Risiko verstehen, bevor investiert wird: Was wirklich gemeint ist und wie viel davon passt.
StartseiteWirtschaftStand: 14.09.2026, 13:57 UhrKommentareUns auf Google folgenDas Wort Risiko hält viele Frauen vom Investieren ab. Was es wirklich bedeutet und wie viel davon zur eigenen Situation passt, ist ...
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Stand: 14.09.2026, 13:57 Uhr
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Das Wort Risiko hält viele Frauen vom Investieren ab. Was es wirklich bedeutet und wie viel davon zur eigenen Situation passt, ist einfacher zu bestimmen als gedacht.
Risiko ist das Wort, das beim Thema Investieren am häufigsten Unbehagen auslöst. Was dabei meistens das Bild ist: Geld verlieren. Alles verlieren. Eine Entscheidung treffen, die bereut wird. Was Risiko beim Investieren wirklich bedeutet, ist etwas anderes. Und wer es versteht, trifft bessere Entscheidungen.
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„Risiko ist kein Feind“, sagt Margarethe Honisch, Finanzexpertin und Gründerin von Fortunalista. „Es ist ein Parameter. Wer ihn kennt und richtig einsetzt, investiert besser als wer ihn vermeidet.“

Was Risiko beim Investieren bedeutet
Risiko bedeutet Schwankung. Nicht Verlust. Nicht Katastrophe. Schwankung. Ein ETF auf den MSCI World schwankt. In manchen Jahren steigt er stark, in anderen fällt er. Was dabei kein realer Verlust ist: ein Buchverlust, solange nicht verkauft wird. Was einen Buchverlust zu einem realen Verlust macht: der Verkauf.
Was dabei historisch gilt: Der MSCI World hat in jedem Zeitraum von 15 Jahren oder mehr eine positive Rendite erzielt. Was kurzfristig nach Verlust aussah, war langfristig eine vorübergehende Schwankung.
Wie viel Risiko zur eigenen Situation passt
Drei Faktoren entscheiden das.
Der Zeithorizont. Wer dreißig Jahre investiert, kann mehr Schwankung aushalten als wer fünf Jahre hat. Was bei einem langen Horizont passiert: Zeit, um Korrekturen auszusitzen.
Die eigene Psychologie. Was bei einer starken Korrektur passiert: Depot zeigt minus 30 Prozent. Wer dabei ruhig bleibt und nichts tut, hat eine hohe Risikobereitschaft. Wer verkauft, hat eine niedrige. Beides ist in Ordnung. Was nicht in Ordnung ist: sich selbst falsch einschätzen.
Die finanzielle Situation. Wer einen soliden Notgroschen hat und das investierte Kapital wirklich langfristig entbehren kann, trägt mehr Risiko als wer auf das Kapital angewiesen ist.
Was zu viel Risiko kostet
Was dabei passiert, wenn zu viel Risiko eingegangen wird: In der nächsten Korrektur wird verkauft. Was dabei realisiert wird: ein Verlust. Was danach meistens passiert: der Markt erholt sich, aber die Anlegerin ist nicht mehr dabei.
Was die richtige Risikoaufstellung verhindert: genau das. Risiko beim Investieren bedeutet Schwankung, keine Katastrophe. Wer die eigene Risikobereitschaft kennt und die Aufstellung entsprechend wählt, hält in jeder Marktphase durch.