000 Besuchern und Rapper Cro als Stargast sorgte im Ort nicht nur für gute Stimmung. Anwohner berichteten von starken Lärmbelästigungen auch in den Tagen zuvor. Außerdem hätten die Besucher teils ihren Müll in der Umgebung des Areals, sogar in privaten Gärten, entsorgt. 2. Bürgermeisterin Tanja Knieler (CSU) hatte dazu eine Anfrage an die Verwaltung gestellt. In der jüngsten Gemeinderatsitzung gab es Antworten.
YE-Festival mit Cro: Anwohner in Hallbergmoos empören sich über rücksichtslose Veranstaltung
Bürgermeister Benjamin Henn (FW) betonte, dass es nicht absehbar gewesen sei, in welche Richtung das Ganze ausufere. Die Kommune habe im Vorfeld ordentliche Bescheide erstellt, um solche Probleme zu verhindern. Nur habe sich der Veranstalter an einige Vorgaben nicht gehalten. Dass es an den Donnerstag- und Freitagabenden bis spät in die Nacht Soundtests gab, sei etwa nicht genehmigt worden. Hätte man von diesen gewusst, wäre die Veranstaltung nicht genehmigungsfähig gewesen. Bei der Parkplatzsituation gab es ebenfalls massive Probleme, teils stellten die Besucher ihre Autos unerlaubterweise auf Grünflächen ab. Das konnten auch die rund 60 Sicherheitskräfte und zusätzlich Vertreter von Polizei und örtlichem Ordnungsamt nicht verhindern.
Gelände nicht im vereinbarten Zustand
Dass der Volksfestplatz nicht im vereinbarten Zustand zurückgegeben wurde, bestätigte die Verwaltung ebenfalls. Falls der Veranstalter notwendige Nacharbeiten nicht durchführe, würden ihm die Kosten durch einen von der Gemeinde beauftragten externen Gutachter in Rechnung gestellt. Die Nutzungsgebühren für den Volksfestplatz hatte Knieler ebenfalls angefragt. Diese liegen aktuell bei 50 Euro pro Veranstaltungstag – eine Überarbeitung der Satzung befindet sich aber bereits in Arbeit und soll dem Gemeinderat noch in diesem Jahr zur Abstimmung vorgelegt werden.
Das Fazit laute zwar, dass derartige Veranstaltungen grundsätzlich genehmigt werden könnten. Die Probleme im Vorfeld und Nachgang dürften sich aber keinesfalls wiederholen. Erlaubte Art der Veranstaltung und Höchstbesucherzahl könnten in der neuen Nutzungssatzung ebenfalls auftauchen, wie auch Regelungen, bis wann der Volksfestplatz sowie die Umgebung gereinigt sein müssen.
Es gab aber auch positive Stimmen
Dass es über die Veranstaltung in Sozialen Medien viel Positives zu sehen gab, wollte Henn in der Sitzung noch betonen: „Welche kleine 12.000-Einwohner-Gemeinde hat schon einen Star wie Cro zu Gast?“ Er sehe das Event daher zwar positiv: „Aber die negativen Aspekte dürfen sich nicht wiederholen.“ Josef Fischer (FW) meldete sich zu Wort und nahm die Verwaltung in Schutz. Kurz zuvor habe es in Regensburg eine ähnliche Veranstaltung, sogar mit einer noch höheren Besucherzahl, gegeben: „Da gab es überhaupt keine Probleme. Leider ist es bei uns in die falsche Richtung gelaufen, weil der Veranstalter nicht das umgesetzt hat, was wir im Vorfeld besprochen hatten.“ Ähnliches meinte Sabina Brosch (Grüne) und betonte: „Ein Veranstalter muss das einfach korrekt ausführen.“ Warum das Ganze im Vorfeld in der Gemeinde kaum publik gemacht wurde, wollte Rudolf Lamprecht (Einigkeit) wissen. Weil man keine Werbung für externe Veranstalter machen dürfte, meinte Bürgermeister Benjamin Henn abschließend dazu.