Rodgau III klettert an die Spitze: Dreieich verliert erstmals

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Rodgau III klettert an die Spitze: Dreieich verliert erstmals

Stand: 05.10.2026, 19:07 Uhr

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Handball Männer Bezirksliga. HSG Dreieich : HSG Preagberg.
Der Dreieicher Luca Mitteregger (li.) nutzt eine Lücke zum Torerfolg, re. Justin Wiest , ganz re. Philipp Trapp (HSG Preagberg)

Der Dreieicher Luca Mitteregger (links) nutzt eine Lücke zum Torerfolg, in der Mitte Justin Wiest, ganz rechts Philipp Trapp von der HSG Preagberg. © Leo F. Postl

Die HSG Rodgau Nieder-Roden III gewinnt 39:32 in Bürgel und übernimmt die Tabellenführung. Dreieich kassiert seine erste Saisonniederlage – ausgerechnet ohne seinen Mittelblock.

Offenbach – In der Handball-Bezirksoberliga Offenbach-Hanau zeichnet sich langsam eine Tendenz ab, welche Mannschaften oben mitspielen, gar vom Aufstieg träumen dürfen, und welchen Teams harte Zeiten bevorstehen. Zu letzteren zählen weiterhin die HSG Dietzenbach, die eine herbe 26:39-Klatsche in Gelnhausen kassierte, und nun auch die TGS Seligenstadt, die knapp in Niederrodenbach unterlag. In der oberen Tabellenregion kommt es durch die Niederlage des starken Aufsteigers aus Dreieich bei der HSG Preagberg zu einem Wechsel an der Tabellenspitze, die HSG Rodgau Nieder-Roden III übernahm mit einem 39:32 bei der TSG Bürgel II die Führung.

TV Gelnhausen II – HSG Dietzenbach 39:26 (19:13). Die Dietzenbacher hielten lediglich bis zum 8:7 (11.) mit, bevor sich der Tabellenachte Gelnhausen Tor um Tor absetzte über 10:7 und 15:9 auf 19:13 zur Halbzeit. Die Dietzenbacher gehen als Tabellenletzter mit 1:7 Punkten in die zweiwöchige Herbstpause. Zwar gelangen nach Wiederbeginn zwei schnelle Tore zum 19:15, dann aber ging es über 24:16 (36.) auf 33:20 (49.).

TSG Offenbach-Bürgel II – HSG Rodgau Nieder-Roden III 32:39 (14:21). Durch einen ungefährdeten Auswärtssieg übernahmen die Nieder-Rodener die Tabellenführung. In den ersten 20 Minuten hielt Bürgel noch tapfer mit, ehe die HSG dem Spiel den Stempel aufdrückte und davonzog. „Das ist natürlich eine schöne Momentaufnahme“, schmunzelte HSG-Trainer Daniel Wade. Schon im Vorfeld der Saison habe sich seine Mannschaft vorgenommen, besser in die Runde zu starten als voriges Jahr. Nach dem verlorenen ersten Spiel, gefolgt von drei Siegen, ist dies auch gelungen. Als Schlüssel für den Erfolg nannte Wade „eine stabile Abwehr und gute Einzelspieler in den Halbräumen“.

TGS Niederrodenbach – TGS Seligenstadt 36:35 (17:17). Noel Kraft glänzte für Niederrodenbach mit 16 Toren. Die Gastmannschaft konnte dem im Kollektiv nicht genug entgegensetzen, sodass sie ohne Punkte nach Hause fahren musste. Dabei war das Duell über die gesamte Spielzeit auf Augenhöhe gewesen, in der 53. Minute stand es noch 30:30. In der Schlussphase bewiesen die Gastgeber den längeren Atem und sorgten mit einem 3:0-Lauf für eine Führung, die Seligenstadt nicht mehr aufholen konnte.

HSG Dreieich – HSG Preagberg 31:39 (17:19). „Leider war Preagberg am Ende der verdiente Sieger“, gab Dreieich-Coach Rene Lenhardt schweren Herzens zu. Der zuvor ungeschlagene Gastgeber musste in dem Spiel auf seinen etatmäßigen Mittelblock verzichten, eine Bürde, die Lenhardt im Nachhinein auch als Grund für die Pleite ausmachte. „Wir hatten nicht die Stabilität im Abwehrblock, die es braucht, um anschließend nach vorn zu stoßen“, analysierte Lenhardt. Die erste Saisonniederlage bedeutet für Dreieich die Abgabe der Tabellenführung an die HSG Rodgau III.

HSG Oberhessen – SG Hainburg 31:30 (15:16). Es war ein Schlagabtausch bis zur letzten Sekunde, mit dem glücklichen Ende für die Heimmannschaft. Zu keinem Zeitpunkt des Spiels trennten die Mannschaften mehr als drei Tore.

TV Langenselbold – HSG Hanau III 32:28 (17:13). Nach 46 Minuten Spielzeit geriet der TV erstmals in Rückstand, konnte aber durch eine Schlussoffensive in den letzten fünf Minuten einen komfortablen Heimsieg einfahren, als dem Gast die Körner ausgingen. Somit ordnet sich Langenselbold neben Dreieich und Rodgau III unter den ersten drei Teams der Liga ein. Für Hanau war das Spiel ohne gelernten Rückraumspieler eine Herausforderung, die das Team von Trainer Hannes Geist über weite Strecken gut bewältigte. „Die Jungs hatten einen Aspiranten auf den Aufstieg am Rande einer Niederlage“, lobte Geist.

TV Altenhaßlau – TV Wächtersbach 25:26 (13:13). Beim Kräftemessen beider Turnvereine ging Wächterbach knapp als Sieger vom Feld und holte den ersten Sieg der Saison. In dem ohnehin sehr torarmen Spiel fiel durch die konsequente Defensive der Gäste in den letzten vier Minuten kein Treffer mehr. Das Endresultat sorgt dafür, dass beide Teams nun bei einem Sieg, einem Unentschieden und zwei Niederlagen stehen, was gleichzeitig die Zugehörigkeit zum unteren Tabellendrittel bedeutet.