Schlussphase entscheidend: MT Melsungen II verliert bei Loxten

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Schlussphase entscheidend: MT Melsungen II verliert bei Loxten

Stand: 07.09.2026, 08:00 Uhr

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3. Liga Männer MT Melsungen II - HSG VarelJason Wilfer mit Ball MT II und im Hintergrund Till Braren HSGFoto Heinz Hartung

Mussten sich auswärts geschlagen geben: die Drittliga-Handballer der MT Melsungen II um Kreisläufer Jason Wilfer (mit Ball). © Heinz Hartung

Die MT Melsungen II hat ihr Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Loxten verloren. In einem weitgehend hochklassigen Spiel hatten die Gastgeber in der Schlussphase den längeren Atem.

Im ersten Auswärtsspiel der Saison hat es die erste Niederlage gesetzt: Das ist die Realität der MT Melsungen II, die in der 3. Liga mit 33:38 (17:19) bei den Sportfreunden Loxten verloren hat. Dabei war keineswegs alles schlecht – vielmehr waren es Nuancen, die am Ende über Sieg oder Niederlage entschieden haben.

Wobei die entscheidende Nuance in erster Linie die Schlussphase war. Da hatten die heimischen Handballer einen aufopferungsvollen Kampf hinter sich, waren nach einem Treffer von Lino Duketis in der 45. Minute mit einem Tor dran (28:29). „Dann parieren die halt zwei, drei Bälle mehr, treffen die richtigen Entscheidungen und gewinnen das“, sagte Florian Weiß, der in seiner vorausgegangen Annahme bestätigt wurde: „Das war kein normaler Aufsteiger, die haben gespielt, wie eine solide Drittligamannschaft.“

Und trugen so dazu bei, dass die Zuschauer in Versmold in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel sahen. Möglich war das, weil Loxten stets seine wurfgewaltigen Rückraumspezialisten in Szene zu setzen wusste. Gerade Alexej Demerza war mit mit zehn Toren an diesem Tag kaum zu stoppen. Während die MT ihr bereits in der Vorwoche gezeigtes Tempospiel effektiv aufzog – mit schnellen Flügeln wie Duketis und Benjamin Fitozovic, aber auch mit den abermals überzeugenden Rückraumspielern Leander Altena und Elias Wöhler.

Das einzige Manko: In der Defensive trat Melsungen nicht ganz so stattelfest auf, wie noch gegen Varel. Da tat sich immer mal wieder eine Lücke auf, dazu verlor die MT das Torhüterduell. Sowohl Kim Hüter als auch Jannik Büde hatten nicht ihren allerbesten Tag erwischt. Das führte schließlich dazu, dass Loxten ab der 5. Minute stets in Führung lag. Mit kleinen Ausnahmen wie dem 9:9 (13.) durch Wöhler oder dem 12:12 (19.) durch Jason Wilfer. Der nicht ganz normale Neuling agierte eben ziemlich erwachsen – und durfte so seinen ersten Drittliga-Sieg der Vereinsgeschichte bejubeln.

„Das Ergebnis geht am Ende in Ordnung. Vom reinen Spielverlauf hätte es aber etwas enger ausfallen können“, sagt Weiß. Vieles, was er aus Ostwestfalen mitnimmt, stimmt ihn dabei positiv. Vor allem die Erkenntnis, dass seine Mannschaft „grundsätzlich überall punkten“ kann. Gerade das Angriffsspiel macht eben Lust auf mehr. Aber auch der Gegner hat Eindruck hinterlassen: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Loxten um den Abstieg spielen wird.“

(Von Dennis Pritsch)