Schon seit 1111 Tagen im Tierheim: „Zuckerwatte auf vier Beinen“ – Hündin Beate will doch nur eine Heimat
wa.deNRWStand: 11.09.2026, 22:00 UhrKommentareUns auf Google folgenBeate ist ein weißer Wuschelhund. Seit 1111 Tagen wartet sie schon auf ein eigenes Zuhause, ohne Happy End in Sicht.Coesfeld – Ein einziger wei...
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Stand: 11.09.2026, 22:00 Uhr
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Beate ist ein weißer Wuschelhund. Seit 1111 Tagen wartet sie schon auf ein eigenes Zuhause, ohne Happy End in Sicht.
Coesfeld – Ein einziger weißer Flausch: Beate ist „Zuckerwatte auf vier Beinen“. So nennt der Tierschutzverein Nordkreis Coesfeld die weiße Hündin. Sie ist etwa sechs Jahre alt, schätzen die Tierpfleger, und schon sehr lange im Tierheim. 1111 Tage waren es laut einem aktuellen Facebook-Post am Samstag, 5. September. „Eine Schnapszahl, die wehtut.“

Die Herdenschutz-Mischlingshündin war auch schon mal fast vermittelt. Laut Website passte alles gut, die Menschen hatten Erfahrung im Umgang mit Herdenschutzhunden „und auch die Wohnsituation passte bestens“. Doch da war dann noch die Hündin, die schon im Haushalt lebte, die natürlich Mitspracherecht hatte – und mit der es eben auch und ganz besonders gut passen muss. Und das klappte nicht. „Trotz mehrfacher Verkupplungs-Versuche“ hätten die beiden „einfach nicht ‚best friends‘ werden“ wollen, heißt es.
Beate ist schon 1111 Tage im Tierheim – „Eine Schnapszahl, die wehtut“
Dann geht es natürlich nicht und das „Reserviert-Zeichen“ musste wieder von ihrem Foto auf der Website vom Tierheim genommen werden. „Daher auf ein Neues“, schreiben die Tierpfleger. Für die „Zuckerwatte auf vier Beinen“, wie sie Beate nennen, werden nun neue Menschen und ein Für-Immer-Zuhause gesucht.
Beate sei zart und süß gegenüber ihrer Bezugsperson. Doch wer die niedliche weiße Flausch-Hündin adoptieren möchte, sollte Erfahrung mit Herdenschutzhunden und ihren Rasse-Eigenheiten mitbringen. Denn Beate kann auch anders. „Wehe dem Fremden, der sich ihrem Territorium nähert“, schreiben die Tierschützer. „Da versteht sie keinen Spaß und dem zeigt sie dann gerne ihre komplette Zahleiste.“ Sie lasse sich auch schnell wieder einfangen, doch dafür brauche es eben etwas Erfahrung und Konsequenz. „Es ist für einen Herdenschutzhund durchaus typisch, die Situation mit einem Fremden im Revier selbstständig und auf eigene Art und Weise zu lösen“, heißt es. Denn schließlich wurden die Tiere genau dafür gezüchtet.

Gesucht werden laut Tierpflegern „verantwortungsvolle Menschen, die kinderlos sind, ländlich wohnen, ein gut eingezäuntes Grundstück haben“. Wer Interesse an der Zuckerwatte Beate hat, kann sich unter der 02541/9009884 im Tierheim Coesfeld melden.
Ganz ähnlich verhält es sich mit Hündin Renate aus dem Tierheim Mönchengladbach. Nicht viele Menschen können ihr standhalten. Ihrem Charme nicht, aber auch ihrem eigenen Willen und ihrer Kraft nicht. Die Vermittlung scheint unmöglich.