Auf Airshow gesichtet: Russlands modernisierter Kampfjet Yak-130M soll Lücke im Ukraine-Krieg schließen

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Auf Airshow gesichtet: Russlands modernisierter Kampfjet Yak-130M soll Lücke im Ukraine-Krieg schließen

Stand: 13.09.2026, 06:24 Uhr

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Afrika, Asien, Vietnam: Russlands neuer Kampfjet Yak-130M weckt großes Interesse. Doch die Radar-Angaben des Herstellers bleiben fragwürdig.

Moskau – Russlands modernisierter Kampfjet Yak-130M hat auf der El Alamein International Airshow 2026 in Ägypten erhebliches internationales Interesse geweckt. Der Yak-130 ist seit Jahren als fortgeschrittener Jet-Trainer für russische Piloten im Einsatz und wurde bereits in acht Länder exportiert. Der Testpilot des modernisierten Flugzeugs, Alexander Guskow, berichtete von einer großen Nachfrage, überwiegend aus zwei Weltregionen, wie das Portal Military Watch Magazine berichtet.

Eine russische Jakowlew Jak-130 bei der Dubai Airshow 2025.

Eine russische Jakowlew Jak-130 bei der Dubai Airshow 2025. © IMAGO/Irina Karabut

„Hier auf der Ausstellung zeigt der afrikanische Kontinent großes Interesse.“ Auch Asien sei interessiert an dem leichten Kampfjet. Das modernisierte Kampfflugzeug soll auch eine Lücke im Ukraine-Krieg schließen.

Laut dem Hersteller „Jakowlew“ wurde mehr als die Hälfte der Bordelektronik des Yak-130M erneuert, wie das Fachmagazin Flug Revue schreibt. Die Maschine verfügt über ein neues Zielsystem, einen Abwehrkomplex sowie über ein erweitertes Waffenarsenal mit Lenkflugkörpern für Luft-Boden- und Luft-Luft-Einsätze. Das Ziel: Rund-um-die-Uhr- und Allwetterfähigkeit für Einsätze im leichten Kampfbereich. Überprüfbar sind die russischen Angaben bislang nicht.

Russland bringt neuen Kampfjet auf den Markt: unverifizierte russische Angaben

Gerade bei der Frage nach der Effektivität des Radars, sei Vorsicht geboten, schreibt das Schweizer Portal MiG Flug. Russland hat selbst bei seinen Frontlinien-Kampfflugzeugen Schwierigkeiten, fortgeschrittene AESA-Radarsysteme in Serie zu bringen. Die kolportierten Detektionsreichweiten schwanken je nach Quelle zwischen rund 100 und 160 bis 180 Kilometern gegen ein Ziel in Kampfflugzeuggröße. Die Streuung der Reichweitenangabe deute eher auf Werbematerial hin als auf verifizierte Testdaten, analysiert MiG Flug.

Der Erstflug des Yak-130M fand am 25. Juni statt. Das Flugzeug gilt als direkter Konkurrent des amerikanischen T-7, des südkoreanischen FA-50 und des chinesischen JL-10. Neben seiner Rolle als Kampftrainer ist der Yak-130M für Fronteinsätze ausgelegt, darunter die Luft-Luft-Bekämpfung, Drohnenabwehr und Präzisionsschläge. Guskow hob zudem die gute Manövrierfähigkeit und den breiten Geschwindigkeitsbereich hervor: „Wir haben auch die Option geprüft, vier Kanonenmontierungen zu installieren, was die Trefferwahrscheinlichkeit erhöhen würde.“

Russlands neuer Kampfjet soll Lücke im Ukraine-Krieg schließen und exportiert werden

Als konkrete Interessenten gelten Vietnam, Kasachstan, Algerien, der Iran und Indonesien, wie Military Watch schreibt. Berichten vom frühen August zufolge hat die vietnamesische Luftwaffe den Yak-130M bereits als nächste Generation ihres leichten Kampfjets ausgewählt. Die Vorgängerversion Yak-130 (NATO-Codename: „Mitten“, engl. für „Fäustling“ oder „Boxhandschuh“) war ursprünglich in den 90er Jahren als Strahltrainingsflugzeug entwickelt worden.

Die neue leichte Kampfplattform schließt dabei eine Lücke in der russischen Jetflotte. Im Ukraine-Krieg wächst der Bedarf an erschwinglichen Jets zur Drohnenabwehr für leichte Kampfeinsätze, um die großen Jets an der Ukraine-Front zu entlasten. Außerdem benötigt die russische Rüstungsindustrie Exportprodukte, die sie trotz westlichem Sanktionsdruck im Land produzieren können. (Quellen: Military Watch Magazine/MiG Flug/Flug Revue) (sischr)