Rosbach baut neue Sporthalle Eisenkrain für 18,6 Millionen Euro

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Rosbach baut neue Sporthalle Eisenkrain für 18,6 Millionen Euro

Stand: 11.09.2026, 19:13 Uhr

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Die alte Eisenkrainhalle soll einer modernen Drei-Feld-Halle weichen.

Die alte Eisenkrainhalle soll einer modernen Drei-Feld-Halle weichen. © Tanja Janssen

Das Stadtparlament hat einstimmig grünes Licht für den Neubau der Sporthalle Eisenkrain gegeben. Ein Verein muss dafür seinen bisherigen Standort aufgeben.

Rosbach – Es war ein Moment der Einigkeit im Stadtparlament: In der Sitzung am Dienstag haben die Stadtverordneten einstimmig grünes Licht für die nächsten Schritte beim Neubau der Sporthalle Eisenkrain gegeben. Damit ist der Weg für das größte öffentliche Investitionsvorhaben der Stadt geebnet.

Wo gehts lang - der Masterplan für den Neubau wurde einstimmig angenommen.

Wo geht’s lang? Der Masterplan für den Neubau wurde einstimmig angenommen. © Tanja Janssen

Bürgermeister Steffen Maar (parteilos) sprach von einem „wichtigen Meilenstein für die Zukunft des Sports in Rosbach“. Die geplante Drei-Feld-Sporthalle soll die bestehende Infrastruktur nachhaltig ergänzen und langfristig dringende Kapazitäten für den Vereinssport schaffen. „Sie stärkt das Ehrenamt und den Zusammenhalt vieler Generationen. Davon profitieren Kinder, Familien sowie Seniorinnen und Senioren gleichermaßen“, hob Maar die gesellschaftliche Bedeutung des Großprojekts hervor. Die neue Halle werde nicht nur modern und barrierefrei gestaltet, sondern sei vor allem auf eine langfristige Nutzung ausgelegt.

Mit dem Parlamentsbeschluss wurden neben der Vorplanung der Halle auch die Weichen für das gesamte Areal gestellt. Das Gremium folgte der Vorlage des Magistrats und gab die Vorplanung für die Sporthalle mit Gesamtkosten von rund 18,6 Millionen Euro frei. Ebenfalls beschlossen wurden die Planungen für den Parkplatz und die Erschließung der Halle mit rund 1,1 Millionen Euro, die Entwässerung mit rund 200.000 Euro sowie die Gestaltung der Freianlagen mit rund 595.000 Euro.

Die Umsetzung erfolgt im Rahmen eines übergreifenden Masterplans. Das Ziel ist ein Sportstandort, der den ansässigen Vereinen maximale Möglichkeiten eröffnet, doch auch Opfer fordert. Denn mit dem Hallenneubau verbindet die Stadt eine strategische Neuausrichtung: Der SV 98 soll seinen bisherigen Standort in Nieder-Rosbach aufgeben und nach Ober-Rosbach wechseln. Dadurch entsteht neben Rodheim ein zweiter zentraler Knotenpunkt für den Sport. Dass die Notwendigkeit dieses Vorhabens parteiübergreifend erkannt wurde, unterstreicht die Tragweite für die gesamte Stadtentwicklung.

Baubeginn für Ende 2027 geplant

So groß die Freude über den Beschluss ist, so anspruchsvoll ist die finanzielle Umsetzung. Da ein erheblicher Teil der Investition über Kredite finanziert werden muss, fallen künftig neben den Baukosten auch Zinsen, Tilgung und Abschreibungen an.

Trotz der enormen Summen stellt Maar klar, dass die Stadt nicht von ihrem Sparkurs abrücken werde: „Die kommenden Jahre werden vom Fokus auf dieses Projekt geprägt sein. Dabei gilt: Wir halten an der Haushaltsdisziplin fest, damit die Stadt dauerhaft handlungsfähig bleibt.“ Parallel zur Detailplanung prüft die Verwaltung daher Fördergelder, Einsparpotenziale, eine Vorsteuererstattung durch wirtschaftlichen Betrieb sowie moderate Beteiligungsmodelle für Vereine.

Bis die Bagger rollen, stehen gründliche Planungsphasen an. Dabei spielen auch die Themen wie Lärmschutz, eine kompakte, effiziente Bauweise oder eine ressourcenschonende Umsetzung eine Rolle. Um Doppelkosten zu vermeiden, werden einzelne Bausteine, wie barrierefreie Zugänge und die Infrastruktur, aufeinander abgestimmt. Ende 2027 soll der Bau beginnen.