Schulbus-Ärger in Rommerode: Eltern kritisieren NVV-Linien 205 und 210
StartseiteLokalesWitzenhausenGroßalmerodeStand: 10.10.2026, 12:00 UhrKommentareUns auf Google folgenEltern bemängeln Störungen im Schulbus-Verkehr. © Evelina KernEltern der Hirschbergschule in Rommerode beklage...
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Stand: 10.10.2026, 12:00 Uhr
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Eltern der Hirschbergschule in Rommerode beklagen verspätete Busse und nicht angefahrene Haltestellen. Der NVV räumt zwei ausgefallene Fahrten ein – und kündigte Nachschulungen an.
Großalmerode/Helsa – Eltern von Schülern der Hirschbergschule in Rommerode klagen bereits seit längerer Zeit über teils erhebliche Probleme im Busverkehr. „Ein Schulweg muss für die Schülerinnen und Schüler verlässlich, planbar und sicher sein“, heißt es in einem Schreiben der Elternschaft der Hirschbergschule – bekräftigt mit den Unterschriften von 22 Personen. Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) hingegen zeichnet ein deutlich ruhigeres Bild: Von einer grundsätzlich massiven Störung der Linien 205 und 210 könne derzeit keine Rede sein, wie Pressesprecherin Judith Féaux de Lacroix auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt.
Die Beschwerden der Eltern fallen allerdings deutlich aus. In dem Schreiben ist von verspäteten Bussen, nicht angefahrenen Haltestellen und langen Wartezeiten auf Anschlussverbindungen die Rede. Zudem kritisieren die Eltern, dass einzelne Fahrer die vorgesehenen Strecken offenbar nicht ausreichend kennen und teilweise sogar Schüler nach dem Weg fragen müssten. „Das sorgt bei den Kindern verständlicherweise für Unsicherheit“, bemängeln die Eltern.
Der NVV hält mit Zahlen dagegen: Auf der Linie 210 liege die durchschnittliche Verspätung aller seit dem 13. Juli – dem Beginn der Baustelle und damit auch der Umleitung – erfassten Fahrten bei weniger als zwei Minuten. Auch auf der für die Hirschbergschule relevanteren Linie 205 betrage die durchschnittliche Verspätung, aufgezeichnet seit dem 10. August, rund zwei Minuten. Durch die betroffenen Schulen sowie von den Verwaltungen in Helsa und Großalmerode seien keine Probleme benannt worden.
Ganz ohne Störung verlief der Schülerverkehr aber auch nach Darstellung des NVV nicht: Die Hirschbergschule habe im September zwei ausgefallene Fahrten Richtung Großalmerode gemeldet. Daraufhin habe man das Fahrpersonal noch einmal nachgeschult. Hinzu kommen einzelne Beschwerden über verspätete oder ausgefallene Fahrten der Linie 210. Solche Vorfälle seien für Fahrgäste „sehr ärgerlich“ und entsprächen nicht den eigenen Qualitätsansprüchen, räumt der NVV ein.
Auch den Vorwurf der mangelnden Streckenkenntnis der Fahrer wolle man prüfen, heißt es seitens des NVV. Noch vor Beginn der Bauarbeiten in Wickenrode sei das Personal über die geänderten Routen informiert und entsprechende Strecken zuvor befahren worden.
Für zusätzliche Verwirrung sorgte bei einer HNA-Mitfahrt die Zielanzeige des Busses: Obwohl dort „Witzenhausen“ stand, erklärte der Fahrer, es gehe weiter nach Wickenrode. Die Erklärung des NVV: Die Zielanzeigen werden bereits in der Fahrplansoftware den einzelnen Fahrten zugeordnet und anschließend in die Fahrzeuge übertragen. Ob menschliches Versagen oder eine fehlerhafte Zuordnung im Baustellenfahrplan die Ursache seien, müsse man prüfen.
Konkrete Schritte hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Verbindung kündigt der Verkehrsverbund zunächst nicht an. Zuerst wolle man die Situation noch einmal gemeinsam mit Busunternehmen, Schulen und Kommunen prüfen. Dann würde man entscheiden, wo nachgebessert werden muss. (Evelina Kern)