Scharfe Kritik an CDU-Ministerin: SPD warnt wegen niedriger Füllstände vor Gas-Schock

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Scharfe Kritik an CDU-Ministerin: SPD warnt wegen niedriger Füllstände vor Gas-Schock

Stand: 14.09.2026, 22:02 Uhr

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Bayerns Gasspeicher sind teils fast leer. SPD-Chef Sebastian Roloff warnt vor steigenden Preisen und schweren Folgen für die ohnehin schwache Konjunktur.

München/Berlin – Der Chef der Bayern-SPD warnt angesichts der niedrigen Gasfüllstände vor dramatischen Folgen für die Wirtschaft. „Die drei Gasspeicher, die Bayern im Winter absichern sollen, sind praktisch leer: Wolfersberg lag Ende August bei einem Prozent, Breitbrunn bei zehn, Inzenham-West bei zwölf“, sagt Sebastian Roloff unserer Zeitung. Bundesweit seien über achtzig Prozent der Speicherkapazität gebucht, gefüllt aber nur gut die Hälfte. „Wenn wir im Oktober hektisch nachkaufen müssen, treiben wir die Preise selbst nach oben“, so Roloff, der auch wirtschaftspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion ist.

Gasspeicher Etzel

Blick auf einen Gasspeicher: Deutschlands Gasspeicher sind deutlich leerer als in den Vorjahren. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Bayerische Gasspeicher: SPD mit eindringlicher Warnung

Roloffs Befürchtung: „Gemeinsam mit der absehbaren Entwicklung beim Ölpreis kann das unsere geringe Konjunkturerwartung für dieses Jahr im Keim ersticken.“ Bundeswirtschaftsministerin Katerina Reiche (CDU) müsse „die Befüllung endlich zur Chefsache machen, statt auf einen milden Winter zu setzen.“

Der europäische Gaspreis hat sich in diesem Jahr fast verdreifacht, weil ein Ende des Iran-Kriegs und der Einschränkungen bei den Lieferungen von Energierohstoffen nicht in Sicht ist. Überdies stehen europäische Länder unter Zeitdruck, die niedrigen Füllstände der Gasspeicher vor dem Winter aufzufüllen. Experten gehen davon aus, dass der Wettbewerb um Lieferungen während der Heizperiode härter ausfallen könnte.

Um das Problem anzugehen, brauche es „kein neues Milliardenprogramm“, sagt Roloff. „Wir brauchen bessere Bedingungen für die Beschaffung: zinsgünstige KfW-Kredite, keine Netzentgelte an den Speicheranschlüssen und weg mit der Konvertierungsumlage“, regt der SPD-Wirtschaftspolitiker an.