Schon wieder! Buckelwal schwimmt im Hafen vor Wismar – sitzt auch dieses Tier in der Falle?
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Schon wieder! Zwei Wal-Sichtungen im Hafen von Wismar – sitzt das nächste Tier in der Falle?
Stand: 31.07.2026, 08:00 Uhr
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Erneut ein Buckelwal im Wismarer Hafen – wird die Ostsee zur Todesfalle? Anwohner vor Ort geben dem Menschen die Schuld.
Wismar – „Eigentlich ist sowas unvorstellbar“, sagt ein Passant der Deutschen Presse-Agentur im Interview. Schuld seien, so der auf einer Parkbank sitzende Mann, die „Windräder, weil Wale unwahrscheinlich gutes Gehör haben und durch die Windräder in der Ostsee in die Irre geführt werden“. Einen solchen Zusammenhang gibt es zwar laut offizieller Forschung nicht. Dennoch - es ist nach Timmy bereits der zweite Buckelwal innerhalb weniger Monate, der sich in die Wismarer Bucht verirrt. Ein gefährlicher Trend.
Am Montag noch war das Tier mit dem auffällig weiß gefärbten Rücken direkt in der Hafenanlage fotografiert worden. Einen Tag später erspähten es Strandbesucher etwas weiter östlich. Ob es sich wirklich um dasselbe Tier handelt, ließ sich nicht zweifelsfrei bestätigen. Wildtierärztin Alexandra Dörnath spricht in einem MDR-Interview von einer klaren Tendenzausweitung: Die Häufung solcher Sichtungen sei kein Zufall, sondern ein Trend – angetrieben durch Klimawandel, Unterwasserlärm und veränderte Nahrungsangebote.
Nach Timmy sitzt der zweite Buckelwal in der Falle
Dörnath beschreibt die Ostsee als „Hochrisikogebiet für Großwale“: Das Flachmeer sei topografisch eine Sackgasse – leicht zu betreten, schwer zu verlassen. Hinzu kommt menschengemachter Unterwasserlärm durch starke Schifffahrt, der die Orientierung der Tiere zusätzlich stört. Auch der Klimawandel spielt eine Rolle: Veränderte Meeresströmungen verschieben Fischschwärme, denen Wale instinktiv folgen – bis sie merken, dass es kein Zurück mehr gibt. Zudem warnt die Tierärztin ausdrücklich vor Rettungsaktionen nach dem Vorbild von „Timmy“: Deutschland habe kein Protokoll für solche Einsätze, und zu viel menschliche Nähe schade den Tieren mehr als sie nütze.